Anne Mäusbacher & Kids for the Ocean {Verlosung}

Anne Mäusbacher mit ihrem Buch Kids for the Ocean

Anne Mäusbacher ist Umweltaktivistin. Sie gründete 2015 die Initiative „Beach Cleaner“, schrieb ein Buch für Kinder und engagiert sich auch beruflich für das Thema Nachhaltigkeit. Anne Mäusbacher: Umweltaktivistin, Autorin und Weiterdenkerin Zum ersten Mal traf ich Anne Mäusbacher auf der Fairgoods/Veggienale 2017 in Nürnberg auf AEG beim Workshop „Zero Waste leben und unverpackt einkaufen in … Weiterlesen

Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben – Rezension

Uta Allgaier_Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben

Was haben diese Bücher gemeinsam: Jedes Kind kann schlafen lernen, Die Verwöhnfalle, Die Mutter des Erfolgs oder Warum unsere Kinder Tyrannen werden?.Sie sind wohl einige der schlimmsten Bücher, die geschrieben wurden, um das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern zu manipulieren. Schlimm, weil in den Ratgebern postuliert wird, daß Eltern ihre Kinder in irgendeiner Form in … Weiterlesen

Nicht mehr klein und noch nicht groß! – Rezension

Nicht mehr klein und noch nicht groß

Früher sagte man wohl „Das Kind ist nicht Fisch und nicht Fleisch“ und meinte damit den Zustand zwischen dem Kleinkind- und dem Schulkindalter.Eine Zeit in der sich nicht nur die Kinder verändern: Sie haben oft extreme Wachstumsschübe, die ersten Zähne fallen aus und die Gefühlsentwicklung ist ähnlich rasant wie in der Trotzphase.Als meine Kinder in … Weiterlesen

Blogparade: „Europa und das Meer – Gemischte Gefühle

#DHMEER

Die Blogparade Europa und das Meer dreht sich um das Leben am Meer. Welche Bilder kommen einem in den Sinn, wenn man ans Meer denkt?
Ich finde es richtig spannend, denn je länger ich darüber nachdenke, desto unterschiedlicher werden meine Assoziationen. Und vielleicht auch emotionaler.

Das Meer als Sehnsuchtsort

Direkt nach dem Abitur 1999 zog ich in ein norwegisches Internat. Ich war 19 und es war meine erste große Reise. Ohne tiefergehende Norwegischkenntnisse zog ich mit einem riesigen Rucksack und einem Koffer los. Gemeinsam mit meinen Eltern bis Hirtshals, danach alleine mit der Fähre nach Kristiansand in Südnorwegen.

DHMMeer_Auf der Fähre
Die Überfahrt nach Norwegen – Unter Tränen

Meine Familie stand am Kai und winkte mit dem weißen Taschentuch. Ich heulte Rotz und Wasser und zweifelte an meiner Entscheidung alleine ins Ausland zu gehen. Und was, wenn die Fähre unterginge? Das war eine meiner tiefer liegenden Ängste, die etwas mit der Geschichte meiner Familie zu tun hat. Dazu komme ich später. Als dann noch über Lautsprecher mein Name ausgerufen wurde -wer bitte kennt mich denn hier?- war die Panik perfekt. Aber alles war in bester Ordnung: Die Lehrerin, die mich auf der norwegischen Seite in Empfang nehmen sollte, ließ mir ausrichten, daß sie sich verspäten würde. Aber sie käme auf jeden Fall. Puh. Es wartet jemand auf mich. Jetzt konnte ich mich freuen.
Diese Überfahrt war für mich ein Symbol der Freiheit, des Erwachsenwerdens. Dieses Jahr auf der Folkehøgskole Sørlandet, die damals noch Birkeland Folkehøgskole hieß, hat mich für das ganze Leben geprägt:
In dieser Zeit hatte ich auch das erste Mal Kontakt zu Flüchtlingen. Es war die Zeit der Balkankriege. Hörte mir Geschichten von Überfällen, Morden, Vertreibung und Flucht an. Lernte Menschen kennen, die selbst getötet haben. Konnte kaum die Geschichten ertragen. In meiner Klasse wurden Menschen aus über 20 Nationen unterrichtet und ich bekam Einblick in fremde Kulturen und fremde Ängste. Ein Mädchen aus Afrika durchlebte jede Nacht aufs Neue, wie ihre Schwester von Rebellen erstochen wurde.
Viele der Ausländer, die von anderen Kontinenten kamen hatten Schwierigkeiten sich an fremde Speisen, das Klima und die Sprache zu gewöhnen. Dort erlebte ich aber auch, wie man sich einander annähert, Konflikte löst und wie eine Gemeinschaft jedem Einzelnen eine Stütze sein kann.
In dieser Zeit war ich das erste Mal für länger Ausländerin und bekam einen völlig anderen Blick auf meine Heimat. Ich wurde mit der düsteren Vergangenheit meines Volkes konfrontiert, dachte über meinen Anteil an der Kollektivschuld nach und spätestens zu diesem Zeitpunkt war meine politische Einstellung sonnenklar.

Was hat das nun mit Meer zu tun?

Während meines Auslandsjahres war ich sehr viel am Meer, was in Norwegen von keinem Punkt aus schwierig zu erreiche ist. Ich konnte stundenlang am Ufer sitzen, in die Wellen blicken und meine Gedanken schweifen lassen. Das Meer steht für ein Gefühl der Freiheit, der Verbundenheit mit Menschen aus der ganzen Welt. Mit Erfahrungen als junge Erwachsene, die mein Leben geprägt haben. Für Erfahrungen, die ich jedem Menschen wünsche, denn der Perspektivenwechsel erdet ungemein.
Wenn ich heute am Meer bin, ist das auch immer wieder eine Erinnerung an diese Zeit. An die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, die mein Leben so stark geprägt haben.

Das Meer hätte mich beinahe verhindert.

Die folgende Geschichte kann ich sicherlich nicht faktengetreu widergeben, falls historische Fehler auftreten, bitte ich das zu verzeihen.
Als der zweite Weltkrieg ausbrach, lebte die Familie meiner Mutter in der (ost)preußischen Stadt Königsberg, die heute russisch ist und den Namen Kaliningrad trägt. Kurz nach Kriegsbeginn bekam das junge Ehepaar das erste Kind, auf den Tag genau drei Jahre später wurde meine Mutter geboren. Meine Großmutter hatte knapp zwei Wochen zuvor also die schweren Bombenangriffe durch die Sowjetunion und England unbeschadet überlebt.
Mein Großvater war meines Wissens nicht anwesend, man erzählt sich, daß er Brücken für die Flüchtlinge baute.
Anfang 1945 wurde Ostpreußen von der Sowjetunion vom restlichen Deutschen Reich abgeschnitten und spätestens dann war Königsberg nicht mehr sicher. Schön länger kämpfte die Familie ums Überleben und der letzte Ausweg war die Flucht über die Danziger Bucht.
Ende Januar erreichten die Frauen (nach meiner Information waren keine Männer dabei) und die beiden Kleinkinder Gotenhafen (heute poln. Gdynia), von wo aus sie mit der Wilhelm Gustloff, einem Kreuzfahrt- und Kriegsschiff, über das Meer reisen wollten.
Die Wilhelm Gustloff lief am  30. Januar 1945 gegen 13:10 Uhr in Gotenhafen ab. Gebaut war das Schiff für 1.463 Passagiere. Es gibt keine exakten Aufzeichnungen, aber Augenzeugen sprechen von bis zu 10 000 Passagieren an diesem Januartag.
Um 21:16 Uhr ließ der sowjetische U-Boot Kommandant, Alexander Iwanowitsch Marinesko vier Torpedos auf das Schiff abschießen, von denen drei den Bug der Wilhelm Gustloff trafen. Das überbeladene Schiff mit viel zu wenigen Rettungsbooten sank etwa 23 Seemeilen vor der pommerschen Küste, wo um 22:15 Uhr über 9000 der Passagiere in den eisigen Fluten den Tod fanden.

#DHMMEER Kriegsschiff Wilheml Gustlow
[Quelle: Wikipedia] Das “Kraft durch Freude” Kreuzfahr- und Kriegsschiff Wilhelm Gustlow. Von drei sowjetischen Tornados kriegsrechtkonform versenkt.
Diese Schiffskatastrophe ist bis heute die mit den meisten Opfern (im Vergleich: Titanic: 1495)
Der geneigte Leser weiß, daß meine Mutter nicht auf dem Schiff war. Es gab keine Karten mehr für die Überfahrt und die Familie wollte sich mit dem vier Monate alten Säugling nicht einfach an Bord quetschen. Gesundheitlich ging es den beiden kleinen Kindern nicht sehr gut. Es gab viel zu wenig zu Essen, und meine Urgroßmutter mußte meiner Mutter das Essen vorkauen, um sie vor dem Verhungern zu bewahren.
Später wurde die Familie auseinander gerissen. Das dreijährige Kind überquerte zusammen mit der Tante das Meer, meine Mutter und die Großmutter mußten ein anderes Schiff besteigen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was die Trennung für Mutter und Kind bedeutete. Gerade in Anbetracht der vorangegangenen Schiffskatastrophe.
Wer mehr dazu lesen möchte, vor allem fundierter, denn ich kann nur Erzählungen nacherzählen, dem empfehle ich das Projekt LeMO des Deutschen Historischen Museums (das auch Veranstalter dieser Blogparade ist). Das habe ich bei meiner Recherche zu den Ereignissen entdeckt. In der Kategorie Zeitzeugen bekommt man die Infos und Emotionen aus erster Hand.

Was hat das nun mit Meer zu tun?

Für mich sind Freude und Schrecken in Bezug auf das Meer immer verbunden. Als Kind hat mich die Geschichte der Flucht immer sehr fasziniert und dieses “um ein Haar” erfüllt mich heute mit großer Dankbarkeit, daß es mich gibt. Ich stellte mir oft vor, wie es ist im eiskalten Meer zu ertrinken und hatte jedes Mal Respekt davor auf ein Schiff zu steigen.
Und die Gedanken an die Flucht 1945 steigen immer dann auf, wenn wieder Debatten über Rettungseinsätze an Europas Außengrenzen geführt werden.

 

Lesetipps #DHMEER

Diese Blogparade hat bis dato sage und schreibe 107 (!!) Beiträge und zeugt von einer hohen Emotionalität was das Thema Meer und Europa angeht. Und davon, daß die Kulturbloggerin  Tanja Praske weit über ihre Bloggerblase hinaus Menschen zum Mitmachen bewegt hat. Ganz im Sinne der Vernetzung.

Ich habe längst noch nicht alle Beiträge gelesen. Aber ich bin schon über einige Perlen gestolpert, die ich ausdrücklich empfehlen kann:

Zur Flüchtlingsproblematik schreibt Claudia Wagner: Im Meer ertrinken Menschen und unsere Menschlichkeit, Astrid schreibt dazu: Seitdem wieder Menschen über die Meere kommen, aus Krieg und Not und Unterdrückung, taugen diese Ideen & Ideale aber auf einmal manchen in Europa nichts mehr. Langsam, aber sicher entledigen sich allerorts Europäer lautstark und dominant der Tabus und der Überzeugungen, die so lange und aufgrund historischer Erfahrungen gewachsen sind.

Erinnerungen und erlebte Geschichten rund um das Meer findet man z.B. bei Peter G. Spandl. Er erzählt, wie sein VW-Bus auf dem Weg zum Meer brannte, und woher eigentlich das Salz kommt (wer hat’s erfunden? Die Norweger). Ulrike Bielke scheibt in Das Meer, mein blaues Band wie sich die Liebe zum Meer durch ihr Leben zieht und sie zur GPS-Expertin wird.
Ricarda hat schon viel gesehen und ist Verliebt in das Meer! Ich muß jetzt dringend mal nach Albanien!

Alltagsbezug fand ich bei Dr. Alexandra Hildebrandt, die von den Menschen erzählt, für die das Internet eine Art Meer ist und die es wie Columbus entdecken.
Franz Neumeier, der beruflich auf allen Meeren der Welt unterwegs ist beschreibt das Desaster Umweltverschmutzung und schließt seinen Text mit der Aufforderung: Das Leben ist schön. Die Welt ist schön. Lasst uns das konsequenter bewahren! und hat ein geniales goldenes Meeresbild, daß genau das auszudrücken vermag!

Kunstbezug: Matthias J. Lange bringt den wohl etwas exzentrischen Maler William Turner in die Blogparade. Dieser hat sich bei Sturm angeblich an einen Schiffsmast fesseln lassen, um die Naturgewalten am eigenen Körper zu spüren.

Macht auch hier mit!

Während ich mich weiter durch die Beiträge lese und später meine Lesetipps ergänze, möchte ich hier auf die nächste Blogparade überleiten: Die Bloggerkonferenz denkst in Nürnberg (Deren Mitveranstalterin ich bin) veranstaltet zusammen mit dem Museum für Kommunikation und Tourismus Nürnberg eine Blogparade zum Thema #medienkompetent:

Wir laden Blogger und Schreibende aller Couleur und Richtungen zur Blogparade ein! Wir wünschen uns vielfältige Tipps, Sichtweisen und Austausch untereinander zum Thema Medienkompetenz. Weil es uns alle betrifft: #medienkompetent

 

Einfach loslaufen – (M)eine Buchempfehlung

Buchempfehlung: Einfach Loslaufen Svenja Bellas

Es ist Zeit hier ein Buch vorzustellen, das ich schon toll fand, als ich nur das Cover sah. Es zog mich hinein in das Bild, das irgendwo im skandinavischen Fjell aufgenommen worden sein mußte. Über diese Brücke möchte ich gehen. Vielleicht lag es auch an meiner immerwährenden Sehnsucht nach Norwegen, daß ich mir das Buch gleich bestellte. Es heißt Einfach Loslaufen von der Journalistin Svenja Beller und dem Fotografen Roman Pawlowski.

Die Idee: Ganz einfach loslaufen

Den Rucksack packen und los. Ganz ungeschützt, ohne die Blechhülle eines Autos, Zuges oder Flugzeuges. Völlig unspektakulär liefen die beiden Autoren Svenja Beller und Roman Pawlowski im Süden von Hamburg einfach los. Das Ziel nach Norden. Der Weg war das Ziel. Die einzige Beschränkung: Der Zeitraum von zwei Monaten.

Die Reisevorbereitung: Minimalistisch

Rucksack ein und ausgepackt, bis sie sich mit dem Gewicht arrangieren konnten. Mehr Vorbereitung trafen die Beiden bewußt nicht. Sie wollten den Orten möglichst unvoreingenommen begegnen. Am aufwändigsten war tatsächlich die Zusammenstellung des Equipment: Sie mussten auf jedes Wetter und jede Situation vorbereitet sein und gleichzeitig das Gewicht ihrer Rucksäcke so gering wie möglich halten.

Einfach Loslaufen Bild der Seite 2+3
Der Rucksack. Mehr Gepäck gibt es nicht: Nur einen Rucksack pro Person. (Einfach Loslaufen Seite 2/3)

Ich fragte die beiden Autoren, weshalb sie „raus aus dem Internet“ wollten und beschlossen hatten, während ihrer Reise auf Smartphone und Tablet zu verzichten:

Wir haben bewusst keine Smartphones mitgenommen, weil sie uns davon abgehalten hätten, uns voll und ganz auf unsere Umgebung einzulassen. Auf ihnen hätten wir Wege und Infos nachschauen, mal schnell eine Nachricht nach Hause schicken oder bei Wartezeiten im Internet herumscrollen können. So waren wir gezwungen, andere Menschen um Hilfe zu bitten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, und das war ja genau das, was wir wollten.

Reiseroute aus Einfach Loslaufen
Die Route von Hamburg über Dänemark und Schweden hinauf bis ins Norwegische Tromsø (Einfach Loslaufen Seite 1)

Unterwegs: Passiert gar nichts und doch so viel

Die Autoren nehmen uns mit in die unterschiedlichsten Landschaften und zu den verschiedensten Menschen. So zum Beispiel die Begegnung mit Rita und ihre Chefin Britta, die eine kleine Eisfabrik auf Skarö betreiben. Wußtet Ihr, daß in Skandinavien das meiste Speiseeis in Europa gegessen wird?

Wir kommen vorbei an Christiania, dem autonomen Stadtteil von Kopenhagen. Hier baut jeder wie er möchte sein Traumhaus. Auch sonst ist das Leben dort eher untraditionell und viel freier als anderswo.

Tünnbröd Bäcker Lars in Einfach Loslaufen
Hinter ein paar Hügeln am See bäckt Lars sein Bio-Tünnbröd. Immer im Frühling und Herbst (Einfach Loslaufen Seite 110)

In Göteborg treffen wir Andreas und Lars, die in der Wohnung eines Freundes wohnen und mit denen sie eine Flasche Wodka leeren. Örjan, der die beiden Reisenden in seinem Elektroauto mitnimmt, arbeitet eigentlich an als Flugzeugtechniker an der russisch-norwegischen Grenze und bezeichnet sich eigentlich als unsozial, aber offen für Anhalter.

Christa- Bild aus Einfach Loslaufen
Christa aus Den Haag findet ihre Freiheit im Tantra (Einfach Loslaufen Seite 85)

Oder da ist Solomon, der fünf Jahre zuvor nach Norwegen gekommen ist und das Land so friedlich findet.

Die Themen, mit denen sich die Menschen im Norden beschäftigen sind so unterschiedlich, wie die Charaktere, die die Autoren dort oben vorfinden: Überfremdung, Einsamkeit, der Zweite Weltkrieg.

Neugierige Fragen: An die Autoren

Mich haben die Herangehensweise an die Reise, die leisen Töne und die lauten Bilder berührt und bewegt. Und ich hatte Fragen, die ich den Autoren auch stellen durfte:

Gab es einen Zeitpunkt, an dem Ihr die Reise am liebsten abgebrochen hättet?

Nein, ganz im Gegenteil: Wir wären gerne noch weiter gereist.

Zitat aus dem Buch Einfach Loslaufen
Man kann die Ungeplantheit als anstrengend empfinden, wir empfinden sie aber als leicht und frei … (Einfach Loslaufen Seite 179)

Wo war es am einfachsten zu den Menschen Kontakt aufzunehmen?

Generell war eine schöne Erkenntnis unserer Reise: Nette Menschen gibt es überall und die meisten freuen sich, anderen zu helfen. Ganz besonders positiv überrascht waren wir aber von Dänemark: Dort verbrachten wir viel mehr Zeit als anfangs gedacht, weil wir so viele tolle Menschen kennengelernt haben, auch das Trampen war dort überhaupt kein Problem.

Wie haben Euch die Menschen wahrgenommen?

Die meisten Menschen fanden unsere Art zu reisen toll und haben sich gefreut, uns zu helfen. Zum Beispiel schrieben uns Maria und Michael, ein Lehrerpaar aus Dänemark, folgende Zeilen per Postkarte: „Wir hatten das Glück jungen Leuten wie euch zu begegnen, die eine Idee repräsentieren und ausleben: Das Leben und die Menschen sind gut und helfen gerne! Eure Reise nach Tromsø ist der lebende Beweis dafür. Euch zu treffen wurde die Sommer-Geschichte bei uns. Wir haben oft über euch erzählt an Freunde und Familie, und danach an euch gedacht, ob es euch gut geht.“

Hat Euch die Reise verändert?

Die Reise hat unser Menschenbild positiv beeinflusst. Wir haben bei Leuten aus allen Gesellschaftsschichten geschlafen, mit ihnen gegessen, diskutiert und gelacht. Das hat uns noch offener für Menschen gemacht, mit denen man auf den ersten Blick glaubt nichts gemein zu haben.

Welche Station ist rückblickend die Schönste gewesen?

Den einen schönsten Ort gibt es nicht. Wir haben so viele tolle und sehr unterschiedliche Dinge erlebt, dass wir dazwischen nicht werten können. Wir sind mit einem Segelschiff getrampt, tanzten auf einem Konzert auf einer Bergspitze, haben die Nordlichter gesehen, bekamen von einem Imker selbstgemachten Honig geschenkt, zelteten an einsamen Seen, wanderten zu einem Gletscher, redeten mit unseren Gastgebern die Nächte durch, sahen den weltgrößten Troll, lernten von einem Fischer das Angeln – und noch viel mehr.

Könnt Ihr Euch vorstellen auch andere Regionen auf diese Weise zu bereisen?

Auf jeden Fall, ein paar Regionen haben wir dafür auch schon im Kopf…

Was das Buch ist. Und was es nicht ist.

Für jeden bedeuten Bücher etwas Anderes. Für mich ist das Buch Einfach Loslaufen schon alleine durch die feinen Texte und die starken Bilder ein Kunstwerk.
Der Fokus liegt auf den Menschen und ihren Eigenarten. Auf den Besonderheiten der natur- unabhängig von Ländergrenzen.

Das Buch ist sicherlich kein Reiseführer, sondern eher Kritik an der modernen Reisekultur, bei der es nur um Sightseeing und nichts über das perfekte Foto geht. Gut, um sich mit dem Selfie-Stick davor zu stellen und ein paar Selbstportraits zu schießen (S.65) Was die Touristen eigentlich an diesen Orten wollen, wissen sie so recht nicht.
Svenja und Roman sehen ihre Reise als Gegenentwurf zu dem Touristenstrom, der sich durch den Rest Kopenhagens wälzt. Zu der Jetterei an die angesagtesten Destinationen dieser Welt (S.72). Dazu kann ich den Artikel von Catherine Hoffmann in der SZ empfehlen: Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen.
Es ist außerdem eine “Reise in fremde Leben”, die Menschen, die sie trafen,  haben den Autoren nicht nur ihre Türen geöffnet, sondern auch aus ihrem Leben erzählt und sie daran teilhaben lassen.

Infos zum Buch

Einfach Loslaufen von Svenja Beller und Roman Pawlowski, Dumont Reiseverlag ISBN 9783770188857

Einfach Loslaufen – Eine Reise in fremde Leben. Von der Haustür in den hohen Norden

Svenja Bellert, Roman Pawlowski

Dumont Reise Verlag
ISBN: 9783770188857
201 Seiten

Und weil ich das Buch so genial finde, darf ich es hier 2x verlosen!

Ihr könnt das Buch gewinnen!!

Weil ich das Buch so toll finde, hat mir der Dumont Verlag zwei Exemplare zu Verfügung gestellt. Wenn Ihr eines gewinnen möchtest, müßt Ihr mir in den Kommentaren folgende Frage beantworten:

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Reisen für Euch?

So könnt Ihr gewinnen:

  • Kommentiert unter dem Beitrag und beantwortet die Frage wie wichtig Nachhaltigkeit für Euch beim Reisen ist.
  • Für jeweils ein Extralos kommentiert ihr auch bei Facebook und/oder Instagram.
  • Folgt mir gerne auch bei Facebook und/oder Instagram. (Keine Bedingung)
  • Schnell sein: Das Gewinnspiel läuft nur bis zum 13.06.2018 um 22 Uhr.
  • Die Gewinner werden unter diesem Artikel bekannt gegeben und sollte sich binnen 10 Tage melden.
  • Teilnahme für reale Personen, über 18, aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Datenschutz: Wenn die Gewinner ermittelt sind, gebe ich die Kontaktdaten an den Dumont-Verlag weiter. Von dort werden die Bücher versendet.

G E W I N N S P I E L B E E N D E T!

!Gewonnen haben Norbert Wild und  Monika!

 

Freitagslieblinge mit Pfannkuchen, Kindheitserinnerungen und Wasser in Buchform

Freutagslieblinge vom 18. Mai 2018

Man sollte öfter innehalten und die guten Momente des Lebens genießen. Da ich festgestellt habe, daß mir das nicht immer gelingt, möchte ich wieder bei Annas Aktion Freitagslieblinge mitmachen, die mich animiert achtsamer meine Woche zu erleben.
So habe ich immer wieder einen Merker für mich.

Lieblingsessen

Das Lieblingsessen der Kinder sind eindeutig die Freitagspfannkuchen, die es einmal wöchentlich bei uns gibt. Dieses Mal in der Ferienedition: Wir freuen uns auf zwei Wochen Pfingstferien, auf Familienzeit, auf Ausschlafen und Zeit für sich. Ja, auch Kinder brauchen Momente, die nur ihnen gehören.

 

Pfannkuchen unser freitägliches Essen.

Lieblingsmoment mit Kind

Ich muß zugeben, ich genieße es momentan mit nur einem Kind unterwegs zu sein. Alles scheint so easy, wenn ich mich voll und ganz auf eines konzentrieren kann. Und das Kind genießt es dann auch mit Mama alleine sprechen zu können. Keiner gackert dazwischen, volle Aufmerksamkeit.
Ich hatte einen Termin in der Stadt und nahm die Große mit. Weil wir schon mal unterwegs waren, wollten wir gleich Hosen kaufen. Unmöglich wie das Kind in letzter Zeit gewachsen ist. Und unmöglich, wie die Hosen geschnitten sind. Und ebenso blöd: Ich kann nicht auf die Schnelle nachvollziehen, woher die Klamotten kommen. Deswegen kaufe ich wenn nötig lieber online, dort kann ich mir die Infos zusammensuchen.

Ich mag Klamottenkaufen nicht. Aber wo wir schon mal in der Stadt waren…

Lieblingsmoment für mich

Diese Woche war ich bei meinen Eltern im Keller und fand meine alte Ledertasche. Sofort kamen Erinnerungen hoch. Wie ich auf diese Tasche sparte, wie sie dann doch nicht so bequem zu Tragen war und wie ich sofort wußte, daß die Große voll darauf abfahren würde. Sie muffelt ein bißchen nach Keller, doch die fast 30 Jahre sieht man ihr nicht an. Qualität und Langlebigkeit sage ich nur.

Meine alte Schultasche! ich glaube ich war damals 15 und habe meine ganzen Ersparnisse in diese Ledertasche gesteckt.

Lieblingsbuch der Woche

Wer Die Geschichte der Bienen gelesen hat und es toll fand, der wird auch das neue Buch von Maja Lunde mögen: Die Geschichte des Wassers: Was wäre wenn es plötzlich kein Wasser mehr gäbe?

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit. [Randomhousewebsite]

Ich bin noch nicht ganz durch, aber schon gefesselt.

Inspiration der Woche

Meine Inspiration der Woche habe ich bei Sophie auf ihren Blog BerlinFrekles gefunden. Sie fragt sich, Wie entspannt man Urlaub mit anderen Familien machen kann. Wir haben schon gute und weniger gute Erfahrungen beim Reisen mit anderen Familien gemacht. Von den guten habe ich zum Beispiel hier geschrieben. Demnächst erzähle ich euch noch, wie es letzten Sommer in der Toskana war.
Wie ist das bei Euch? Reist ihr lieber im Pulk oder alleine?

Immer einen Klick wert: der Blog von Sophie Lüttich aka Berlinfrekles.

 

Habt ihr schon die anderen inspirierenden FreitagsArtikel bei Berlinmittemom gelesen?

 

Zwischen den Jahren

Mein größter Wunsch für das Jahresende war  Ruhe. Ein Tag ohne Müssen, Sollen und Ansprüche an mich.
Denn es war an der Zeit das das alte Jahr revue passieren zu lassen und nachzuspüren, was ich vom neuen Jahr erwarte.
In Norwegen heißt die Zeit zwischen den Jahren Romjul und wir nahezu genauso zelebriert wie das Weihnachtfest selbst.
Dank meiner Familie war tatsächlich ein Betttag drin. Ein Tag zum Träumen, Nachdenken und Lesen. Denn das kam tatsächlich 2017 viel zu kurz.

Sonnenschein, Kaffee und Bücher. Ganz viele davon. Dann kommen die Gedanken und der gedanklicher Jahresrückblick.

Und was ist mit 2017?

Das vergangene Jahr war ein gutes. Denn ich hatte viel mit Menschen zu tun.
Ich traf viele Menschen, die für ihre Themen brennen. Auch wenn es nicht immer meine eigenen Themen sind, ist mir der Austausch und das miteinander denken sehr wichtig.
Das eröffnet mir selbst neue Sichtweisen und ich kann meine eigenen Ein- und Vorstellungen reflektieren.
Rückblickend muß ich mir eingestehen, daß ich immer genau dann gescheitert bin, wenn ich mir nicht ganz sicher war, was genau ich wollte.
Daß immer genau dann negative Kommentare von Anderen mich trafen, wenn ich selbst unsicher war ist eigentlich klar. Genauso wenig kamen erst gemeinten Komplimente an.

Jetzt im neuen Jahr, werde ich mich mal mit Muße hinsetzen und genau überlegen, welche Prioritäten für 2018 sinnvoll erscheinen. Natürlich auch, damit ich Pläne habe, die ich alle wieder über den Haufen werfen kann.
Ein Plan steht aber schon felsenfest: Ich möchte in diesem Jahr mehr Museen erleben. Mal mit mal ohne Kinder. Mal mit Freunden oder auch mal ganz alleine. Darauf freue ich mich und bin gespannt, was mich erwartet.

Meine Zwischen-den-Jahren-Bücher

1. Nicht nur zum Nachdenken, auch zum Lesen habe ich den einen Tag im Bett verwendet.
Als erstes muß ich mich als Instagramopfer outen. Schon lange folge ich Christian Huber auf Instagram, wußte aber nicht, wie bekannt er eigentlich ist. Über 40k Follower auf Twitter und jetzt gibt es auch noch dieses überaus lustiges Weihnachtsbuch von ihm.
Ich sah es erst auf Instagram, dann in der Bahnhofsbuchhandlung an der Kasse. Marketing geglückt.


7 Kilo in 3 Tagen
Über Weihna
chten nach Hause

Darum geht’s:
Bastian fährt aus der Großstadt nach Hause in die Kleinstadt, wo er in seinem Kinderzimmer übernachtet, alte Freunde auf ein zwei drei Bier trifft, zu denen er das ganze Jahr über keinen Kontakt hat.
Seine Mutter mästet ihn mit Weihnachtsgans und Plätzchen, während sich sein Vater um seine seelische Verfassung sorgt: Zur Bescherung trifft Bastian nämlich das erste Mal seit der Trennung auf seine Ex-Freundin. Die ist jetzt mit seinem Bruder zusammen …

7 Kilo in 3 Tagen
Christian Pokerbeats Huber
Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2017
ISBN-10: 3499633299


2. Nadine Schubert reist nach wie vor durch Deutschland und klärt Menschen zum Thema Plastik auf. Ihr erstes Buch: Besser Leben ohne Plastik schlug ein wie eine Bombe. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken, wie es mit unserer Gesellschaft und dem Konsum von schnelllebigen Dingen weitergehen soll.

Noch besser leben ohne Plastik

Darum geht’s: Ging es im ersten Buch noch um das “Wie fange ich an plastikfreier zu leben?”, gibt es im neuen Buch weiterführende Tipps, um den Alltag plastikfrei zu gestalten. Allerdings verteufelt Nadine Schubert Plastik nicht generell, denn ein Leben komplett ohne Plastik ist undenkbar. Man denke nur an Geräte wie den Staubsauger. Von den absoluten Plastikfrei-Basics über Zero-Waste-Tipps für daheim und unterwegs bis hin zu plastikfreien Geschenken. Ein Leitfaden, der hilft eigene Gewohnheiten zu überdenken.

Noch besser leben ohne Plastik
Nadine Schubert
Oekom Verlag München, 2017
ISBN-13: 978-3-96006-015-4


3. Ich liebe Krimis. Und ganz besonders norwegische Krimis. Eine meiner Liebsten Autorinnen ist Anne Holt, die ehemalige Justizministerin Norwegens. Diesmal hat sie zusammen mit ihrem Mann Even einen Krimi geschrieben.

Infarkt
Darum geht’s: 

  1. Um einen spektakulären Kunstraub.
  2. Um Doping im Fußballsport
  3. Um Finanztransaktionen und die mögliche Verstrickung des israelischen Geheimdienstes.
    Sehr spannender Thriller und ein Gemeinschaftswerk von Anne und Even Holt.

 

Infarkt
Anne & Even Holt
Piper 2017
448 Seiten
Übersetzt von: Gabriele Haefs
ISBN: 978-3-492-31022-2


4. Einfach loslaufen. Nur einen Rucksack und ein Zelt packen und einfach loslaufen. Das wäre was oder? Einfach der Dinge harren, die da kommen und sich der Situation anpassen. Klingt abenteuerlich?

Einfach loslaufen
Darum geht’s: Die Journalistin Svenja Beller und ihr Freund Roman Pawlowski, Fotograf, gingen auf eine zweimonatige Reise. Sie wollten das Echte entdecken – das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Hässliche, das Angenehme und das Anstrengende.
Ohne Hotelbuchung und mit dem Vorsatz keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, laufen sie los. Nur eins ist klar: auf die Himmelsrichtung hatten sie sich geeinigt: es geht nordwärts.

-> Eines der besten, ergreifendsten und seelenstreichelndsten Büchern, die ich im vergangenen Jahr las. dazu wird es hier sicher auch noch mal eine Rezension geben.

Einfach loslaufen – Eine Reise in fremde Leben.
Von der Haustür in den hohen Norden.
Svenja Beller (Text) / Roman Pawlowski (Fotos)
DuMont Reiseverlag, 2017
ISBN: 978-3-7701-8885-7


5. Wenn ich ein neues Rezept suche, dann schaue ich meistens kurz in meine vorhandenen Koch- und Backbücher, bevor ich doch wieder auf Blogs lande. Liane Bossdorf hat ihren Blog jetzt auch zum (Rezept-) Buch gemacht:

Living the healthy choice
Darum geht’s: Pauline Bossdorf kocht und lebt nach dem Motto  “Living The Healthy Choice” und versucht auf ihrem Blog ihren Lesern eine modernen Ernährung mit unkomplizierten und nähstoffreichen Gerichten schmackhaft zu machen. Vegetarisch, vegan, ohne Zucker und ohne Weizen.

Ich mag ihre Bilder sehr, die Rezepte sind mir persönlich teilweise zu clean und mit Kindern muß ich sie modifizieren.

Living the healthy choice – Einfach und natürlich kochen
Pauline Bossdorf
Edel Germany, 2017
ISBN-13: 9783841905123


 

6. Ich liebe Infografiken und ich liebe Fakten. Zwar bevorzuge ich Gin Tonic, aber hin und wieder sein Wissen über Bier zu erweitern kann nichts schaden:

Unser Bier in Grafiken 100 + 1 Fakten Unser Bier in Grafiken
Das muss jeder Bierliebhaber wissen.

Darum geht’s: Jan Schwochow gilt als der beste Infografiker Deutschlands und hat alles Wissenswertes über unser Bier in diesem Buch dargestellt. Unterhaltsam durchzulesen, aber auch prima als Nachschlagewerk. Ein Muß für alle Bierliebhaber.

Unser Bier in Grafiken 100 + 1 Fakten Unser Bier in Grafiken – Das muss jeder Bierliebhaber wissen.
Jan Schwochow
Karl Baedeker Verlag, 2016
ISBN: 978-3-8297-1783-0


7. Jennifer Hilgerth “kenne” ich auch aus diesem Internet. Die Autorin, die unter ihrem Mädchennamen schreibt, lebte kürzlich noch in San Franzisco, bekam dort ihre Tochter und wohnt seit ganz Kurzem wieder in Deutschland. Sie schreibt unter anderem auf Schriftverkehr.net. Mich hat der Teaser des Buches angesprochen, deshalb kam es gleich auf meine Leseliste.

Tage wie Türkis
Darum geht’s: Tage wie Türkis sind die guten Tage. Amy findet ein altes Tagebuch und gerät in einen inneren Kampf, durch den sie die vergangenen achtzehn Jahre aufarbeitet.

Tage wie Türkis
Jennifer Hilgerth
Books on Demand. 2017
ISBN-13: 9783746046488


8. Sina Trinkwalder ist eine beeindruckende Frau. Finde ich. Sie hat in ihrem Leben schon viel erreicht. Menschen in Arbeit gebracht, ein nachhaltiges Unternehmen gegründet und durch Höhen und Tiefen geführt. Und doch stimmt etwas nicht …

 

Im nächsten Leben ist es zu spät

Darum geht’s: Trotz Erfolg unzufrieden? Man kann die Schuld bei anderen suchen und lamentieren daß es einem schlecht geht. Nicht so Sina Trinkwalder, die Gründerin von Manomama. Es gibt ein Problem? Dann muß man es anpacken, um es aus der Welt zu schaffen. Ehrlich zu sich selbst sein und aktiv werden. Ein Plädoyer es HEUTE anzupacken, denn im nächsten Leben ist es zu spät.

Im nächsten Leben ist es zu spät
Sina Trinkwalder
Droemmer-Knaur 2017
ISBN: 978-3-426-21433-6

 

 

Was habt Ihr so gelesen und wo geht es für Euch 2018 hin?

Nürnberg lädt ein: Lieblingsblogger Treffen 4.0

Es waren einmal zwei Bloggerinnen, die waren sich sehr sympathisch. Sie kannten sich nur über ihre Blogs und durch diverse Emails, die sie hin und her geschickt hatten. Irgendwann war ihnen das aber nicht mehr genug und sie wollten sich im realen Leben treffen. Aber warum alleine treffen, wenn man noch viele andere Lieblingsblogger dabeihaben kann?

Wie kam es eigentlich zum Lieblingsblogger Treffen?

Also luden Annette und Stefi im Jahr 2014 ihre liebsten Blogger (die sie alle nur von ihren Blogs kannten) nach Berlin zum Lieblingsbloggertreffen 1.0 ein. Ich war hin und weg, als ich meine Einladung erhielt. Damals war mein Blog zweieinhalb Jahre alt und ich dachte nur: Das liest jemand? Und mag es auch noch gerne?
Es war ein Fest und ich lernte wundervolle Menschen kennen.
Im darauffolgenden Jahr ging es nach München, dort konnte ich leider nicht dabei sein. 2016 waren wir in Bielefeld und ich mußte feststellen: Bielefeld gibt es ja doch! Und es ist wirklich schön dort.

Lieblingsblogger Treffen 4.0: Nürnberg lädt ein!

Letztes Jahr in Bielefeld planten wir, uns 2017 in Nürnberg zu treffen. Naja da war dann wohl ich zuständig. Aber keine Angst, ich hatte Tanja an meiner Seite, die zufälligerweise auch zu den Lieblingsbloggern gehört und quasi bei mir ums Eck wohnt. Und ich kann nur sagen: es hat richtig Spaß gemacht die eine oder andere kleine Überraschung zusammen mit anderen Nürnbergern zu planen und vorzubereiten.
Aber wie war es denn nun?

Freitag Abend und das erste Treffen

Freitag ist Anreisetag bei den Lieblingsbloggern. Bei manchen ging es schon sehr früh los, wir Nürnberger hatten es da etwas besser.
Am Abend trafen wir uns alle im Restaurant der Bloggerin Jasmin Mengele. Sie führt seit über fünf Jahren die SOULFOOD LowCarberia  und ist erst kürzlich in neue tolle Räume gezogen. Hier wurden wir mit einem strahlenden Lächeln und einem süßen Goodiebag empfangen.

Besuch in der SoulfoodLowcarberia in Nürnberg
li.o:Die SOULFOOD LowCarberia in Nürnberg, li.u.Blogger beim Bildermachen
re.o.: Blogger beim Blogger beim Bildermachen fotografieren, re.u. Leckere Drinks.

Hier konnten wir uns erst mal ausgiebig begrüßen und die Neulinge unter den Lieblingsbloggern willkommen heißen:
Billa (BillasWelt), Cora (Raumideen+), Kebo (KeboHoming), Helga (Holunderblütchen), Tanja (mxliving) und ich begrüßten Christel (Pomponetti), Anja  (Lebenistansteckend) und Renate  (GutesfuerLeibundSeele).
Später in der Hotelbar waren dann alle mittendrin in den Gesprächen und wir mußten viel zu früh abbrechen, da am nächsten Tag ein straffes Programm wartete.

Samstag unter und in Nürnberg

Los geht’s!

Noch lachen sie die Lieblingsblogger. Sie wissen noch (fast) von nichts. Was da wohl auf sie zukommt? Immer die Kamera dabei!

Lieblingsblogger unterwegs in Nürnberg
Los geht’s! Mit der U-Bahn vom Plärrer zum Hauptmarkt. Und wieder: Shoot the Shooter! Aber das Wetter spielt mit und Nürnberg zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von “Nürnberg mit allen Sinnen und an allen Orten erleben”.
Nach einem kurzen Frühstück im Hotel verteilte Tanja die Nürnberg Card an alle Lieblingsblogger. Die wurde von der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg dankenswerter Weise zu Verfügung gestellt (und nein, keine Gegenleistung verlangt). Man muß wissen: Nürnberg ist eine der ersten Städte in Deutschland gewesen, die sich einen eigenen Social Media Manager leistete und ist auch Bloggern gegenüber sehr aufgeschlossen.

Felsenkeller Nürnberg
Und ab geht es unter die Erde. Die Altstadt von Nürnberg ist komplett unterkellert. Am Eingang hängt das Bild eines Bombers aus dem 2. Weltkrieg. Sogar einen Konzertsaal gibt es dort unten.

Für uns wurde eine Führung in den Historischen Felsengängen unter der Stadt Nürnberg gebucht. Viele Touristen wissen nichts von den Bierkellern aus dem Mittelalter, die während der schlimmen Bombardierungen im 2. Weltkrieg den Nürnbergern als Bunker dienten. Danach wurden hier Gewürzgurken unter zweifelhaften hygienischen Bedingungen abgefüllt.
Lustig war, wo sich der Ausgang der Felsengänge befindet …

… Der Ausgang befindet sich mitten im Hof der Hausbrauerei Altstadthof, wo wir sogleich erfahren, daß hier sowohl Whiskey als auch Gin destilliert werden. Und wenn wir schon mal dort sind, probieren wir auch das -für Nürnberg typische- Rotbier.

Altstadthof Brauerei
Die Blogger fotografieren schon wieder!
In der Brauerei wird auch Whiskey hergestellt.

Beim Mittagessen gesellte sich Dipl. Braumeister Reinhard Engel zu uns, der uns allerhand Wissenswertes rund um die Brauerei und seine Leidenschaft das Bier- und Whiskeymachen erzählte. Faszinierend, mit welcher Leidenschaft und welchem Enthusiasmus er seinen Beruf ausübt. Wer mehr über ihn erfahren möchte, hier seine Lebens- und Leidenschaftsgeschichte. Obendrauf gab er uns abschließend noch eine Führung durch das Kesselhaus der Brauerei.

Mittagessen Hausbrauerei Altstadthof
Deftiges Mittagessen im Bräustüberl in der Hausbrauerei Altstadthof, danach Brauereiführung

Jetzt aber schnell weiter: In der Vorderen Sternengasse (schöner Name oder?) wartet meine Freundin Julia auf uns in Evas Teeplantage. Wer sich jetzt fragt, was Tee mit Bloggern zu tun hat, dem sei gesagt Abwarten und Tee trinken ist oftmals ein guter Weg. Wir waren aber bei Julia zu gast, weil sie ein Profi ist, was Bloggen angeht. Selbst betreibt sie erfolgreich zwei Blogs: Geliebte Ordnung und Teepod. Ihr Wissen zum Thema SEO wendet sie in einer Agentur für Online Kommunikation täglich an.
Bei Petit Fours und Tee weiht sie die Lieblingsblogger in das Geheimnis der Suchmaschinenoptimierung ein.

Im Teeladen Evas Teeplantage Vordere Sternengasse Nürnberg
SEO-Workshop bei Julia

Uns schwirrte der Kopf vor lauter Fachbegriffen und neu erlernten Strategien. Die Eine oder Andere wünschte sich ein Glas Prosecco herbei, um die müden Lebensgeister zu wecken. Dem konnte bei unserem nächsten Programmpunkt Abhilfe verschafft werden …

Im Conceptstore “Sein und Haben” werden wir mit Prosecco und zwei strahlenden Lächeln begrüßt.
Bei Sein und Haben in der Theatergasse in Nürnberg. Da ist jemand glücklich mit seinem langersehnten Prosecco! Und ich hab die Nachricht an die Lieblingsblogger an der Wand entdeckt!

Anne-Katherin Staudigel und Dorothea Schütt waren eingeweiht und warteten mit einem Gläschen Prosecco auf die Lieblingsblogger. Ihr kleiner Conceptstore Sein und Haben ist ein Projekt, daß sie mit viel Herzblut betreiben. Das merkt man schon beim ersten Schritt über die Schwelle.
Wir konnten nach Herzenslust stöbern und ich konnte sogar noch meinen Adventskalender um ein paar Kleinigkeiten ergänzen.

Draußen war es bereits dunkel. Langsam merkten alle die Kilometer des Tages in den Beinen und wir machten uns auf den Weg zurück ins Hotel. Einen Espresso und ein paar Minuten Sitzen. Dann schlenderten wir durch die Nacht bis in die Königsstraße, dem Premium Junkfood in der Auguste entgegen. Bei leckeren Burgern und fränkisches Bier war die Stimmung äußerst ausgelassen und wir schmiedeten Pläne für das nächste Lieblingsbloggertreffen in Darmstadt.

Auguste Premium Junkfood Nürnberg
Abendessen bei ausgelassener Stimmung.

Sonntag hieß es Abschied nehmen

Ich wurde von meinen Liebsten mit Kaffee und Geburtstagskuchen zu Hause geweckt und machte mich auf den Weg nach Gostenhof zum Café Mainheim. Ich war hier vorher ncoh nie, werde aber mit Sicherheit wiederkommen. Geniales Frühstück plus leckerer Kaffee. Genau mein Ding!

Frühstück, Blumen und das obligatorische Fußbild

Und zack war das Lieblingsbloggerwochenende in Nürnberg auch schon wieder vorbei. Noch ein Lieblingsblogger-Fußbild und schon sind wir wieder in alle Winde verstreut.
Zurück bleibt ein warmes Gefühl.
Ich habe ein Wochenende mit Lieblingsmenschen verbracht. Mit denen mich so viel mehr vebindet als nur das Bloggen.
Und ich habe durch die Planung so viele tolle Menschen kennengelernt. Nürnberger, die das lieben, was sie tun, die offen sind für neue Kontakte, neue Begegnungen. Schön war’s!

Und ganz viele tolle Bilder und Eindrücke gibt es jetzt auch bei Christel auf ihrem Blog Pomponetti!


Offenlegung: Ich habe alle, die das Lieblingsbloggertreffen unterstützt haben verlinkt. Denn entweder handelt es sich um Freunde oder Empfehlungen, die ich von Herzen ausspreche. Die Nürnbergcard und die Führung durch die Felsengänge wurden uns zur Verfügung gestellt, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten.