365 days of Blogging– 30

Jeder Zweite sagte mir heute „Hey, Wochenhalbzeit!“ und ich befürchte jetzt ich sehe am Mittwoch schon aus wie Freitag Nacht. Vielleicht sollte ich doch mal darüber nachdenken das Haus nicht mehr ohne Make-up zu verlassen.
Beim Frühstück erzählte ich der Jüngsten, daß ihre Großeltern in diesem Jahr schon Goldene Hochzeit feiern und sie wollte wissen ob ich an deren Hochzeit eigentlich schon gelebt habe.

30. Januar 2019

Morgenrot
Gassirunde im Morgenrot

Zumindest hatte ich heute den Himmel schön. Auf dem Feld ist Charly etwas angespannt, weil überall fremde Hunde rumlaufen und er um jeden einzelnen einen großen Bogen machen möchte. Nur keine Konflikte bitte. Die Hundefreude ist groß als er seine zottelige Freundin trifft. Erwähnte ich, daß er nichts gegen das weibliche Geschlecht hat?

Schokokeks
Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Keks daher.

Im Büro angekommen gibt es einen Kekstausch. Ich bekomme riesige Schokocookies. Davon brauche ich unbedingt das Rezept! Die Portion Zucker brauchte ich spätestens, nachdem ich mit einer Freundin telefoniert hatte und wir die neuesten -leider nicht so guten- Nachrichten ausgetauscht hatten. Manchmal wünsche ich mir ein Gerät zur Teleportation‌ (Mein Korrekturprogramm schlägt lustige Alternativen wie Telefonaktion oder Teilamputation). Einfach hunderte Kilometer in Sekunden überwinden. Um sich in den Arm zu nehmen und zu trösten. Das macht Enttäuschungen zwar nicht weniger groß, aber vielleicht einfacher zu ertragen.

Rezept für Roggen Shortbread
SEin neues Rezept im Blog: Roggen Shortbread

Das Rezept von den Keksen, die ich gestern buk habe ich auch online gestellt. Ich muß langsam mal alle Rezepte veröffentlichen, von denen ich Bilder auf Instagram gepostet habe. Momentan trudeln immer wieder Anfragen zu Bildern ein, die ich vor Monaten veröffentlich habe und von denen ich natürlich keine Ahnung mehr habe.

Charly auf dem Sofa
Ha, kaum bin ich kurz eingenickt, liegt Charly wieder auf dem Sofa.

Müde müde müde und kalt. Nach einer langen Gassirunde in der Kälte kurze Pause auf dem Sofa. Mit Laptop und Arbeit ich. Mit schwerem Seufzen der Hund. Wahrscheinlich weil er weiß, das das nur von kurzer Dauer sein wird.

Fußbild
Drei paar Füße: Meine, die vom Kind und Hundepfoten

Temperatur ist relativ. Zumindest die gefühlte Temperatur. Während ich mit Schal, dicken Socken, Wärmflasche und Decke auf dem Sofa sitze, hat das Kind weder Strümpfe noch Schuhe an. Wir erinnern uns: Es ist Winter.
Aber ich bin eine gute Mutter und habe dazugelernt: Nicht alles ist so, wie ich es empfinde.

Damals als das Kind eines sonnigen Oktobersonntages geboren wurde war mir kalt. Ich wußte aus Büchern den Tipp: Zieh deinem Baby immer eine Schicht Kleidung mehr an, als dir selbst. Und nachdem sich das erste Kind nie darüber beschwert hatte (es war wohl sehr leidensfähig) machte ich ich es beim neuen Nachwuchs genauso.
Und wunderte mich, weshalb das Kind draußen immer so unruhig war. Und ganz oft einen roten Kopf hatte. Und im Winter so lange die Hände über dem Kopf zusammenschlug, bis die Handschuhe aus dem Kinderwagen flogen.
Doch, ja. Auch ich bin wie gesagt lernfähig und habe darüber nachgedacht, woher das alles kommen könnte und probierte es nach ein paar Wochen mit weniger Schichten an Kleidung. Und was soll ich sagen? Ich stellte recht bald fest: Wenn ich Zwiebellook brauche, und damit aussehe, wie ein Michelinmännchen, dann fühlt sich das Kind mit viel weniger rundum wohl. Selbst bei Minustemperaturen benötigt es keine Handschuhe und hat trotzdem warme Hände.
Und wenn das Kind heute mit zehn Jahren der Meinung ist, in den Winterstiefeln bräuchte es keine Strümpfe, dann glaube ich es einfach. Und vertraue darauf, daß es am besten selbst weiß wann es schwitzt oder friert. Temperaturempfinden ist eben einfach subjektiv und völlig individuell.

#falschzugeordnetezitate
„Ich war nicht wirklich nackt. Ich hatte einfach nur keine Kleidung an.“ Harvey Weinstein

Das Zitat ist Harvey Weinstein in den Mund gelegt worden. Stammt im Original von Josephine Baker.
Würde aber auch zum US-amerikanischen Filmproduzenten Weinstein passen. Die Aufklärung über sein Verhalten gegenüber  Schauspielerinnen war einer der Auslöser der #meetoo-Debatte.

Michael Moor: Fahrenheit 11/9


Wäre ich nicht zum Kino verabredet, ich wäre heute nicht mehr raus gegangen. So aber war ich in Michael Moors Fahrenheit 11/9. Und der Wunsch zu erfahren, wie das Unglück Donald Trump geschehen konnte zog mich doch noch raus.

Der Film war mehr als erschreckend. Ich wußte, daß in den USA viel im Argen liegt. Aber das es so schwierig und schlimm ist, überstieg bislang meinen Horizont.
Auch Expräsident Barrack Obama kam ganz schlecht weg in diesem Film.
Geglänzt haben die Jugendlichen Amerikas. Sie haben eine Massendemo auf die Beine gestellt, um gegen Waffengewalt und die herrschenden Waffengesetze zu demonstrieren.
Ich glaube, noch ist nicht alles verloren.

4 comments On 365 days of Blogging– 30

  • Fahrenheit 11/9 hat mich auch sehr erschreckt. Bin selten aus einem Film mit so einer Stimmung raus. :-(
    Danke fürs Teilhabenlassen an Deinem Tag ;-)

    • Hallo Herr S.,
      Danke für’s regelmäßige Mitlesen.
      Ich konnte kaum einschlafen, weil es so absurd ist, wie Menschen mit Menschen umgehen!!

  • Dafür habe ich auch null Verständnis. Dass meine Kinder ständig ihre Socken Zuhause ausziehen (Hausschuhe besitzen sie schon gar nicht mehr). Ich halte es ohne Socken UND Schuhen gar nicht aus und bin jetzt am Kämpfen, dass sie ihre ausgezogenen Socken auch wieder wegräumen… KINDER!
    Liebe Grüße
    Jutta

    • Das Aufräumen der ausgezogenen Socken. Oh j, davon kann ich ein Lied singen. Und lege noch Pullover obendrauf.
      Liebe Grüße :-)

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