Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben – Rezension

Uta Allgaier_Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben

Was haben diese Bücher gemeinsam: Jedes Kind kann schlafen lernen, Die Verwöhnfalle, Die Mutter des Erfolgs oder Warum unsere Kinder Tyrannen werden?.Sie sind wohl einige der schlimmsten Bücher, die geschrieben wurden, um das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern zu manipulieren. Schlimm, weil in den Ratgebern postuliert wird, daß Eltern ihre Kinder in irgendeiner Form in … Weiterlesen

Nicht mehr klein und noch nicht groß! – Rezension

Nicht mehr klein und noch nicht groß

Früher sagte man wohl „Das Kind ist nicht Fisch und nicht Fleisch“ und meinte damit den Zustand zwischen dem Kleinkind- und dem Schulkindalter.Eine Zeit in der sich nicht nur die Kinder verändern: Sie haben oft extreme Wachstumsschübe, die ersten Zähne fallen aus und die Gefühlsentwicklung ist ähnlich rasant wie in der Trotzphase.Als meine Kinder in … Weiterlesen

Blogparade: „Europa und das Meer – Gemischte Gefühle

#DHMEER

Die Blogparade Europa und das Meer dreht sich um das Leben am Meer. Welche Bilder kommen einem in den Sinn, wenn man ans Meer denkt?
Ich finde es richtig spannend, denn je länger ich darüber nachdenke, desto unterschiedlicher werden meine Assoziationen. Und vielleicht auch emotionaler.

Das Meer als Sehnsuchtsort

Direkt nach dem Abitur 1999 zog ich in ein norwegisches Internat. Ich war 19 und es war meine erste große Reise. Ohne tiefergehende Norwegischkenntnisse zog ich mit einem riesigen Rucksack und einem Koffer los. Gemeinsam mit meinen Eltern bis Hirtshals, danach alleine mit der Fähre nach Kristiansand in Südnorwegen.

DHMMeer_Auf der Fähre
Die Überfahrt nach Norwegen – Unter Tränen

Meine Familie stand am Kai und winkte mit dem weißen Taschentuch. Ich heulte Rotz und Wasser und zweifelte an meiner Entscheidung alleine ins Ausland zu gehen. Und was, wenn die Fähre unterginge? Das war eine meiner tiefer liegenden Ängste, die etwas mit der Geschichte meiner Familie zu tun hat. Dazu komme ich später. Als dann noch über Lautsprecher mein Name ausgerufen wurde -wer bitte kennt mich denn hier?- war die Panik perfekt. Aber alles war in bester Ordnung: Die Lehrerin, die mich auf der norwegischen Seite in Empfang nehmen sollte, ließ mir ausrichten, daß sie sich verspäten würde. Aber sie käme auf jeden Fall. Puh. Es wartet jemand auf mich. Jetzt konnte ich mich freuen.
Diese Überfahrt war für mich ein Symbol der Freiheit, des Erwachsenwerdens. Dieses Jahr auf der Folkehøgskole Sørlandet, die damals noch Birkeland Folkehøgskole hieß, hat mich für das ganze Leben geprägt:
In dieser Zeit hatte ich auch das erste Mal Kontakt zu Flüchtlingen. Es war die Zeit der Balkankriege. Hörte mir Geschichten von Überfällen, Morden, Vertreibung und Flucht an. Lernte Menschen kennen, die selbst getötet haben. Konnte kaum die Geschichten ertragen. In meiner Klasse wurden Menschen aus über 20 Nationen unterrichtet und ich bekam Einblick in fremde Kulturen und fremde Ängste. Ein Mädchen aus Afrika durchlebte jede Nacht aufs Neue, wie ihre Schwester von Rebellen erstochen wurde.
Viele der Ausländer, die von anderen Kontinenten kamen hatten Schwierigkeiten sich an fremde Speisen, das Klima und die Sprache zu gewöhnen. Dort erlebte ich aber auch, wie man sich einander annähert, Konflikte löst und wie eine Gemeinschaft jedem Einzelnen eine Stütze sein kann.
In dieser Zeit war ich das erste Mal für länger Ausländerin und bekam einen völlig anderen Blick auf meine Heimat. Ich wurde mit der düsteren Vergangenheit meines Volkes konfrontiert, dachte über meinen Anteil an der Kollektivschuld nach und spätestens zu diesem Zeitpunkt war meine politische Einstellung sonnenklar.

Was hat das nun mit Meer zu tun?

Während meines Auslandsjahres war ich sehr viel am Meer, was in Norwegen von keinem Punkt aus schwierig zu erreiche ist. Ich konnte stundenlang am Ufer sitzen, in die Wellen blicken und meine Gedanken schweifen lassen. Das Meer steht für ein Gefühl der Freiheit, der Verbundenheit mit Menschen aus der ganzen Welt. Mit Erfahrungen als junge Erwachsene, die mein Leben geprägt haben. Für Erfahrungen, die ich jedem Menschen wünsche, denn der Perspektivenwechsel erdet ungemein.
Wenn ich heute am Meer bin, ist das auch immer wieder eine Erinnerung an diese Zeit. An die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, die mein Leben so stark geprägt haben.

Das Meer hätte mich beinahe verhindert.

Die folgende Geschichte kann ich sicherlich nicht faktengetreu widergeben, falls historische Fehler auftreten, bitte ich das zu verzeihen.
Als der zweite Weltkrieg ausbrach, lebte die Familie meiner Mutter in der (ost)preußischen Stadt Königsberg, die heute russisch ist und den Namen Kaliningrad trägt. Kurz nach Kriegsbeginn bekam das junge Ehepaar das erste Kind, auf den Tag genau drei Jahre später wurde meine Mutter geboren. Meine Großmutter hatte knapp zwei Wochen zuvor also die schweren Bombenangriffe durch die Sowjetunion und England unbeschadet überlebt.
Mein Großvater war meines Wissens nicht anwesend, man erzählt sich, daß er Brücken für die Flüchtlinge baute.
Anfang 1945 wurde Ostpreußen von der Sowjetunion vom restlichen Deutschen Reich abgeschnitten und spätestens dann war Königsberg nicht mehr sicher. Schön länger kämpfte die Familie ums Überleben und der letzte Ausweg war die Flucht über die Danziger Bucht.
Ende Januar erreichten die Frauen (nach meiner Information waren keine Männer dabei) und die beiden Kleinkinder Gotenhafen (heute poln. Gdynia), von wo aus sie mit der Wilhelm Gustloff, einem Kreuzfahrt- und Kriegsschiff, über das Meer reisen wollten.
Die Wilhelm Gustloff lief am  30. Januar 1945 gegen 13:10 Uhr in Gotenhafen ab. Gebaut war das Schiff für 1.463 Passagiere. Es gibt keine exakten Aufzeichnungen, aber Augenzeugen sprechen von bis zu 10 000 Passagieren an diesem Januartag.
Um 21:16 Uhr ließ der sowjetische U-Boot Kommandant, Alexander Iwanowitsch Marinesko vier Torpedos auf das Schiff abschießen, von denen drei den Bug der Wilhelm Gustloff trafen. Das überbeladene Schiff mit viel zu wenigen Rettungsbooten sank etwa 23 Seemeilen vor der pommerschen Küste, wo um 22:15 Uhr über 9000 der Passagiere in den eisigen Fluten den Tod fanden.

#DHMMEER Kriegsschiff Wilheml Gustlow
[Quelle: Wikipedia] Das “Kraft durch Freude” Kreuzfahr- und Kriegsschiff Wilhelm Gustlow. Von drei sowjetischen Tornados kriegsrechtkonform versenkt.
Diese Schiffskatastrophe ist bis heute die mit den meisten Opfern (im Vergleich: Titanic: 1495)
Der geneigte Leser weiß, daß meine Mutter nicht auf dem Schiff war. Es gab keine Karten mehr für die Überfahrt und die Familie wollte sich mit dem vier Monate alten Säugling nicht einfach an Bord quetschen. Gesundheitlich ging es den beiden kleinen Kindern nicht sehr gut. Es gab viel zu wenig zu Essen, und meine Urgroßmutter mußte meiner Mutter das Essen vorkauen, um sie vor dem Verhungern zu bewahren.
Später wurde die Familie auseinander gerissen. Das dreijährige Kind überquerte zusammen mit der Tante das Meer, meine Mutter und die Großmutter mußten ein anderes Schiff besteigen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was die Trennung für Mutter und Kind bedeutete. Gerade in Anbetracht der vorangegangenen Schiffskatastrophe.
Wer mehr dazu lesen möchte, vor allem fundierter, denn ich kann nur Erzählungen nacherzählen, dem empfehle ich das Projekt LeMO des Deutschen Historischen Museums (das auch Veranstalter dieser Blogparade ist). Das habe ich bei meiner Recherche zu den Ereignissen entdeckt. In der Kategorie Zeitzeugen bekommt man die Infos und Emotionen aus erster Hand.

Was hat das nun mit Meer zu tun?

Für mich sind Freude und Schrecken in Bezug auf das Meer immer verbunden. Als Kind hat mich die Geschichte der Flucht immer sehr fasziniert und dieses “um ein Haar” erfüllt mich heute mit großer Dankbarkeit, daß es mich gibt. Ich stellte mir oft vor, wie es ist im eiskalten Meer zu ertrinken und hatte jedes Mal Respekt davor auf ein Schiff zu steigen.
Und die Gedanken an die Flucht 1945 steigen immer dann auf, wenn wieder Debatten über Rettungseinsätze an Europas Außengrenzen geführt werden.

 

Lesetipps #DHMEER

Diese Blogparade hat bis dato sage und schreibe 107 (!!) Beiträge und zeugt von einer hohen Emotionalität was das Thema Meer und Europa angeht. Und davon, daß die Kulturbloggerin  Tanja Praske weit über ihre Bloggerblase hinaus Menschen zum Mitmachen bewegt hat. Ganz im Sinne der Vernetzung.

Ich habe längst noch nicht alle Beiträge gelesen. Aber ich bin schon über einige Perlen gestolpert, die ich ausdrücklich empfehlen kann:

Zur Flüchtlingsproblematik schreibt Claudia Wagner: Im Meer ertrinken Menschen und unsere Menschlichkeit, Astrid schreibt dazu: Seitdem wieder Menschen über die Meere kommen, aus Krieg und Not und Unterdrückung, taugen diese Ideen & Ideale aber auf einmal manchen in Europa nichts mehr. Langsam, aber sicher entledigen sich allerorts Europäer lautstark und dominant der Tabus und der Überzeugungen, die so lange und aufgrund historischer Erfahrungen gewachsen sind.

Erinnerungen und erlebte Geschichten rund um das Meer findet man z.B. bei Peter G. Spandl. Er erzählt, wie sein VW-Bus auf dem Weg zum Meer brannte, und woher eigentlich das Salz kommt (wer hat’s erfunden? Die Norweger). Ulrike Bielke scheibt in Das Meer, mein blaues Band wie sich die Liebe zum Meer durch ihr Leben zieht und sie zur GPS-Expertin wird.
Ricarda hat schon viel gesehen und ist Verliebt in das Meer! Ich muß jetzt dringend mal nach Albanien!

Alltagsbezug fand ich bei Dr. Alexandra Hildebrandt, die von den Menschen erzählt, für die das Internet eine Art Meer ist und die es wie Columbus entdecken.
Franz Neumeier, der beruflich auf allen Meeren der Welt unterwegs ist beschreibt das Desaster Umweltverschmutzung und schließt seinen Text mit der Aufforderung: Das Leben ist schön. Die Welt ist schön. Lasst uns das konsequenter bewahren! und hat ein geniales goldenes Meeresbild, daß genau das auszudrücken vermag!

Kunstbezug: Matthias J. Lange bringt den wohl etwas exzentrischen Maler William Turner in die Blogparade. Dieser hat sich bei Sturm angeblich an einen Schiffsmast fesseln lassen, um die Naturgewalten am eigenen Körper zu spüren.

Macht auch hier mit!

Während ich mich weiter durch die Beiträge lese und später meine Lesetipps ergänze, möchte ich hier auf die nächste Blogparade überleiten: Die Bloggerkonferenz denkst in Nürnberg (Deren Mitveranstalterin ich bin) veranstaltet zusammen mit dem Museum für Kommunikation und Tourismus Nürnberg eine Blogparade zum Thema #medienkompetent:

Wir laden Blogger und Schreibende aller Couleur und Richtungen zur Blogparade ein! Wir wünschen uns vielfältige Tipps, Sichtweisen und Austausch untereinander zum Thema Medienkompetenz. Weil es uns alle betrifft: #medienkompetent

 

Einfach loslaufen – (M)eine Buchempfehlung

Buchempfehlung: Einfach Loslaufen Svenja Bellas

Es ist Zeit hier ein Buch vorzustellen, das ich schon toll fand, als ich nur das Cover sah. Es zog mich hinein in das Bild, das irgendwo im skandinavischen Fjell aufgenommen worden sein mußte. Über diese Brücke möchte ich gehen. Vielleicht lag es auch an meiner immerwährenden Sehnsucht nach Norwegen, daß ich mir das Buch gleich bestellte. Es heißt Einfach Loslaufen von der Journalistin Svenja Beller und dem Fotografen Roman Pawlowski.

Die Idee: Ganz einfach loslaufen

Den Rucksack packen und los. Ganz ungeschützt, ohne die Blechhülle eines Autos, Zuges oder Flugzeuges. Völlig unspektakulär liefen die beiden Autoren Svenja Beller und Roman Pawlowski im Süden von Hamburg einfach los. Das Ziel nach Norden. Der Weg war das Ziel. Die einzige Beschränkung: Der Zeitraum von zwei Monaten.

Die Reisevorbereitung: Minimalistisch

Rucksack ein und ausgepackt, bis sie sich mit dem Gewicht arrangieren konnten. Mehr Vorbereitung trafen die Beiden bewußt nicht. Sie wollten den Orten möglichst unvoreingenommen begegnen. Am aufwändigsten war tatsächlich die Zusammenstellung des Equipment: Sie mussten auf jedes Wetter und jede Situation vorbereitet sein und gleichzeitig das Gewicht ihrer Rucksäcke so gering wie möglich halten.

Einfach Loslaufen Bild der Seite 2+3
Der Rucksack. Mehr Gepäck gibt es nicht: Nur einen Rucksack pro Person. (Einfach Loslaufen Seite 2/3)

Ich fragte die beiden Autoren, weshalb sie „raus aus dem Internet“ wollten und beschlossen hatten, während ihrer Reise auf Smartphone und Tablet zu verzichten:

Wir haben bewusst keine Smartphones mitgenommen, weil sie uns davon abgehalten hätten, uns voll und ganz auf unsere Umgebung einzulassen. Auf ihnen hätten wir Wege und Infos nachschauen, mal schnell eine Nachricht nach Hause schicken oder bei Wartezeiten im Internet herumscrollen können. So waren wir gezwungen, andere Menschen um Hilfe zu bitten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, und das war ja genau das, was wir wollten.

Reiseroute aus Einfach Loslaufen
Die Route von Hamburg über Dänemark und Schweden hinauf bis ins Norwegische Tromsø (Einfach Loslaufen Seite 1)

Unterwegs: Passiert gar nichts und doch so viel

Die Autoren nehmen uns mit in die unterschiedlichsten Landschaften und zu den verschiedensten Menschen. So zum Beispiel die Begegnung mit Rita und ihre Chefin Britta, die eine kleine Eisfabrik auf Skarö betreiben. Wußtet Ihr, daß in Skandinavien das meiste Speiseeis in Europa gegessen wird?

Wir kommen vorbei an Christiania, dem autonomen Stadtteil von Kopenhagen. Hier baut jeder wie er möchte sein Traumhaus. Auch sonst ist das Leben dort eher untraditionell und viel freier als anderswo.

Tünnbröd Bäcker Lars in Einfach Loslaufen
Hinter ein paar Hügeln am See bäckt Lars sein Bio-Tünnbröd. Immer im Frühling und Herbst (Einfach Loslaufen Seite 110)

In Göteborg treffen wir Andreas und Lars, die in der Wohnung eines Freundes wohnen und mit denen sie eine Flasche Wodka leeren. Örjan, der die beiden Reisenden in seinem Elektroauto mitnimmt, arbeitet eigentlich an als Flugzeugtechniker an der russisch-norwegischen Grenze und bezeichnet sich eigentlich als unsozial, aber offen für Anhalter.

Christa- Bild aus Einfach Loslaufen
Christa aus Den Haag findet ihre Freiheit im Tantra (Einfach Loslaufen Seite 85)

Oder da ist Solomon, der fünf Jahre zuvor nach Norwegen gekommen ist und das Land so friedlich findet.

Die Themen, mit denen sich die Menschen im Norden beschäftigen sind so unterschiedlich, wie die Charaktere, die die Autoren dort oben vorfinden: Überfremdung, Einsamkeit, der Zweite Weltkrieg.

Neugierige Fragen: An die Autoren

Mich haben die Herangehensweise an die Reise, die leisen Töne und die lauten Bilder berührt und bewegt. Und ich hatte Fragen, die ich den Autoren auch stellen durfte:

Gab es einen Zeitpunkt, an dem Ihr die Reise am liebsten abgebrochen hättet?

Nein, ganz im Gegenteil: Wir wären gerne noch weiter gereist.

Zitat aus dem Buch Einfach Loslaufen
Man kann die Ungeplantheit als anstrengend empfinden, wir empfinden sie aber als leicht und frei … (Einfach Loslaufen Seite 179)

Wo war es am einfachsten zu den Menschen Kontakt aufzunehmen?

Generell war eine schöne Erkenntnis unserer Reise: Nette Menschen gibt es überall und die meisten freuen sich, anderen zu helfen. Ganz besonders positiv überrascht waren wir aber von Dänemark: Dort verbrachten wir viel mehr Zeit als anfangs gedacht, weil wir so viele tolle Menschen kennengelernt haben, auch das Trampen war dort überhaupt kein Problem.

Wie haben Euch die Menschen wahrgenommen?

Die meisten Menschen fanden unsere Art zu reisen toll und haben sich gefreut, uns zu helfen. Zum Beispiel schrieben uns Maria und Michael, ein Lehrerpaar aus Dänemark, folgende Zeilen per Postkarte: „Wir hatten das Glück jungen Leuten wie euch zu begegnen, die eine Idee repräsentieren und ausleben: Das Leben und die Menschen sind gut und helfen gerne! Eure Reise nach Tromsø ist der lebende Beweis dafür. Euch zu treffen wurde die Sommer-Geschichte bei uns. Wir haben oft über euch erzählt an Freunde und Familie, und danach an euch gedacht, ob es euch gut geht.“

Hat Euch die Reise verändert?

Die Reise hat unser Menschenbild positiv beeinflusst. Wir haben bei Leuten aus allen Gesellschaftsschichten geschlafen, mit ihnen gegessen, diskutiert und gelacht. Das hat uns noch offener für Menschen gemacht, mit denen man auf den ersten Blick glaubt nichts gemein zu haben.

Welche Station ist rückblickend die Schönste gewesen?

Den einen schönsten Ort gibt es nicht. Wir haben so viele tolle und sehr unterschiedliche Dinge erlebt, dass wir dazwischen nicht werten können. Wir sind mit einem Segelschiff getrampt, tanzten auf einem Konzert auf einer Bergspitze, haben die Nordlichter gesehen, bekamen von einem Imker selbstgemachten Honig geschenkt, zelteten an einsamen Seen, wanderten zu einem Gletscher, redeten mit unseren Gastgebern die Nächte durch, sahen den weltgrößten Troll, lernten von einem Fischer das Angeln – und noch viel mehr.

Könnt Ihr Euch vorstellen auch andere Regionen auf diese Weise zu bereisen?

Auf jeden Fall, ein paar Regionen haben wir dafür auch schon im Kopf…

Was das Buch ist. Und was es nicht ist.

Für jeden bedeuten Bücher etwas Anderes. Für mich ist das Buch Einfach Loslaufen schon alleine durch die feinen Texte und die starken Bilder ein Kunstwerk.
Der Fokus liegt auf den Menschen und ihren Eigenarten. Auf den Besonderheiten der natur- unabhängig von Ländergrenzen.

Das Buch ist sicherlich kein Reiseführer, sondern eher Kritik an der modernen Reisekultur, bei der es nur um Sightseeing und nichts über das perfekte Foto geht. Gut, um sich mit dem Selfie-Stick davor zu stellen und ein paar Selbstportraits zu schießen (S.65) Was die Touristen eigentlich an diesen Orten wollen, wissen sie so recht nicht.
Svenja und Roman sehen ihre Reise als Gegenentwurf zu dem Touristenstrom, der sich durch den Rest Kopenhagens wälzt. Zu der Jetterei an die angesagtesten Destinationen dieser Welt (S.72). Dazu kann ich den Artikel von Catherine Hoffmann in der SZ empfehlen: Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen.
Es ist außerdem eine “Reise in fremde Leben”, die Menschen, die sie trafen,  haben den Autoren nicht nur ihre Türen geöffnet, sondern auch aus ihrem Leben erzählt und sie daran teilhaben lassen.

Infos zum Buch

Einfach Loslaufen von Svenja Beller und Roman Pawlowski, Dumont Reiseverlag ISBN 9783770188857

Einfach Loslaufen – Eine Reise in fremde Leben. Von der Haustür in den hohen Norden

Svenja Bellert, Roman Pawlowski

Dumont Reise Verlag
ISBN: 9783770188857
201 Seiten

Und weil ich das Buch so genial finde, darf ich es hier 2x verlosen!

Ihr könnt das Buch gewinnen!!

Weil ich das Buch so toll finde, hat mir der Dumont Verlag zwei Exemplare zu Verfügung gestellt. Wenn Ihr eines gewinnen möchtest, müßt Ihr mir in den Kommentaren folgende Frage beantworten:

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Reisen für Euch?

So könnt Ihr gewinnen:

  • Kommentiert unter dem Beitrag und beantwortet die Frage wie wichtig Nachhaltigkeit für Euch beim Reisen ist.
  • Für jeweils ein Extralos kommentiert ihr auch bei Facebook und/oder Instagram.
  • Folgt mir gerne auch bei Facebook und/oder Instagram. (Keine Bedingung)
  • Schnell sein: Das Gewinnspiel läuft nur bis zum 13.06.2018 um 22 Uhr.
  • Die Gewinner werden unter diesem Artikel bekannt gegeben und sollte sich binnen 10 Tage melden.
  • Teilnahme für reale Personen, über 18, aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Datenschutz: Wenn die Gewinner ermittelt sind, gebe ich die Kontaktdaten an den Dumont-Verlag weiter. Von dort werden die Bücher versendet.

G E W I N N S P I E L B E E N D E T!

!Gewonnen haben Norbert Wild und  Monika!

 

Freitagslieblinge mit Pfannkuchen, Kindheitserinnerungen und Wasser in Buchform

Freutagslieblinge vom 18. Mai 2018

Man sollte öfter innehalten und die guten Momente des Lebens genießen. Da ich festgestellt habe, daß mir das nicht immer gelingt, möchte ich wieder bei Annas Aktion Freitagslieblinge mitmachen, die mich animiert achtsamer meine Woche zu erleben.
So habe ich immer wieder einen Merker für mich.

Lieblingsessen

Das Lieblingsessen der Kinder sind eindeutig die Freitagspfannkuchen, die es einmal wöchentlich bei uns gibt. Dieses Mal in der Ferienedition: Wir freuen uns auf zwei Wochen Pfingstferien, auf Familienzeit, auf Ausschlafen und Zeit für sich. Ja, auch Kinder brauchen Momente, die nur ihnen gehören.

 

Pfannkuchen unser freitägliches Essen.

Lieblingsmoment mit Kind

Ich muß zugeben, ich genieße es momentan mit nur einem Kind unterwegs zu sein. Alles scheint so easy, wenn ich mich voll und ganz auf eines konzentrieren kann. Und das Kind genießt es dann auch mit Mama alleine sprechen zu können. Keiner gackert dazwischen, volle Aufmerksamkeit.
Ich hatte einen Termin in der Stadt und nahm die Große mit. Weil wir schon mal unterwegs waren, wollten wir gleich Hosen kaufen. Unmöglich wie das Kind in letzter Zeit gewachsen ist. Und unmöglich, wie die Hosen geschnitten sind. Und ebenso blöd: Ich kann nicht auf die Schnelle nachvollziehen, woher die Klamotten kommen. Deswegen kaufe ich wenn nötig lieber online, dort kann ich mir die Infos zusammensuchen.

Ich mag Klamottenkaufen nicht. Aber wo wir schon mal in der Stadt waren…

Lieblingsmoment für mich

Diese Woche war ich bei meinen Eltern im Keller und fand meine alte Ledertasche. Sofort kamen Erinnerungen hoch. Wie ich auf diese Tasche sparte, wie sie dann doch nicht so bequem zu Tragen war und wie ich sofort wußte, daß die Große voll darauf abfahren würde. Sie muffelt ein bißchen nach Keller, doch die fast 30 Jahre sieht man ihr nicht an. Qualität und Langlebigkeit sage ich nur.

Meine alte Schultasche! ich glaube ich war damals 15 und habe meine ganzen Ersparnisse in diese Ledertasche gesteckt.

Lieblingsbuch der Woche

Wer Die Geschichte der Bienen gelesen hat und es toll fand, der wird auch das neue Buch von Maja Lunde mögen: Die Geschichte des Wassers: Was wäre wenn es plötzlich kein Wasser mehr gäbe?

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit. [Randomhousewebsite]

Ich bin noch nicht ganz durch, aber schon gefesselt.

Inspiration der Woche

Meine Inspiration der Woche habe ich bei Sophie auf ihren Blog BerlinFrekles gefunden. Sie fragt sich, Wie entspannt man Urlaub mit anderen Familien machen kann. Wir haben schon gute und weniger gute Erfahrungen beim Reisen mit anderen Familien gemacht. Von den guten habe ich zum Beispiel hier geschrieben. Demnächst erzähle ich euch noch, wie es letzten Sommer in der Toskana war.
Wie ist das bei Euch? Reist ihr lieber im Pulk oder alleine?

Immer einen Klick wert: der Blog von Sophie Lüttich aka Berlinfrekles.

 

Habt ihr schon die anderen inspirierenden FreitagsArtikel bei Berlinmittemom gelesen?

 

Milchbrötchen, Krimi und Freunde {22.07.16}

Teaserbild Freitagslieblinge

Was habe ich eigentlich die ganze Woche gemacht? Gefühlt war ich nur unterwegs um die Versorgung der Familie aufrecht zu erhalten und die Kinder von A über B nach C zu bringen. Daneben noch arbeiten und schlafen. Naja und ein bißchen Hund. Doch Anna sei Dank,  denn sie hat die  5 Freitagslieblinge ins Leben gerufen … Weiterlesen

#Ichlesevor

Als ich zur Schlafenszeit am Kinderzimmer der beiden Jüngsten vorbeigehe höre ich lautes Lachen.
Neugierig bleibe ich an der offenen Tür stehen und sehe die Kinder links und rechts von ihrem Papa auf dem Bett sitzen, während er vom Tablett einen Witz vorliest. Die Kinder kringeln sich vor Lachen und haben sichtlich Spaß beim Vorlesen.

Für mich bedeutet Vorlesen immer noch ganz altmodisch einem Buch die Seele hervorzulocken, den Figuren Gestalt einzuhauchen und die Zuhörer in die Geschichte hineinzuziehen. Aber ist es nicht egal, welchem Medium die Geschichten entspringen?

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