Ausmisten ist genau die richtige Aufgabe für die Anfangszeit des Jahres. Hat ein bisschen was von Sichneuerfinden.
Die Frage ist nur immer: Wo fange ich an, und was fange ich mit dem Ausgemisteten an? In einem Familienhaushalt ist das Thema nicht ganz so einfach, denn jeder möchte überall mitentscheiden.
So fand das erste Ausmisten in der Küche statt: Ein Blick in den Kühlschrank und das Mittagessen steht: Rumfort. Alles, was rumsteht und fort muss. Nach Silvester it novh genügend Raclettekäse übrig und Kartoffeln sowieso. Dazu ein Selbstbedienungssalat. Das ist auch so ein Familiending. Da keines der Kinder kompletten Salat mag, gibt es jede Komponente einzeln.

Ein Blech Reste mit Käse überbacken, schon ist der Kühlschrank aussortiert.

Später habe ich auch noch das Bananenproblem gelöst: Alle wollen Bananen essen, ich kaufe Bananen. Sind zu wenige, der Bananenhunger ist zu groß. Beim nächsten Einkauf werden mehr Bananen nach Hause geschleppt und sie liegen da und warten. Vergeblich, denn oh Wunder, plötzlich mag niemand mehr Bananen. Nun denn, Bananen zermatschen, Eier, Öl, Backpulver, Zimt und Mehl dazu, Schokoladenreste unterheben, in den Ofen und fertig. Heute konnte ich sogar noch eine Tüte Hafermehl ausmisten. Verwerten, aufbrauchen- man kann es nennen, wie man will.

Bananenbrot an Kaffee. Ich schwöre, es war ein ganzes Brot bevor ich die Küche verlies, um das Handy fürs Foto zu holen!

Nachmittags habe ich mich an meinen Kleiderschrank gemacht. Ja, ich gebe zu, die Aufgabe war nicht ganz so schwierig, die hatte ich im Vorjahr schon einmal erledigt. Und doch konnte ich noch minimieren und das eine oder andere ausgeleierte Shirt aussortieren.

 

Vorher: Alles aufs Bett legen, jedes einzelne Teil in die Hand nehmen und entscheiden, ob es bleiben darf.

Die Entscheidung fiel bei manchen Teilen gar nicht mal so leicht, denn daran hängen Geschichten mit anderen Menschen. Dinge sind bedeutungslos, so lange man keine Geschichte mit ihnen verbindet.
Irgendwann ist es dann geschafft und ich kann die Türen zuklappen.

 

Irgendwann bin ich fertig und jedes Teil hat wieder seinen Platz.

Der Weltbeste bringt derweil die ausgemisteten Kartonagen zum Wertstoffhof. Manchmal ist die Papiertonne einfach zu klein.
Während ich später noch meinen Wollpulli entflause, schaue ich nach Marens Empfehlung die französische Serie
HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ in der ARD-Mediathek zu Ende und hoffe, es wird eine neue Staffel geben. Die Hauptfigur ist sehr liebenswert.

Den Pulli wieder hübsch zu machen dauert sicherlich eine Stunde.

Den Pulli habe ich länger nicht getragen, weil er sehr schnell sehr viele Knötchen gebildet hat. Dabei ist er, den ich irgendwann einmal secondhand erstanden habe kuschelig weich und obwohl er sehr dünn ist, ausgezeichnet warm. Beim Bearbeiten des Kleidungsstücks komme ich ins Grübeln. Vielleicht bin ich manchmal zu schnell mit neuen Ideen, neuen Projekten und neuen Wegen. Vielleicht sollte ich die alten, eingefahrenen nicht so schnell ausmisten? Lieber öfter noch mal drüberkämmen.
Aber ich schweife ab. Ausmisten für heute beendet.
Ach nee, für weiteres AusmistInteresse kann ich noch Rachels Blog Mama denkt empfehlen, sie mistet öfter mal aus.

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