Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben – Rezension

Uta Allgaier_Wie Kinder stark werden und Eltern entspannt bleiben

Was haben diese Bücher gemeinsam: Jedes Kind kann schlafen lernen, Die Verwöhnfalle, Die Mutter des Erfolgs oder Warum unsere Kinder Tyrannen werden?.Sie sind wohl einige der schlimmsten Bücher, die geschrieben wurden, um das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern zu manipulieren. Schlimm, weil in den Ratgebern postuliert wird, daß Eltern ihre Kinder in irgendeiner Form in … Weiterlesen

Abenddämmerung – Zurück zum verrückten HomeofficeSchooling

Abenddämmerung in Franken

Heute ist Sonntag, der 10. Januar 2020 – halt nein, wir sind ja schon einen Schritt weiter und der Kalender zeigt 2021.Gefühlt hat sich aber für uns Corona Eltern im Ausnahmezustand im vergangenen Jahr nichts getan.Worüber ich schreibe? Digitalisierung in der Bildung.Morgen beginnt mit der neuen Woche eine erneute Phase mit „Fernunterricht“, wie es das … Weiterlesen

Vom Glück in einer Demokratie zu leben #DubistDemokratie

#Dubistdemokratie

Meine Großeltern sind kurz vor dem Mauerbau mit ihren Kindern aus der DDR nach Westdeutschland geflüchtet. Meine Großeltern konnten viele Dinge einfach nicht länger ertragen. Meinem Großvater war es nicht mehr erlaubt in seinem Beruf zu arbeiten, die Familie mußte ihre Meinung in Bezug auf politische Dinge für sich behalten und wurde in beinahe allen Lebenslagen durch den Staat eingeschränkt.
Mein Mann und ich hingegen sind im Westdeutschland mit seinen demokratischen Strukturen aufgewachsen. Wir kennen es nicht mit unserer politischen Meinung hinter dem Berg zu halten. Wir kennen nicht die Angst vor der Staatssicherheit wenn wir mit anderen Menschen über Dinge sprechen, die uns angehen.
Noch viel weniger wissen unsere Kinder was es bedeutet in einer Diktatur zu leben. Und das ist gut so.

Und nun kommt das ABER. Wenn das so bleiben soll, dann müssen alle Demokratie leben und wir müssen den Grundgedanken von Demokratie unseren Kindern vorleben und weitergeben.

Doch was ist Demokratie?

Sprechen wir von Demokratie, meinen wir die Staatsform, die wir hier in Deutschland seit 1949 haben. Zuvor gab es zwischen 1918 und 1933 schon einmal eine ähnliche Staatsform, die aber aus verschiedenen Gründen nicht tragfähig war. Aus diesem Grund konnte der Nationalsozialismus die Macht an sich reißen und den einzelnen Bürger entmündigen.

Demokratie ist ein Begriff aus dem Griechischen und bedeutet frei übersetzt Herrschaft des Volkes. Im Grundgesetz sind grundsätzliche Regeln des gemeinsamen Miteinander geregelt, unter anderem auch die Staatsform (Artikel 20,1 GG): Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Es bedeutet aber nicht nur, daß alle Bürger die gleichen Rechte besitzen (Artikel 3, GG) sondern auch die gleichen Pflichten.
Jeder darf seine Meinung frei äußern (Artikel 5, GG), so lange sie nicht gegen das Grundgesetz verstößt.
Auch Ehe und Familie sind geschützt in der deutschen Demokratie. (Artikel 6, GG). Im gleichen Artikel werden auch Mütter hervorgehoben: Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft. (Artikel 6,4 GG). Weshalb eigentlich nicht auch Väter oder gleich Eltern?

Wie erklär ich es meinem Kind?

Wie erkläre ich meinem Kind, wie wichtig Demokratie ist und welche Bedeutung das für unser Leben hat?
Das ist gar nicht so schwierig wie es zunächste scheint. Meine Kinder sind schon in einem Alter, in dem sie prima verstehen können, was ohne Demokratie passieren würde. Wir unterhalten uns immer mal wieder darüber und gerade im Gespräch ergeben sich immer wieder spannende Gesichtspunkte:
Zunächst könnten wir könnten wahrscheinlich unsere Verwandtschaft im Ausland nicht mehr besuchen. Viel schlimmer wäre aber noch das Denkverbot, wie es die Große so treffend beschreibt. Zu Hause darf jeder seine Meinung sagen und wir akzeptieren sie auch. Ohne Demokratie unmöglich. Man würde in ständiger Angst leben aus nicht nachvollziehbaren Gründen staatlich verfolgt zu werden. Ganz schlimm wäre, daß keine Polizei und kein Richter helfen würde. Es gäbe Urteile ohne faire Verhandlungen.
Kleinere Kinder verstehen Demokratie anhand von Beispielen sehr gut. Martina nimmt Playmobilfiguren zu Hilfe.
Die Jüngste faßt Demokratie so zusammen: “Demokratie ist, wenn wir drei Kinder für Schwimmbad sind und die Eltern dann auch mitmüssen. Ob sie wollen oder nicht!”

Was können wir für die Demokratie tun?

Ohne die Beteiligung der Bürger gäbe es keine Demokratie. Nur wer mitmacht kann auch mitbestimmen und Einfluß nehmen. Dinge mitverändern.

Unsere Stimme erheben wenn uns Themen berühren

Am Beispiel der Mütter, die laut Grundgesetz besonderen Schutz genießen: Es klingt alles so toll, aber hier gibt es noch viel zu tun. Noch geben wir Mütter das Recht auf Selbstbestimmung mit dem positiven Schwangerschaftstest in der Hand ab. Wir haben zum Beispiel keine echte Wahlfreiheit wenn es um das Thema Geburt geht, weil man uns die Hebammen nimmt (hier geht es zum Hebammenprotest). Erschreckend, wo das endet. Nicht zuletzt dort, wo man plötzlich alleine ohne Hebamme ist, weil sie  im Nebenraum eine andere Geburt unterstützt.
Genauso wenig Wahlfreiheit besteht beim Thema Vereinbarkeit. Ob und wie viel ich arbeite so lange meine Kinder klein sind. Und wer bestimmt, wann sie alt genug sind?

Egal, ob mit oder ohne Kind. Als Frau muss man sich behaupten, sich von Fragen zur Familienplanung distanzieren, bekommt weniger Lohn für gleiche Arbeit. Von sexuellen Anspielungen und geringerer Wertschätzung möchte ich gar nicht reden.
Miriam, Dada & die Liebe

Also muß ich auf Mißstände aufmerksam machen. Natürlich immer in dem mir möglichen Rahmen. Daß der Rahmen anfangs scheinbar klein sein kann, später aber zu einer lauten Stimme werden kann, beweist uns Christine Finke immer wieder. Die Journalistin und Bloggerin wird nicht müde auf die Probleme von Alleinerziehenden aufmerksam zu machen und findet immer mehr Ohren bei den Medien und in der Politik. Sie hat auf das neue Unterhaltsvorschussgesetzt mit hingewirkt und dem Thema eine Stimme verliehen.

Vom Wahlrecht Gebrauch machen

Wir haben das Recht unsere Stimme abzugeben. Denjenigen zu unserem Vertreter zu wählen, der uns und unsere Anliegen mutmaßlich am Besten vertreten kann. Ich finde aber, wir haben die Pflicht zu wählen. Nicht zu wählen spielt den Populisten und Extremisten in die Hände. Denn die Anhänger derer, die unserer Demokratie Schaden zufügen wollen und unsere Rechte beschneiden möchten, die gehen auf jeden Fall zu Wahl. Das Beispiel der letzten Abstimmung in der Türkei macht das mehr als deutlich.
Geht zur Wahl, nehmt Eure Kinder mit und zeigt Ihnen ihre Möglichkeiten der Mitbestimmung! Denn #DubistDemokratie!

Wir sollten alle WÄHLEN gehen, denn ohne uns, ohne dich und mich, da gibt es bald keine Demokratie mehr! Jede Stimme zählt

Petra, Allerlei Themen

Diskussionsbereitschaft

Nicht jeder vertritt meine politische Meinung. Trotzdem muß ich im Gespräch bleiben. Meinen Standpunkt vertreten und immer wieder hinterfragen, ob der Gegenüber nicht doch gute Argumente hat. Relativ einfach machbar, wenn wir beide politisch eher in der Mitte angesiedelt sind. Schwerer, wenn der Eine extreme Meinungen und Ansichten sein Eigen nennt. Auch wenn es sich manchmal wie ein Kampf gegen Windmühlen anfühlt. Wir können nur im Gespräch bleiben, um unsere Mitbürger nicht an die Populisten zu verlieren.

Geht nicht der Hetze der Populisten auf den Leim. Diskutiert mit Eurem Umfeld. Überzeugt sie von der Wichtigkeit der anstehenden Wahlen. Klärt sie über die Populisten auf. Auch im Kleinen können wir ganz viel tun.

Tanja, Murmelmum

Und jeder sollte populistische Nachrichten zweimal hinterfragen ob er sie für bare Münze nimmt. Gerade wenn sie so schön in das eigene Weltbild paßt. Quellen prüfen und vor allem nach der Absicht der Nachricht suchen: was will der Autor damit erreichen. Oft löst sich dann ganz viel vermeintliche Wahrheit im Nichts auf.

Eltern prägen die Gesellschaft von morgen!

Wir als Eltern tragen eine große Verantwortung: in unserer Obhut lebt die Gesellschaft von morgen. Wenn wir unseren Kindern eine demokratische Staatsordnung wünschen, dann müssen wir ihnen vermitteln, wie wichtig Demokratie ist und daß jeder einzelne von uns etwas dafür tun kann. Denn #DUBISTDEMOKRATIE, der Staat kann immer nur so demokratisch sein wie seine Einzelteile: der einzelne Bürger.


Dir liegt das Thema Demokratie am Herzen? Dann mach mit bei der Blogparade #Dubistdemokratie von Allerlei Themen und Tollabea. Schreibe darüber auf Deinem eigenen Blog oder teile ein Bild mit dem Hashtag auf Deinen sozialen Kanälen.


Hier gibt es schon viele wunderbare Beiträge zum Thema:

  1. Demokratie ist wichtig für die Zukunft unserer Kinder: Die Anderl
  2. Den Kindern kann man mit Playmobil erklären weshalb Nichtwälen das Schlimmste ist: Jolinas Welt
  3. Wir alle können etwas verändern. Auch wenn politisch aktiv sein nicht einfach ist: Kind und Studium
  4. Wahlrecht ist auch Wahlpflicht: Wheelymum
  5. Meine Kinder sollen politisch aufwachsen! Murmelmama
  6. Demokratie müssen wir vorleben: Motzmama
  7. Natürlich ist Familie auch immer politisch: StadtLandMama
  8. Die Demokratie braucht Euch Frauen! Frau Chamaillon
  9. Nur in einer Demokratie kann ich meine Träume verwirklichen: Hallo liebe Wolke
  10. Warum ich meinem Baby das Buch eines Holocaust-Überlebenden kaufte: Eva meint`s gut
  11. Gehst Du wählen? Impressions of Life
  12. Die Ehe ist die kleinste Demokratie: Glucke und so
  13. Wer ist eigentlich der Bestimmer? Perlenmama
  14. Vereinbarkeit: Heute ist Musik

 

Was macht man eigentlich als …?
~Musiklehrerin~

Endlich gibt es den nächsten Beitrag aus der Reihe Berufsfindung für Kinder. Meine Kinder stellen Erwachsenen Fragen zu ihrem Beruf und bekommen tolle Antworten darauf. Das letzte Mal ging es um den Beruf der Radiomoderatorin und Jennifer Schrems stand Rede und Antwort.
Heute geht es um Musik und wie man sein Hobby mit einem Beruf verbinden kann. Deshalb fragte die Mittlere bei Vivien nach, wie sie ihre Liebe zur Musik zum Beruf gemacht hat.

Hallo Vivien,
wir sind eine musikalische Familie. Meine große Schwester spielt Klavier und Trompete, ich habe ein Schlagzeug, spiele Cachon und habe seit eineinhalb Jahren zusammen mit meiner kleinen Schwester Unterricht im afrikanischen Trommeln. Das Christkind hat mir sogar eine Djembé unter den Weihnachtsbaum gestellt und ich übe täglich, um Beats wie den Nyabinghi.


Mich würde es interssieren, mehr über Musiklehrer als Beruf zu erfahren.

Hallo liebe K2,
gerne möchte ich dir deine Fragen beantworten.
Ich heiße Vivien, bin 30 Jahre alt und Mama von zwei Mädchen im Alter von 7 und 2.

Was genau macht man in deinem Beruf als Musiklehrerin? Und wie erlernt man den?

Ich bin Instrumentalpädagogin, das ist ein anderes Wort für Musiklehrerin, allerdings unterrichte ich keine Schulklassen, sondern Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ein Instrument lernen möchten. Nach meinem Abitur habe ich in der Musikstadt Trossingen im Schwarzwald (Baden Württemberg) Musik studiert. Dafür muss man eine theoretische und praktische Aufnahmeprüfung machen und wer gut genug ist, wird zum Studium zugelassen und ist nach 3-5 Jahren Instrumentallehrer. Inzwischen habe ich zusammen mit meiner Mama und meinem Mann eine eigene Musikschule in Berlin.

Die Musiklehrein Vivien mit einigen Schülerinnen beim Unterricht.
Photocredit: Marco Winiarski

1. Wer hat Dich für Musik begeistert? Wann hast Du mit Musikmachen angefangen?

Ich habe eigentlich erst ziemlich spät mit dem Musikmachen begonnen, denn ich war schon 9 Jahre alt und in der 3. Klasse. Ich habe in einer kleinen Gruppe in der Schule nachmittags gemeinsam mit meinen Freunden Musik gemacht und später im Orchester gespielt. Begeistert haben wir uns gegenseitig, denn wenn man wie in einer kleinen Band mit den Freunden zusammen spielen kann, macht das richtig viel Spaß! Glücklicherweise standen meine Eltern immer hinter mir, haben an mich geglaubt und mir ermöglicht, meinen Traum wahr werden zu lassen.

Welche Instrumente spielst Du und welches ist Dein Lieblingsinstrument?

Nicht lachen! Das Instrument, das ich studiert habe, ist das Akkordeon. Die meisten Leute reagieren mit einem fragenden Gesichtsausdruck, wenn ich das erzähle. „Häh? Es gibt so viele coole Instrumente, warum spielst du ausgerechnet so ein Seemanns-Volksmusik-Schifferklavier?!“

Die Musiklehrerin Vivien mit ihrem Lieblingsinstrument, dem Akkordeon.
Photocredit: Marco Winiarski

Dann kann ich eigentlich nur lächeln und die Leute zu einem Konzert einladen, damit sie mal hören, dass das Akkordeon zu Unrecht diesen Ruf hat. Mit meinen Schülern spiele ich zum Beispiel die wunderschöne Musik aus dem „König der Löwen“, die Piratenklänge aus dem „Fluch der Karibik“ oder auch Pop-Hits aus dem Radio wie „Pokerface“ von Lady Gaga, „Happy“ aus dem Minions-Film oder „All about the bass“. Das Schöne an dem Instrument ist, dass es so vielseitig ist. Mit dem Schlagzeug spielt man Rhythmus, mit der Gitarre (meistens) Harmonien, mit der Flöte Melodien. Auf dem Akkordeon hingegen kann man mit der rechten Hand Melodien auf den Tasten spielen und mit den Bassknöpfen auf der linken Seite begleitet man sich selbst mit Rhythmus und Harmonien. Es ist also eine richtige kleine Band in diesem einen Instrument! Das finden meine Schüler total spannend und wollen es deshalb auch unbedingt lernen! Ich selber spiele außerdem noch Klavier, Keyboard, Mundharmonika und E-Bass, aber meine große Liebe gilt dem Akkordeon.

Bei mir im Trommelunterricht (integrativ) sind auch Kinder dabei, die zum Beispiel nicht lange stillsitzen können. Das ist sicher anstrengend für meine Lehrerin. Wie bringt man Kindern denn Musik bei? So, dass es Spaß macht?

Ja, das kenne ich auch. Ich bin überzeugt, dass das Geheimnis in der Art und Weise liegt, wie der Lehrer unterrichtet und ob er auch mal spontan in seine „Methodik-Trickkiste“ greifen und den Unterrichtsablauf durch musikalische Spiele oder Bewegungsübungen auflockern kann. Kinder merken schnell, ob ein Lehrer Kinder liebt und selber wirklich total begeistert ist von dem, was er macht, oder ob er es einfach nur macht, um Geld zu verdienen. Ein kluger Mensch hat mal gesagt, man kann in anderen nur entzünden, was in einem selbst brennt. Meine Schüler merken in jeder Stunde, dass ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen könnte, als Menschen auf ihrem Weg in die Welt der Musik zu begleiten und dann springt fast immer der „Funke“ über und sie lernen ihr Instrument mit Spaß und Begeisterung. Wichtig ist außerdem, dass man nicht alte, angestaubte Lieder oder Übungen mit den Schülern macht, sondern dass man ihnen das beibringt, was sie selber gerne hören und was sie unbedingt spielen können wollen (siehe Frage 3).

VIVAccordia" in Innsbruck bei der Weltmeisterschaft 2016
Das ist mein Jugendorchester “VIVAccordia” in Innsbruck bei der Weltmeisterschaft 2016
Photocredit: Marco Winiarski

Wie alt sind die Kinder, die Du unterrichtest?

Meine jüngsten Schüler sind 3 und die ältesten 70 Jahre alt. Die ganz Kleinen besuchen die Musikalische Früherziehung im Kindergarten und mit einem Instrument beginnen sie im Alter von 5 oder 6 Jahren. Die meisten Schüler, die ich unterrichte, sind zwischen 7 und 18  Jahren alt und spielen in meinen Schüler- und Jugendorchestern mit.

Wie oft sollte man täglich üben, um ein Musikinstrument richtig gut spielen zu können?

Das kann man so pauschal gar nicht beantworten. Manchen Schülern fällt das Lernen neuer Stücke leichter, anderen schwerer. Aber eine gute Idee ist es auf jeden Fall, alle 2 Tage zu spielen! Es muss auch gar nicht ewig lange sein: 10-15 min, zum Beispiel vor oder nach dem Abendessen oder als „Entspannung“ zwischen den oft vielen Hausaufgaben und das Gehirn ist dankbar für diese tolle Abwechslung. Ist wirklich wahr! Das Geheimnis liegt nicht hauptsächlich im Talent, sondern in der (regelmäßigen) Wiederholung!  Der Spruch hat zwar schon einen Bart, aber stimmt zu 100%: Übung macht den Meister!

Ich bin immer sehr aufgeregt, bevor ich auf die Bühne gehe und vor vielen Leuten spielen soll. Nach den ersten Takten bin ich aber ganz bei mir und der Musik und es macht mir nicht mehr so viel aus von vielen Menschen beobachtet zu werden. Hast Du selbst Lampenfieber vor Auftritten?

Ja, auch ich als Profi habe natürlich noch Lampenfieber! Nicht mehr so wie in meiner Kindheit, aber so ein kleines bisschen kribbelt mein Bauch trotzdem noch vor Konzerten und das ist auch gut so. Ganz ohne Aufregung wäre ja auch langweilig , oder? Um unsere Schüler dahingehend zu stärken, führen wir viele große Konzerte, und kleinere Auftritte durch und nehmen an internationalen Wettbewerben teil. Außerdem gibt es jedes Jahr in unserem Sommermusiklager eine Vereinsmeisterschaft, bei der man alleine auftreten und sich eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille erspielen kann! Es ist nämlich so: je öfter man schon auf einer Bühne vor Publikum gesessen hat, desto ruhiger wird man. Und das ist auch für die Schulzeit nicht ganz unwichtig, denn in den höheren Klassen muss man Vorträge vor der Klasse halten und mündliche Prüfungen absolvieren. Wer da schon von seinem Hobby her Nervenstärke und Souveränität bei Auftritten trainiert hat, der tritt auch in anderen Lebensbereichen überzeugend auf.

Hast Du selbst Kinder und mögen die Musik?

Ja, ich habe zwei Mädchen. Die Kleine singt, tanzt und klatscht begeistert, wenn wir Musik machen oder hören. Die Große geht in die zweite Klasse und hat schon mit 4 Jahren begonnen, ein Instrument zu lernen. Mittlerweile spielt sie selber auch Akkordeon und gehört zu den besten ihrer Altersgruppe. Das macht mich natürlich sehr stolz! Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass meine Kinder nicht Akkordeon lernen müssen, wenn sie nicht wollen. Nur, dass sie ein Instrument lernen, war mir wichtig, denn Musizieren macht nicht nur unheimlich viel Spaß, es ist neben sprechen und schreiben auch eine wunderbare Art, sich selbst auszudrücken. Oft erlebe ich, dass Schüler in den Unterricht kommen und nicht gut drauf sind: Streit mit Freunden, schlechte Noten, doofer Tag oder oder. Dann machen wir gemeinsam Musik und wie durch ein Wunder sind die Sorgen und der Ärger wie weggeblasen und sie staunen über ihre gute Laune, die sie nach einer halben Stunde Musikmachen wiedergefunden haben! Kinder, die mit Musik aufwachsen, werden immer Melodien in ihren Herzen haben. Und damit es noch ganz viele solcher Kinder gibt, habe ich diesen, den für mich schönsten Beruf der Welt, gewählt!

Liebe K2, ich finde toll, dass du dich für die verschiedenen Berufe so interessierst! Bewahre dir deine Neugier und denk daran, du kannst alles schaffen, was du willst! Ich bin gespannt, für welchen Beruf DU dich später mal entscheidest! Ganz liebe Grüße aus Berlin auch an deine Mama und deine Geschwister,

Vivien

 

Mehr über Vivien im Netz

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Was arbeitest Du? Möchtest Du Kindern Rede und Antwort zu Deinem Beruf stehen?

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Mein Alltag ist ihre Kindheit?

Seit Tagen schiebe ich den Ausspruch Dein Alltag ist ihre Kindheit gedanklich hin und her. Und denke über die entsetzen Gedanken nach, die sich zu diesem Satz durch das Netz ziehen. Mein erster Gedanken “Oh ja stimmt! Ich muß sofort meinen Alltag ändern!”. Dann kam das ABER.

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Vereinbarkeit anders gedacht

Coworking Toddler Grafik

Seit meine große Tochter geboren ist, arbeite ich überwiegend im Homeoffice und bin im Großen und Ganzen zufrieden.

Jeder, der schon einmal noch schnell eine wichtige Aufgabe am Computer erledigen wollte und dabei ein Baby oder Kleinkind auf dem Arm hatte weiß was das bedeutet: Je nach Mobilität des Kindes fällt einem entweder der Arm vom Wiegen des Säuglings ab oder man tippt mit einer Hand und die andere Hand versucht eingriffe durch Patschehände in das Computergeschehen zu verhindern. Am Ende sind wir beide genervt: Ich, weil ich mich nicht hunderprozentig meiner Arbeit widmen kann, um sie schnell zu erledigen. Und das Kind sowieso, weil es nicht meine volle Aufmerksamkeit genießt.

Gewünscht hätte ich mir eine Möglichkeit, meine unter Dreijährigen quasi neben dem Schreibtisch gut betreut zu wissen. Aber auch immer im Kontakt mit meinem Kind zu sein. Da zu sein, wenn es mich braucht. Gerade in der Kleinkindphase, wenn sprachliche Kommunikation noch schwierig ist.

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Anders arbeiten mit Familie: Selbständigkeit für Mütter

Wenn dein komplettes Leben über den Haufen geworfen wurde, dann weißt Du: Du bist Mutter geworden.
Neben all den schönen Dingen, die das Muttersein mit sich bringt, kommt für viele Frauen die Frage nach dem wie, was, wann, und wo Arbeiten auf. Ein Weg mit den Unwägbarkeiten des Familienalltags umzugehen ist der große Schritt in die Selbständigkeit.

Sieht man sich ein wenig in den Tiefen des Internets um, begegnet man beeindruckenden Menschen, die trotz (oder gar wegen) der Kinder ihre ganze Energie in die Umsetzung ihrer Ideen stecken.

Eine davon möchte ich heute hier vorstellen: Nicola Kühn, die sich mit Soulful Graphic Design auf  ExistenzgründerInnen und kleinere Firmen spezialisiert hat.
Ich bin auf der Suche nach einem schönen Logo für meinen Blog auf eine ihrer Arbeiten gestoßen und habe sie kontaktiert. Und gleich ein paar Fragen gestellt.

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