Früher sagte man wohl „Das Kind ist nicht Fisch und nicht Fleisch“ und meinte damit den Zustand zwischen dem Kleinkind- und dem Schulkindalter.
Eine Zeit in der sich nicht nur die Kinder verändern: Sie haben oft extreme Wachstumsschübe, die ersten Zähne fallen aus und die Gefühlsentwicklung ist ähnlich rasant wie in der Trotzphase.
Als meine Kinder in dem Alter waren, wußte ich noch nicht, daß diese Phase auch einen Namen hat: Wackelzahnpubertät.

Von eigenen Herausforderungen zum emphatischen Rategeber

Die Journalistin Andrea Zschocher, Mutter von drei Kinder, war es leid immer wieder von den turbulenten Wellen dieser Entwicklungsphase überrollt zu werden und begann zu recherchieren, ob dieses Phänomen ausschließlich in ihrer Familie vorkommt, oder ob das ein generelles Phänomen kindlicher Entwicklung ist.
Sie befragte andere Eltern, Zahnärztinnen und andere Fachfrauen zum Thema und dabei wurde deutlich: Nein, das ist keine Herausforderung, die alleine sie meistern muß, vielen Eltern geht es genauso.
Ihre Recherchen bei Fachleuten und Eltern und die eigenen Erfahrungen hat Andrea, die auch regelmäßig über ihre Erlebnisse mit der Familie schreibt, in ihrem Buch „Nicht mehr klein und noch nicht groß- Der liebevolle Ratgeber für die Wackelzahnpubertät“ aufbereitet.

Es ist nur eine Phase

Spätestens seit der Lektüre Remo H. Largos Babyjahre wissen Eltern um die Phasen der kindlichen Entwicklung. Das zu wissen hilft in der akut anstrengenden Situation nicht wirklich, aber tief im Inneren wissen Eltern, daß alles irgendwann vorbei ist.
Etwa zwischen dem fünften und dem elften Lebensjahr bewegt sich ein Kind auf dem Pulverfaß Wackelzahnpubertät.
Alles verändert sich. Sowohl die inneren Umstände wie das Ausfallen der Zähne oder schubweises körperliches Wachstum, als auch die äußeren Lebensumstände ändern sich. Meist ist das letzte Kindergartenjahr angebrochen und das Kind sieht einer unbekannten und ungewissen Zukunft entgegen.

Alarm, die Wackelzähne kommen.

Ich erinnere mich noch an den ersten ausgefallenen Zahn. Was war mein Kind stolz, daß es nun endlich endlich „Schulzähne“ bekommen würde.
In ihrem Buch hat Andrea ganz bewußt ein ganzes Kapitel über Zähne aufgenommen. Diese ganzen Infos haben mir damals gefehlt. Hätte ich zum Beispiel damals das Phänomen „Kreidezähne“ bereits gekannt, wäre ich beim Zahnarzt nicht so ängstlich und besorgt gewesen, als es entdeckt wurde.
Prima sind auch die Tipps, wie ich schnell und beinahe schmerzlos Wackelzähne entfernen kann.

Abnabeln – das gilt auch für Eltern!

Nicht nur die Kinder haben in diesem Alter Wachstumsschmerzen. Bei der Lektüres dieses Buches wurde mir am Ende klar, daß auch Eltern eine Art Schmerz erleben. Es sind stürmische Zeiten: Oft gibt es Streit mit den Eltern, bei dem die Kinder testen, was Erwachsene aushalten. Sie erweiteren ihren Aktionsradius und fordern mehr Freiheiten. Das alles auszuhalten ist für Eltern sicherlich kein Kinderspiel.
Mir hat es geholfen zu wissen, daß es anderen Eltern ganz ähnlich ergeht und das wirklich nur eine Phase ist.

Infos zum Buch

Nicht mehr klein und noch nicht groß- Andea Zschocher

Nicht mehr klein und noch nicht groß: Der liebevolle Ratgeber für die Wackelzahnpubertät. Mit Tipps von der Kinderzahnärztin und Erfahrungsberichten vieler Eltern

Andrea Zschocher

Umfang: 148 Seiten (8 Farbseiten, zahlreiche s/w-Fotos)
Format: 15,5 x 22 cm
Ausstattung: Paperback

ISBN: 978-3-99082-043-8




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