4 einfache Stromspartipps für Familien

Stromsparen_Tipps für Familien

[WERBUNG] Energie ist kostbar und gerade als Familie liegt mir persönlich sehr viel daran, sorgsam mit Ressourcen umzugehen. Außerdem ist Energie teuer und oft lohnt sich der Wechsel des Stromanbieters nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell.
Doch wie kann ich möglichst einfach und wirkungsvoll Strom sparen und welcher Stromanbieter ist der richtige für mich?

Stromsparen für Familien

In den vergangenen Jahren haben wir im Schnitt fünftausend kWh verbraucht. Mit darin enthalten: Eine lange Phase, in der der Keller elektrisch getrocknet werden mußte.
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Wechsel zu echtem Ökostrom

Nach meinen Recherchen zum Artikel „Echter Ökostrom? So erkennst Du ihn!“ habe ich unsere eigene Stromrechnung hervorgholt und unseren Ökostromanbieter nach den Kriterien für echtem Ökostrom abgeklopft. Um es kurz zu machen, auch ich bin auf das Label „Grün“ im Namen hereingefallen. Der Stromanbieter war eine Tochterfirma eines Graustromanbieters. Immerhin keiner der vier großen Energiekonzerne. Aber ich hatte bisher definitiv keinen echten Ökostrom.

Die Frage nach dem Preis

Natürlich ist es nicht unwichtig, wie viel Nebenkosten ich aus der Familienkasse zahlen muß. Und echter Ökostrom ist nicht die günstigste Variante seinen Strombedarf zu decken. Aber hier geht es um Prioritäten und meine liegt ganz klar darauf nachhaltiger zu leben.
Der Preis ist für viele Menschen ein wichtiges Argument bei der Wahl des Stromanbieters. Gerade dann, wenn die Strompreise mal wieder steigen


Die Bundesnetzagentur bringt regelmäßig diese Übersicht heraus, auf der ersichtlich wird, wie sich der Strompreis zusammensetzt. Steigen die Strompreise, sind meistens steigende Netzentgelte Schuld daran.

Wir hatten bereits vorher zu einem Ökostromanbieter gewechselt, der günstiger war als unser Grundversorger. Um wirklich echten Ökostrom zu beziehen, zahlen wir nun bei Polarstern etwas mehr. Sprich 136€ pro Monat statt 110€.
Mir ist auch bewusst: Bekomme ich eine Leistung oder ein Produkt sehr billig, zahlt die Umwelt oder ein anderer Mensch dafür. Bei Polarstern bekomme ich echten Ökostrom und unterstütze eine Familie in Kambotscha beim Bau ihrer eigenen Biogasanlage.
Das ist es mir wert.

Die Frage nach der Nachhaltigkeit

Polarstrom ist mir deshalb am sympathisch, weil das Unternehmen ein ganzheitliches Konzept hat und im Rahmen der Gemeinwohlökonomie wirtschaftet. Die Gemeinwohlökonomie möchte Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene sein. Geld soll kein Selbstzweck mehr sein, sondern ein gutes Leben für alle ermöglichen. Den geringen Mehrpreis für mich zahle ich also gerne. Für echten Ökostroim, die Umwelt und für die Gesellschaft.

Stromspartipps für Familien: So leicht geht es!

Nachdem jeder für sich den passenden Ökostromanbieter gefunden hat, geht es daran die Stromfresser im Haushalt ausfindig zu machen. Sehr interessant finde ich dazu die Broschüre Der Stromspiegel. Hier kann man anhand seiner Stromrechnung ablesen, wie der eigene Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Haushalten in Deutschland liegt. Wir liegen mit unserem Stromverbrach im 5-Personenhaushalt im guten Mittelfeld mit Einsparpotential.

Kühlschrank
Jetzt, wo es draußen sehr warm ist, ist der Kühlschrank sehr voll. Ich brauche generell viel Platz für meine frische Milch in Flaschen. Mein Tipp: das alte Modell gegen ein stromsparendes eintauschen und die Tür nur ganz kurz öffnen.

1. Stromsparen beim Kochen – jedem Topf seinen Deckel

In der Küche lassen sich mit einfachen Mitteln Strom einsparen:

  • Den kleinsten Topf auf die passende Herdplatte stellen & passenden Deckel auflegen.
  • Wenn es machbar ist einen Schnellkochtopf verwenden.
  • Das Vorheizen des Backofens ist in den meisten Fällen überflüssig.
  • Die Restwärme ausnutzen und nach der Pizza zum Beispiel noch die Reste vom Mittagessen aufwärmen oder Muffins backen.

2. Stromsparen beim Waschen – immer voll beladen

Waschmaschine und Trockner kommen gerade in Familien oft zum Einsatz und verbrauchen viel Strom. Man rechnet ihnen ungefähr 15% des gesamten Haushaltsstromverbrauchs an. Deshalb kann man auch hier besonders viel einsparen.

  • Die Waschmaschine immer voll beladen, um die Waschfrequenz zu verringern.
  • Die Waschtemperatur so niedrig wie möglich halten. Wir wechseln so oft unsere Wäsche, daß sie selten grob verschmutzt ist. Wenn man bei 40 Grad statt bei 60 Grad wäscht, kann man den Stromverbrauch um bis zu 50% verringern.
  • Den Wäschetrockner sparsam einsetzen, er benötigt noch mehr Strom als die Waschmaschine. Wenn möglich, trocknet die Wäsche am besten in der Sonne. Die hilft auch gleich noch dabei Flecken zu entfernen.

3. Stromsparen beim Beleuchten – immer noch “Licht aus!”

Schon aus unsere Kindheit kennen wir den Zuruf “Licht aus!” unserer Eltern wenn wir das Zimmer verließen, doch es gibt noch mehr zu tun: Denn das Licht unserer Lampen macht etwa 12% unseres Strombedarfs aus. Seit man praktisch keine Glühbirnen mehr kaufen kann, ist der Energieverbrauch durch Beleuchtung um fast 21% gesunken.
Doch wer noch Glühbirnen im Haushalt hat, der sollte sie auf jeden Fall noch nutzen, bis sie kaputt sind. Das schont Ressourcen.

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  • Umstieg auf LED Leuchtmittel: Durch den Ersatz herkömmlicher Leuchtmittel durch welche mit LED-Leuchttechnik kann man bis zu 80% der Energie einsparen, die die Beleuchtung im Haushalt verbraucht. Gab es zu Anfang nur LED Leuchtmittel mit kaltem Licht, kann man es sich zu Hause längst unter warmweißem LEDs gemütlich machen.
    Die Mehrkosten der Anschaffung von LEDs rechnet sich über die wesentlich längere Lebensdauer. Zweiter positiver Nebeneffekt: Es fällt auch weniger Müll an.
  • Dimmbare Lampen helfen ebenso beim Stromsparen.
  • Bewegungsmelder für Fluren und Treppenhäuser sorgen für automatisches An- und Ausschalten der Beleuchtung nach Bedarf.
  • Die Parole “Licht aus!” beim Verlassen des Raumes gilt auch heute noch. Festbeleuchtung im ganzen Haus ist nur dann notwendig, wenn wirklich ein Fest gefeiert wird.

4. Stromsparen bei elektronischen Geräten: Weg mit dem Standby

Egal ob Fernseher, Computer oder Spielekonsole: Heutzutage sind alle Geräte mit einem Standbymodus ausgerüstet. Jedes einzelne Gerät verbraucht vielleicht nicht viel, wenn es in Wartestellung ist, aber alle zusammengenommen sind ziemliche Stromfresser.

  • Entweder die Geräte immer komplett ausschalten oder
  • Schaltbare Steckdosen verwenden: Wenn man selbst ein Haus baut, umbaut oder renoviert, kann man sie so einplanen, daß sie per festem Schalter ein- und ausschaltbar sind. Möchte man sie später nachrüsten, gibt es recht günstig schaltbare Steckdosenleisten, die auch per Fernbedienung bedient werden können.

Bei allen Empfehlungen zum Stromsparen überlege ich mir zusätzlich, ob ich auch wirklich alle Geräte brauche, die es so gibt. Auf meine Küchenmaschine, die schneidet, püriert, mixt und knetet möchte ich ungern verzichten, weil sie mir eine Menge Zeit spart. Auf elektrische Dosenöffner, Eierkocher oder eine Popkornmaschine, die nicht oft zum Einsatz kommen hingegen schon.

Um meinen Energieverbrauch besser kontrollieren zu können, habe mir gerade ein Energiesparkonto angelegt. So kann ich überprüfen, ob die Maßnahmen, die ich ergreife auch Wirkung zeigen.

Wo kannst Du noch Strom als Familie einsparen?


Disclaimer: Ich freue mich sehr, daß Polarstern ein Blogsponsor von Ich lebe! Jetzt! ist. Wir vertreten ähnliche Werte und deshalb freue ich mich in nächster Zeit Themen aufzugreifen, die das Thema Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen und Menschen betreffen. Die Themen suche ich mir selbst aus. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Bio-Erlebnistage- Klostergärtnerei Plankstetten

Bio-Erlebnistage Kloster Plankstetten

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Bei meinem letzten Bio-Erlebnistage- Ausflug war ich auf dem Maxnhof.
Heute nehme ich Euch mit ins Kloster. Und zwar nach Berching ins Altmühltal. Ins Benediktiner Kloster Plankstetten.

Keine Angst, ich war nicht zum Beten und Arbeiten dort, sondern zum Anschauen und Fragen. Im Rahmen der Bio-Erlebnistage lud die Klostergärtnerei zur Besichtigung ein.

Das Benediktinerkloster Plankstetten

Die von Graf Ernst von Hirschberg und seinem Bruder Gebhard von Hirschberg (Bischof von Eichstätt) gegründete Benediktinerabtei liegt hoch oben über dem Sulzachtal zwischen Berching und Beilngries. Und das bereits seit dem Jahr 1129. Mehrmals zerstört und um- und ausgebaut findet man heute eine barocke Klosteranlage in Plankstetten.

Benediktinerkloster Plankstetten
Das Benediktinerkloster Plankstetten mit riesigem Klostergarten

1806 wurde das Kloster aufgelöst und die Klostergebäude mit zum Kloster gehörendem Besitz wurden versteigert. Knapp hundert Jahre später konnte das Kloster Plankstetten 1904 durch finanzielle Unterstützung durch den Freiherrn von Cramer-Klett als Priorat des Klosters Scheyern wiedererrichtet werden. Bereits 1917 wurde es erneut Abtei.

Vor mehr als zwanzig Jahren begann ein Umdenken in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften und ökologischen Landbau und im Zuge dessen wurde komplett auf eine ökologische Wirtschaftsweise umgestellt.

Hofladen, Eine-Welt_Laden
Im Klosterhofladen werden Bioprodukte aus eigener Produktion und aus der Region verkauft, im angeschlossenen Eine Welt-Laden Produkte aus aller Welt aus nachhaltigen Produktionsbedingungen.

Heute werden im Klosterhofladen Produkte aus eigener oder anderer regionaler, ökologischer Herstellung verkauft.

Riedenburger Bier
Das Getreide von den Ländereien des Klosters Plankstetten wird in der Riedenburger Brauerei gebraut. Neben Dinkel-Bier gibt es noch drei andere Sorten Klosterbier.

Im Gästehaus St. Gregor sind Gäste entsprechend der benediktinischen Gästeregelung immer herzlich willkommen. Egal ob auf der Durchreise oder auf der Suche nach klösterlicher Stille, hier kann man verschiedene Angebote wahrnehmen.
Die Klosterküche wird mit frischem Obst, Gemüse, Getreide und frischen Kräutern aus der eigenen Landwirtschaft versorgt.

Landwirtschaft im Kloster Plankstetten

Laut ursprünglicher Definition bezeichnet das lateinische Wort claustrum ein Kloster oder verschlossenen Ort. Im heutigen Sprachgebrauch wurde die Bezeichnung generalisiert und bezeichnet vielmehr das Gebäude, in dem die Klostergemeinschaft lebt.
Nach den Regeln des heiligen Benedikts sollen sich die Benediktiner Mönche selbst versorgen und von dem leben, was sie mit ihren eigenen Händen erarbeiten können. Aus diesem Grund haben Landwirtschaft und Handwerk eine lange Tradition auf dem Klostergut.

1994 wurde damit begonnen, die Landwirtschaft auf organisch-biologische Wirtschaftsweise nach Bioland-Richtlinien umzustellen. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, daß das Kloster eine beachtliche landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet: 350 Hektar.
Dazu kommt ein Viehbestand von ca. 220 Rinder (Mutterkuhhaltung mit Aufzucht und Mast), 300 Mastschweinen, ca. 70 Schafen und vier Ziegen.

Außerdem bewirtschaften sie noch die Klostergärtnerei. Sie umfaßt 1.200 Quadratmeter Gewächshäuser, eineinhalb Hektar Freiland und vier Hektar Streuobstwiesen.

Gewächshaus in Plankstetten
In den Gewächshäusern der Klostergärtnerei werden im Frühjahr Pflanzen vorgezogen; im Herbst und im Winter steht hier Salat

Ökolandbau in der Klostergärtnerei

Bei meinem Besuch in der Klostergärtnerei sprach ich mit Gärtnermeister Harald Joa. Mit Begeisterung führte er mich und den Rest meiner Familie durch den Garten und erläuterte die Besonderheiten seines Reiches.
Zunächst wirkt die Gärtnerei wie ein normaler Hof, doch im Verlauf unseres Gesprächs erfahre ich, wie privilegiert sich Harald Joa bei seiner Arbeit fühlt. Weil hier Mensch und Ökologie im Vordergrund stehen.

Blumen und Früchte im Klostergarten Plankstetten
Auch wenn bereits Herbststimmung über dem Klostergarten liegt: Noch immer blühen leuchtende Blumen in den Beeten und hängen saftige Früchte in den Bäumen.

Investitionen mit ökologischem statt ökonomischem Fokus

Normalerweise müssen (landwirtschaftliche) Betriebe darauf achten, daß Investitionen der Gewinnmaximierung dienen sollten. In Plankstetten trifft man manche Investitionsentscheidungen auch einfach nur aus ökologischer Überzeugung. Hier im Kloster wurde zum Beispiel eine Zisterne in die Erde eingelassen, die mehr Wasser aufnehmen kann, als ein großes, öffentliches Schwimmbad. Sie wird mit Regenwasser von den Dachflächen des Klosters gespeist und wird zudem für die Abfuhr der Kondensatorwärme der Gewerbekälte eingesetzt. Mit dem gesammelten Wasser werden die Gewächshäuser, Äcker und Obstplantagen befeuchtet. Selbst nach neun Wochen ohne Regen beträgt der Füllstand des Wasserreservoirs noch über neunzig Prozent. Das macht die Landwirtschaft komplett unabhängig von Trinkwasser.
Fossile Energieträger versucht man hier im Kloster durch Erneuerbare zu ersetzen. Die Dächer der landwirtschaftlichen Hofstelle sind mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und erzeugen pro Jahr ca. 200.000 kWh Strom. Die Biogasanlage liefert 600.000kWh Strom pro Jahr. Damit sind das Kloster und seine Betriebe (Landwirtschaft, Gärtnerei, Bäckerei, Metzgerei, Brennerei, Küche, Schenke und Hofladen) komplett autark.

Kreislaufwirtschaft in der klösterlichen Landwirtschaft

Früher war eine Kreislaufwirtschaft ganz normal, in der konventionellen Landwirtschaft ist sie heutzutage fast nicht möglich.
Mit großer Leidenschaft betreibt Frater Richard Schmidt, der Leiter der klösterlichen Landwirtschaft Versuche bezüglich Bodenbeschaffenheit, Nährstoffgehalt und Düngung.
In Plankstetten wird ausschließlich Dünger aus eigenem Schweine- und Pferdemist und Reste aus der Biogasanlage auf die Felder ausgebracht. Und das auch nur in Maßen: Wo laut Bioland-Verband 5,5 Tonnen erlaubt wären, kommen hier nur 500kg zum Einsatz.

Die 30 bis 40 Obst-, Gemüse und Kräutersorten werden zu 70% in der eigenen Klosterküche verwertet, der Rest wird im Klosterladen oder auf umliegenden Märkten vertrieben.
Bei der Anzucht der Pflanzen achtet Gärtnermeister Harald Joa auf Artenvielfalt: Er sät etwa 40 unterschiedliche Sorten Tomaten aus (in deutschen Supermärkten gibt es heutzutage noch fünf verschiedene Sorten), 20 Paprikasorten, 10 verschiedene Kürbisarten und sechs Obstsorten. Zusätzlich kommen noch viele Winterkulturen für die frostige Jahreszeit hinzu.
Für die Bestäubung der Pflanzen und Obstbäume kommen die eigenen Bienen zum Einsatz.

Menschen und Maschine

Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn es dabei auch dem Menschen gutgeht. Deshalb werden Maschinen im Klostergarten wohl überlegt eingesetzt.
Zum einen gibt es wenig neue Maschinen, damit auch Lehrlinge und Praktikanten von Anfang an die Maschinen bedienen können.
Die Pflanzmaschine, die in Plankstetten zum Einsatz kommt, hat eine geringere Arbeitsleistung als das Pflanzen von Hand. Trotzdem kommt die Maschine zum Einsatz, da sie den Pflanzvorgang erleichtert.
Der Mensch steht im Vordergrund. Deshalb ist es das Bestreben die Produktionskosten zu senken, ohne die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verschlechtern.

Was habe ich aus dem Klostergärtnerei mitgenommen?

Harald Joa hat sich diesen Job nicht ausgesucht, weil er damit reich werden möchte. Oder weil er keine Hobbys hat und deshalb gerne mal 80 Stunden pro Woche arbeitet. Er brennt für den Ökolandbau und findet im Kloster die idealen Bedingungen sein Wissen als Gärtnermeister einzusetzen. Genauso wichtig wie die Natur sind im Kloster die Menschen. Die, die für die klösterliche Landwirtschaft arbeiten und die, die zu Besuch kommen und mehr über ihre Nahrungsmittel lernen wollen.

 

 

 


Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Kooperation mit meinem Blogsponsor Bio-Erlebnistage entstanden.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

 

[WERBUNG]

Am vergangenen Wochenende habe ich auf der Bloggerkonferenz #denkst18 sehr viel über Medienkompetenz diskutiert. Dabei ging es in erster Linie um das Thema Smartphone und was ich als Eltern wissen sollte, bevor ich meinem Kind ein solches Gerät in die Hand drücke.
Aber Medienkompetenz ist mehr als Gerätekompetenz.
Im folgenden Beitrag soll es darum gehen, wie Kinder und Jugendliche gefördert werden können, die nicht nur konsumieren wollen, sondern auch selbst Inhalte produzieren möchten. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel Adrian aus meinem Interview zu #medienkompetent.
Sei es Programmieren lernen, Spiele entwickeln oder professionell YouTube-Videos drehen:
Es gibt im Netz einige Angebote für Eltern, die sich mit dem Thema Medienkompetenz befassen. Der Schwerpunkt liegt dabei meist auf einem verantwortungsvollen Konsum von Inhalten in den neuen Medien. Angebote selbst aktiv zu werden und Inhalte zu produzieren sind dagegen sehr rar.

Computer Feriencamp

Medienkompetenz zu besitzen bedeutet eben nicht nur die Fähigkeit Inhalte verantwortungsvoll zu konsumieren, sondern auch selbst welche zu produzieren.
Eines dieser Angebote für Kinder und Jugendliche ist das Computerferiencamp. Das Camp bietet seit 1992 Ferienbetreuung der ganz besonderen Art an: IT-interessierte Kinder verbringen hier ihre Freizeit gemeinsam mit Computerunterricht, wobei der Fokus auf dem Miteinander liegt.
Christian Gerstgrasser, selbst Teilnehmer der ersten Stunde, Betreuer und jetzt Organisator des Camps, erläuterte mir im Interview das Besondere an dieser Art der Ferienbetreuung.

Herr Gerstgrasser, ich las, Sie sind eigentlich Steuerberater. Weshalb sind Sie seit über 25 Jahren für das Computercamp aktiv?

Ich brenne für das Thema und finde es gerade in Anbetracht von Digitalisierung und Bildung 4.0 extrem wichtig Programmierung als neue Fremdsprache zu sehen.

Wie muß ich mir das Computercamp vorstellen und wen möchten Sie mit Ihren Inhalten ansprechen?

Das Computercamp verknüpft Ferienlageratmosphäre mit Computerunterricht. Gedacht ist es für alle it-affinen Kinder, die Gleichgesinnte suchen. Unser Fokus liegt auf dem gemeinsamen Miteinander. Hier herrscht die geeignete Atmosphäre, um Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen. Häufig bilden sich Freundschaften, die über viele Jahre bestehen.

Ein Seminar im Rahmen des Computercamps
Ein Seminar im Rahmen des Computercamps. Bild: Computercamp

Welche Kurse kann man bei Ihnen belegen?

Sommerferienkurse
Unsere Kurse finden in den Sommerferien statt und man kann zwischen 20 Kursen wählen, von denen manche aufeinander aufbauen.
Eine Einheit umfaßt eine komplette Woche, man kann aber problemlos auch länger buchen.
In diesem Jahr hat ein Kind sogar seine kompletten Ferien bei uns verbracht.

Programmieren, YouTube oder Gameing
Inhaltlich gibt es verschiedene Ausrichtungen. Wir decken Hardware-Themen ab, Programmieren, oder kreative Bereiche wie Gamedevelopment und haben eine YouTube-Akademie. Hier dreht sich zum Beispiel alles um die bei vielen Jugendlichen so beliebten Let’s Play Filme.

Wer entwickelt die Kurse und unterrichtet im Computercamp?

Unser EDV-Unterricht ist komplett selbst entwickelt. Wir legen großen Wer auf didaktische und pädagogische Aufbereitung.
Vielleicht kennen Sie Felix Nattermann, er ist seit 30 Jahren Lehrer und Erlebnispädagoge und entwickelt für uns Kurse und unterrichtet auch selbst. (Ich lese gerade das Buch von Felix Nattermann und werde demnächst hier darüber berichten. )

Die speziell für die Zielgruppe aufbereiteten Inhalte werden von geschulten Fachkräften vermittelt. Bild: Computercamp

Für die Freizeit außerhalb des Unterrichts haben wir geschulte pädagogische Betreuer. Den Unterricht übernehmen Lehrer oder Studenten aus der IT. Es gibt auch Betreuer, die in beiden Bereichen tätig sind.
Vor den Kursen werden alle Mitarbeiter speziell geschult.

Worauf legen Sie besonderen Wert im Computercamp?

Unser EDV Unterricht beginnt dort, wo Schulen nicht mehr wollen oder können. Oft fehlt es an Lehrkräften und der (finanziellen) Ausstattung der Schulen.
In Kleingruppen wird das Wissen vermittelt. Die Kinder lechzen nach Input und wollen mehr lernen als einen Computer einfach nur zu bedienen.

Gemeinsames Freizeitprogramm mit sportlichen Aktivitäten. Bilder: Computercamp

Neben dem Unterricht liegen uns ganz besonders die Freizeitaktivitäten am Herzen. Oft kommen Nerds, Freaks und Außenseiter zu uns, die zu Hause nicht viele soziale Kontakte haben. Hier schaffen wir eine Begegnungsplattform, auf der sie einerseits Anschluß finden können, andererseits auch in Bereichen Erfolge haben können, die ihnen im Alltag nicht so liegen.
Deshalb bieten wir an die Kinder angepaßte Freizeitaktivitäten an. Wir sind viel draußen und nehmen zum Beispiel das Konzept von Computerspielen mit in die Natur: Umgesetzt als Outdoorspiele.

Wer sind Ihre Teilnehmer?

2018 haben wir Kinder und Jugendliche aus 14 verschiedenen Ländern zu Gast. Sogar aus Asien und Nordamerika finden sie den Weg zu uns. Viele Teilnehmer kommen immer wieder. Ein Jugendlicher kommt seit 8 Jahren und hat schon 24 Wochen bei uns im Camp verbracht.
Ich freue mich, wenn ich die Entwicklung der Kinder über Jahre verfolge und sehe, wie wir auch dazu beitragen Persönlichkeiten zu stärken.

Melden sich auch Mädchen für das Camp an und buchen diese bestimmte Kurse?

Wir haben auch Mädchen in unseren Kursen. Allerdings nur etwa zehn Prozent. Weshalb das so ist, konnten wir noch nicht feststellen. Egal ob Programmieren oder YouTube, sie interessieren sich für alle Kurse

Egal ob Mädchen oder Jungs: Das IT-Interesse ist da. Bild: Computercamp

Was denken Sie, was sich im Hinblick auf Digitalisierung in der Bildung ändern muß?

Wir hatten das Thema Medienkompetenz als einen optionalen Workshop.  Das Interesse daran war eher gering. Und doch haben wir festgestellt, daß die Kinder gut mit Anwendungen umgehen können, aber der Wissensbackground nicht ausgeprägt ist.
Meiner Meinung nach muß ein Großteil der Medienbildung in der Schule passieren. Die Eltern können dabei nur bedingt helfen.

Bio Erlebnistage – Der berittene Cowboydienstag

Bio Erlebnsitage - Der berittene Cowboydienstag

[WERBUNG] Wart Ihr schon einmal in der Oberpfalz, dem drittgrößten Regierungsbezirk in Bayern? Kaum zurück aus unserem Familienurlaub in Norwegen besuchte ich Anfang September die dortige Öko-Modellregion Steinwald-Allianz. Eigentlich ganz im Osten von Bayern an der Grenze zu Tschechien gelegen, fand ich mich plötzlich im Wilden Westen beim berittenen Cowboydienstag wieder.

Die Öko-Modellregion Steinwald-Allianz Oberpfalz

Der Regierungsbezirk Oberpfalz ist flächenmäßig der drittgrößte in Bayern, jedoch auch der am dünnsten besiedelte: auf einem Quadratkilometer leben gerade mal 113 Menschen. Im Vergleich dazu: Der dicht besiedelste Bezirk Oberbayern beheimatet 262 Menschen auf der selben Fläche [Quelle].

 

Öko-Modellregion Steinwald-Allianz
Die Öko-Modellregion Steinwald-Allianz liegt am nördlichen Rand des Regierungsbezirks Oberpfalz.

Die Öko-Modellregion Steinwald-Allianz Oberpfalz  rund um den Naturpark Steinwald liegt im westlichen Landkreis Tirschenreuth am nördlichen Rand des Regierungsbezirks Oberpfalz. Aus meiner Heimat, dem Frankenwald in Oberfranken kenne ich das Problem der grenznahen Gebiete: Sie sind strukturschwache Regionen. Im Gebiet der Steinwald-Allianz mit seinen 16 Städten und Gemeinden ist Bedeutung der Landwirtschaft sehr hoch. Durch Ökolandbau, der sehr an die natürlichen Gegebenheiten angepaßt ist versuchen die Partner in der Öko-Modellregion sowohl Arbeitsplätze als auch das Landschaftsbild zu erhalten.
Ich habe mir den Hof Grenzmühle von Andrea Steinkohl ausgesucht, um am berittenen Cowboy-Dienstag. teilzunehmen. Mich interessierte, was Reiten mit Ökolandbau zu tun hat.

 

Der berittene Cowboydienstag

„Klasse! Wir gehen Reiten!“ Die Freude war groß, als ich den Mädels erzählte, daß wir Anfang September in die Oberpfalz fahren würden. Für die Bio-Erlebnistage hat sich die Öko-Modell-Region Steinwald-Allianz Oberpfalz etwas ganz Besonderes ausgedacht: Den berittenen Cowboy-Dienstag.
Also packten wir Reit- und Fahrradhelme, festes Schuhwerk und ein paar Hörspiele für die Fahrt ein und los ging es in nordöstliche Richtung. Gefühlt ging die Fahrt ins Nirgendwo. Fast eine Stunde von der Autobahnabfahrt entfernt kam das Ziel in Sicht.

Es war Gewitter gemeldet, deswegen kamen wir ein bißchen zu früh an der Grenzmühle an. Aber wir hatten genügend Zeit mitgebracht und die Mädels streiften begeistert um die Pferde herum. Irgendwie waren die doch ganz schön groß!

Pferd aus der Ameisenperspektive
Von unten betrachtet sind Pferde noch imposanter.

Während die Mädels Pferde putzen durften, konnte ich mich ein bißchen mit Andrea unterhalten. Sie erzählte mir, daß es den berittenen Cowboydienstag nun schon im zweiten Jahr gibt und sie sich vor Anmeldungen kaum retten kann. Egal ob Anfänger oder erfahrene Reiter, die Region Steinwald zieht Pferdeliebhaber magisch an.
Selbst mit Pferden aufgewachsen, bietet Andrea Reitausflüge in der Region an. Ganz schön viel Arbeit neben den Aufgaben rund um ihren Bioland Hof, den sie zusammen mit ihrem Mann Josef Schmidt betreibt.

Sattelkammer Grenzmühle
Die Sattelkammer: Fein säuberlich beschriftetes Putzzeug und jeder Sattel an seinem Platz.

Die Pferde, die hier auf dem Hof im Stall stehen, sind teilweise über zwanzig Jahre alt. Sie werden geliebt, gehegt und gepflegt. Das merkt man sofort, wenn man Andrea über ihre “Rentner” sprechen hört. Die Ältesten unter ihnen dürfen auch nur noch von kleineren Kindern geritten werden.

Kinder putzen Pferde vor dem Ausritt
Die Mädels durften gleich mal die Pferde putzen, bevor ihnen die Sättel aufgelegt wurden.

Jetzt ist wahrscheinlich der Moment gekommen, an dem ich gestehen muß: Ich kann nicht reiten, war als Erwachsener noch nie auf einem Pferd gesessen und hatte -gelinde gesagt- großen Respekt vor unserem Ausritt.

Andrea Steinkohl sattelt die Pferde
Souverän bereitet Andrea Steinkohl die Pferde für den Ausritt vor.

Meine Kinder haben im Gegensatz zu mir schon ein paar Mal im Sattel gesessen und waren diesbezüglich voller Vorfreude.

Kinder mit Pferd am Zügel.
Startbereit: Die Mädels freuen sich, daß es endlich losgeht.

Aber auch mein mulmiges Gefühl verflog sofort: Andrea führte mein Pferd und ich konnte sogar nach einer Eingewöhnungsphase Bilder aus dem Sattel machen.

Ausblick zu Pferd.
Mein Blick über den Pferdekopf hinweg in die Landschaft.

Erst mal auf das Stampfen und die Bewegungen des Pferdes eingelassen konnte ich Pferderhythmus, Landschaft und Umgebung auf mich wirken lassen. Vielleicht mag das ein wenig esoterisch klingen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, daß sich eine innere Ruhe ausbreitete.

Kind reitet im Westerstil
Die Große fühlte sich mächtig wohl im Sattel und Andrea schüttelt schmunzelnd darüber den Kopf, daß die beiden Rentner genüßlich das feine, grüne Gras zupften.

Auch an der Region Steinwald ging der heiße Sommer nicht spurlos vorüber: Viele sonst saftig grüne Wiesen sind braun und vertrocknet. Momentan fressen die Pferde und Rinder das Futter, das eigentlich als Wintervorrat gedacht war. Ein Problem, dem am Ende dieses Sommers viele Landwirte ausgesetzt sind.

Grasende Pferde
Die Rentner sind froh über das frische Gras auf der Wiese. Mein Ausblick: Ein gemütlicher Pferdekopf.

Wir ritten gemütlich bergauf und bergab, bis Andrea auf einmal laut rief und pfiff. In der Annahme, daß gleich ein Hund oder ein anderes Haustier aus dem Wald gelaufen kommt, war ich doch einigermaßen überrascht, als plötzlich eine Rinderherde mit donnernden Hufen auf uns zu galoppiert kam. Auf ihrem Hof halten Andrea und ihr Mann Rotes Höhenvieh, eine alte, vom Aussterben bedrohte, und in der Region beheimatete Rasse. Eigentlich sind sie perfekt an die klimatischen Bedingungen der Region Steinwald angepaßt. Doch in diesem Sommer ist es schwierig. Die Tiere sind hungrig, weil wegen der Trockenheit des vergangenen Sommers auf der Weide kaum mehr Futter zu finden ist, deswegen kamen sie so angerast.

Rotes Höhenvieh
Sind sie nicht hübsch, die Rinder? Es ist in der Region Steinwald beheimatetes Rotes Höhenvieh. Eine Rasse, die mit den schwierigen klimatischen Bedingungen der Region prima zurechtkommt.

Der Ausritt ging quer durch die oberpfälzer Landschaft, vorbei an Teichen, Weiden, Wiesen und Feldern mit grandiosen Ausblicken über die Region.

Pferde am Strick
Um uns alle sicher wieder zurück zum Stall zu bringen hatte Andrea noch Helferinnen organisiert.

Zum Abschluß hat Andrea uns und die Pferde noch einmal für ein Erinnerungsfoto drapiert. Dann wurde abgesattelt und gefüttert.

Vier Mädels auf Pferden vor dem Grenzhof
Abschlußbild mit den vier IchLebeJetzt-Mädels

Unsere Jüngste konnte kaum aufhören, die Pferde mit Karotten zu füttern. Die Tiere nahmen das Wurzelgemüse natürlich dankend an. Ich hoffe, sie haben sich nicht überfressen.

Pferde im Stall
Zurück im Stall durften die Mädels die Pferde mit Karotten füttern.

Und während ich mich noch über Ökolandbau unterhielt und wir die Frage erörterten: Bestimmt der Verbraucher den Markt oder der Einzelhandel?, machten die Mädels Bekanntschaft mit Idefix dem geretteten Hund. Die Große rief sofort ihren Papa an, ob wir den armen, kleinen Hund nicht adoptieren können. Er sucht nämlich ein neues zu Hause.

Idefix
Der kleine Idefix ist ein ganz lieber, verspielter Hund. Wer also darüber nachdenkt, sich einen Hund anzuschaffen, der kann sich gerne bei mir melden, ich gebe den Kontakt weiter. – Oder die Mädels überzeugen den Papa von einem Zweithund.

Unser Fazit zum berittenen Cowboydienstag

Ein tolles Angebot, um die Wertschätzung zu zeigen, die den Tieren und der Natur in dieser Region entgegengebracht werden. Hier kann man prima sehen, welche Auswirkungen Ökolandbau auch für die Lebensqualität der regionalen Bevölkerung haben kann. Die nachhaltige Landwirtschaft kann zum Beispiel schwierig zu kultivierende Flächen landwirtschaftlich nutzen und sichert gleichzeitig regionale Arbeitsplätze.
Wir kommen auf jeden Fall wieder. Um reiten zu lernen, die Natur zu genießen und Hunde zu streicheln.

 

 

 

 


Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Kooperation mit meinem Blogsponsor  Bio Erlebnistage entstanden.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Bio Erlebnistage 2018 in Bayern

[WERBUNG] Vergangene Woche war ich auf dem Hatzlhof in Esting zu Gast. Hier fand die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage 2018 statt. Ich traf auf Vertreter der Bio-Anbauverbände, aus Politik und Landwirtschaft.
Und ich konnte viele Fragen loswerden und neue Erkenntnisse in Bezug auf das Zusammenspiel von bio und regional gewinnen.

Was sind die Bio-Erlebnistage?

Die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage in Esting war der Startschuß für ganz unterschiedliche Veranstaltungen rund um den Ökolandbau in ganz Bayern. Bereits zum 18. Mal finden die Bio-Erlebnistage diesen Herbst  statt. Zwischen 1. September und 7. Oktober können Verbraucher bei über 270 Angeboten Bio erleben.

Bio Erlebnsitage Bayern 2018 September Oktober

Bio-Hersteller und -Verarbeiter öffnen ihre Betriebe und lassen VerbraucherInnen zum Beispiel in ihre Ställe, Backstuben oder Brauereien blicken oder sie zeigen ihnen direkt auf den Wiesen und Äckern wie sie arbeiten. Oder sie unternehmen Ausflüge zu Pferd, mit dem Fahrrad oder einem Segway zu Bio-Themen. Dabei können Interessierte ihre Fragen rund um das Thema ökologischer Landbau loswerden und die verschiedenen Erzeugnisse gleich vor Ort probieren.
Die Bio-Erlebnistage sind eine Veranstaltung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Familie Hatzl vom Hatzlhof in Olching
Links: Kurz vor Beginn der Eröffnungsveranstaltung der Bio-Erlebnistage auf dem Hof der Familie Hatzl in Esting. Rechts: Familie Hatzl.

Ökolandbau in Bayern

Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte in seiner Rede, daß Biolandbau wichtig ist und es dem Ministerium ein Anliegen sei “Biolandbau weiter zügig zu unterstützen und voranzutreiben. Immer orientiert am Markt, den es aber auch zu bearbeiten gilt.” Damit bezieht er sich auf die Initiative BioRegio Bayern 2020, die den Ausbau des Ökolandbaus in Bayern zum Ziel hat.

Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

Initiative BioRegio Bayern 2020

Seit 2012 ist die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Mit Hilfe dieser Initiative soll der Ökolandbau bis zum Jahr 2020 auf 12% verdoppelt werden. Sie beinhaltet strukturelle Verbesserungen in Bildung, Beratung, Forschung und Marktentwicklung, sowie optimale Förderbedingungen für den Ökolandbau.

Die Anzahl der Betriebe, die in Bayern auf Ökolandbau umstellen wächst dynamisch. 2017 stieg die Anzahl der Mitgliedsbetriebe der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis  um 8,6% auf 6.221.

Die Gäste der Veranstaltung konnten auf ausliegenden Karten ihre Wünsche ans Ministerium formulieren und an den Wunschbaum hängen. Die Wünsche reichen von mehr staatlicher Förderung für den Ökolandbau bis hin zu gezielter Aufklärung der Verbraucher zum Thema Nachhaltigkeit.

Bio-Erlebnistage 2018 Wünsche an das Landewirtschaftsministerium
Am Ende hingen viele Wünsche an die Politik in Bezug auf den Öko-Landbau am Baum.

Gehören bio und regional zusammen? Was sagen die Fachleute?

Die Veranstaltung, die ganz unter dem Motto Bio und Bayern gehören zusammen stand, war eine prima Gelegenheit für mich, meine Fragen bezüglich Nachhaltigkeit loszuwerden. In meinem Artikel Bio oder regional- was ist nachhaltiger? kam ich mit meinem aktuellen Kenntnisstand für mich zu dem Schluß, daß im Idealfall beides zusammenkommt und sich gegenseitig ergänzt.
Doch was sagen Fachleute zu dieser Frage?

Um es vorweg zu nehmen: Alle, mit denen ich auf dem Hatzlhof sprach waren sich einig, daß bio und regional untrennbar miteinander verbunden sind. Alles andere macht in Bezug auf Nachhaltigkeit wenig Sinn. Ein regionaler Ökolandbau dient der

  • Wertschöpfung in der Region
  • Transparenz gegenüber dem Verbraucher
  • Vernetzung der Erzeuger

 

[pullquote]Wir müssen den Verbraucher mit einbinden. Wenn er den Nutzen ökologischer Landwirtschaft bei sich um’s Eck in der Landschaft sehen kann, dann ist er auch bereit den Mehrpreis zu bezahlen.
Christoph Schinagl, (Bioland-Umstellungsberater)[/pullquote]

[pullquote]Bio ist besser als regional, aber wir brauchen beides zusammen, weil wir Wertschöpfung in der Region brauchen. Durch Regionalität und Verbraucherinitiativen kann die Biobranche Vertrauen aufbauen. Wenn die Erzeuger sich untereinander kennen macht es nachhaltiges Wirtschaften einfacher.
Peter Hinterstoißer (Fachberatung ökologischer Landbau, Biokreis)[/pullquote]

[pullquote]Regionalität bedeutet kurze Transportwege und niedrigen Energieverbrauch. Zudem stärkt es die Verbraucher-Erzeuger Beziehung. Der Begriff regional ist jedoch nicht zertifiziert. Wir brauchen bio, um uns von konventioneller Landwirtschaft auch in Bezug auf Grundwertabsätze und den klaren Blick darauf abzugrenzen.
Jens Binder (Geschäftsführer Naturland Fachberatung)[/pullquote]

[pullquote]Bio und regional ergänzen sich super und sind eine Gegenbewegung zur Globalisierung. Wenn der Verbraucher weiß, woher die Nahrungsmittel kommen, schafft das ein Bewußtsein für Landwirtschaft. Regionalität ezeugt mehr Gemeinschaft und Miteinander und der Landwirt ist gleichwohl auch Landschaftspfleger.
Nina Berner (Stv. Geschäftsführung und Referentin regionale Vermarktung Demeter)[/pullquote]

[pullquote]Regionalität alleine funktioniert nicht nachhaltig. Wenn der Bauer in der Nachbarschaft sein gentechnisch verändertes Futter aus dem Ausland importiert und hektoliterweise Erdöl für die Herstellung von Kunstdünger verschwendet werden, bringt das nichts für die Nachhaltigkeit.
Franz Obermeyer (Demeter, Vorstandsmitglied LVÖ)[/pullquote]

[pullquote]Bio, regional und saisonal sind untrennbar miteinander verbunden.
Andreas Hatzl, (Hatzlhof, Bioland)[/pullquote]

Kartoffeln auf dem Hatzlhof

Nach dem offiziellen Teil führte Andreas Hatzl durch seinen Betrieb.
Dorothea und Andreas Hatzl betreiben den Hatzlhof seit 1999 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Der Schwerpunkt liegt auf dem Kartoffelanbau, auf den Äckern wachsen aber auch Dinkel, Roggen, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Erbsen, Acker- und Sojabohnen und Kleegras.

Bioerlebnistage 2018 Hatzlhof Kartoffeln sortieren
Die Kartoffeln werden zum Hatzlhof angeliefert und sortiert.

Der Hatzlhof gehört zum Netzwerk Unser Land und verpackt neben der eigenen Ernte für umliegende Erzeuger deren Kartoffeln.
Andreas Hatzl sagt über den Erzeugerverband: “Viele Bauer sind nicht in der Lage als einzelne auf den Verbraucher zuzugehen, da hilft die Gemeinschaft.”

Macht es nicht Sinn, die Kartoffeln erst zu Hause zu waschen? Laut Andreas Hatzl nicht: Hier im Betrieb wird in Summe weniger Wasser zum Reinigen der Kartoffeln verwendet, als wenn jeder Verbraucher selbst seine Kartoffeln waschen würde.

Waschen und Verpacken von Kartoffeln auf dem hatzelhof Hier sind die Kartoffeln gewaschen und auf dem Weg zum Verpacken.

Meine erste Frage an dieser Stelle war auch die nach der Verpackung: Für manchen Kunden werden die Kartoffeln in Papierschalen gefüllt und mit einer Plastikfolie verpackt. Ich persönlich würde sie so nicht kaufen, alternativ (sofern ich keinen eigenen Beutel dabei habe) gibt es sie hier aber auch in einem Papiersack oder Netz aus Cellulose. Diese Art der Verpackung wird momentan auf dem Hatzlhof getestet.

Wie geht es weiter?

Mich interessiert, wie das Thema Öko-Landbau in Bayern generell aussieht. Wo gibt es besonders viele Bio-Höfe? Und was hat es mit den Öko-Modellregionen auf sich?
Noch bevor die eigentlichen Bio-Erlebnistage starten, suche ich mir aus dem umfangreichen Programm meine persönlichen Highlights aus und stelle sie hier vor.

Was interessiert Euch davon am meisten?

 

 

 

 

 


Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Kooperation mit meinem Blogsponsor  Bio Erlebnistage entstanden.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Echter Ökostrom? So erkennst Du ihn!

Was ist eigentlich echter Ökostrom

[WERBUNG]  Du hast beschlossen auf Ökostrom umzusteigen?
Egal, welchen Anbieter du wählst, die Stromlieferung ist gesichert. Teurer ist Ökostrom in der Regel auch nicht.
Allerdings solltest du auf das Kleingedruckte im Vertrag achten. Denn nicht jeder Anbieter von grünem Strom auch echten Ökostrom.

Die einzige nachhaltige Alternative: Ökostrom

Für mich gibt es keine Alternative zu echtem Ökostrom aus erneuerbaren Ressourcen wie Wasser, Wind und Sonne.

Laut Umweltbundesamt, stieg 2017 die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um etwa 15 Prozent auf rund 218 Milliarden Kilowattstunden an und deckt bereits über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs [Quelle]. Das klingt für mich schon mal nach einem Schritt in die richtige Richtung, es muss aber noch viel mehr werden.
Auch wenn ich als Einzelperson relativ wenig Strom verbrauche, kann ich zur Energiewende beitragen. Der Gesetzgeber sagt nämlich:

Der Energieversorger muss genau so viel Ökostrom ins Netz einspeisen, wie von den Verbrauchern nachgefragt wird. Steigt die Nachfrage nach Ökostrom, so muss der Versorger auch mehr Ökostrom einspeisen. Mit einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann so Druck auf einen Ausbau der erneuerbaren Energien ausgeübt werden. [Quelle: Umweltbundesamt]

Echter Ökostrom von Polarstern

Neulich habe ich hier ganz begeistert erzählt, daß Polarstern einer meiner Blogsponsoren ist. Und jetzt ist auch der beste Zeitpunkt einen der Gründe zu erfahren, weshalb ich diese Verbindung eingegangen bin: Das Münchner Unternehmen setzt nicht nur auf Umweltschutz und liefert wirklich Ökostrom zu 100% aus Wasserkraft. Polarstrom ist auch Teil der Gemeinwohl-Ökonomie (dazu gibt es demnächst einen gesonderten Artikel), das heißt unternehmerischer Erfolg wird nicht am ökonomischen Gewinn allein, sondern am Nutzen für das Gemeinwohl gemessen. Es geht um Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit oder Transparenz.

Innkraftwerk bei Feldkirchen von oben
Polarstern bezieht seinen Strom zu 100% aus Wasserkraft. Hier ist das Laufwasserkraftwerk am Inn bei Feldkirchen zu sehen. (Bild: Polarstern)

Wie öko ist mein Strom?

Doch wie kann ich als Laie erkennen, ob es sich beim Angebot des neuen Stromanbieters um echten Ökostrom handelt? Den viele große Konzerne haben den Grünen Strommarkt als neue Einnahmequelle für sich entdeckt und versuchen zu tricksen.

Was ist Ökostrom?

Ökostrom ist der Oberbegriff für elektrische Energie, die ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.  Das heißt mit Hilfe von Windrädern-, Solaranlagen- oder Wasserkraftwerken wird echter Ökostrom erzeugt. Auch aus der Wärme im Inneren der Erde kann man diese Art von Strom gewinnen.

Qualitätssiegel können helfen

Bei Anbietern, die TÜV Nord zertifiziert sind, ist man schon einmal auf der sicheren Seite. Voraussetzung für den Erhalt des Siegels ist, daß der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Außerdem garantiert das Siegel, daß der Stromanbieter zusätzliche Investitionen in neue Anlagen zur Ökostromerzeugung tätigt – über die EEG-Umlage hinaus – und innovative Energieprojekte unterstützt.

Hat er sich zusätzlich dem Qualitätssiegel Grüner Strom Label verpflichten, kann man sich sicher sein, echten Ökostrom zu erhalten. Um das Zertifikat zu erhalten, muß der Stromanbieter nachweisen, dass sein Produkt einen echten Beitrag zur Förderung regenerativer Energien leisten. Zudem ist es nicht zulässig in irgend einer Art und Weise mit der Atom- oder Kohleindustrie vernetzt zu sein. Darüber hinaus muß die Kommunikation an den Endkunden hohen Ansprüchen im Hinblick auf Nachvollziehbarkeit und Transparenz genügen.

Innkraftwerk Feldkirchen bei Rosenheim von oben
Innkraftwerk Feldkirchen bei Rosenheim von oben. Was man nicht sieht: Hier werden ambitionierte Tier- und Umweltschutzmaßnahmen durchgeführt. Zum Beispiel wurde eine Fischtreppe angelegt, damit die Fische um das Kraftwerk herumschwimmen können und ihr natürlicher Lebensraum nicht eingeschränkt ist. (Bild: Polarstern)

Gibt es auch falschen Ökostrom?

Ja, den gibt es. Du solltest ein bißchen genauer hinschauen, in welcher Verbindung dein Ökostromanbieter zu den großen Energiekonzernen wie Vattenfall oder RWE steht. Manche der Energieriesen betreiben tatsächlich Öko-Kraftwerke und haben einen Ökostromtarif. Aber sie investieren in der Hauptsache in Atom- und Kohlekraftwerke.
Wer Ökostrom verkauft, sollte auch in den Bau neuer, sauberer Kraftwerke investieren, um konventionell erzeugten Strom vom Markt zu verdrängen. Dazu empfehle ich den Beitrag Lies dazu auch den Beitrag auf Utopia: Was du über Ökostrom wissen solltest (aber keiner laut sagen mag).

Leider können nur sehr wenige Angebote im Ökostromvergleich durch ein vertrauenswürdiges Gütesiegel bestätigen, dass sie aktiv am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt sind.

Grafik: Ergebnis des bundesweiten Ökostromvergleichs (Quelle: Polarstern)

Mein Fazit in Bezug auf Ökostrom

Auch beim Thema echter Ökostrom muss man sich umfassend informieren. Nur zu gerne versuchen gerade große Konzerne sich einen grünen Anstrich zu verpassen, um umweltbewusste Kunden für sich zu gewinnen.

Mein nächster Schritt in Bezug auf Energie und Nachhaltigwerden, wird die Analyse der Familien-Energiebilanz. Ich werde unseren Stromverbrauch analysieren und herausfinden, wie wir als Familie Strom einsparen können. Denn der beste Strom ist der, der gar nicht erst benötigt wird.

 

 


Disclaimer: Ich freue mich sehr, daß Polarstern ein Blogsponsor von Ich lebe! Jetzt! ist. Wir vertreten ähnliche Werte und deshalb freue ich mich in nächster Zeit Themen aufzugreifen, die das Thema Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen und Menschen betreffen. Die Themen suche ich mir selbst aus. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Ich lebe! Jetzt! – setzt auf längerfristige Zusammenarbeit

Die neuen Blogsponsoren von Ich lebe jetzt

Ich blogge nun seit mehr als sechs Jahren über Dinge, die mir am Herzen liegen. Egal, ob es sich um Familienthemen dreht oder das Thema Nachhaltigwerden. Hin und wieder bin ich Kooperationen mit Firmen eingegangen, wobei es sich hier um etwas mehr als eine handvoll bezahlter Zusammenarbeiten handelte.
So wirklich nachhaltig ist das nicht, deshalb setze ich jetzt auf langfristige Zusammenarbeit mit Blogsponsoren.
Wie genau das aussieht?

Monetarisierung von Blogs – ein leidiges Thema

Über das Geldverdienen als Blogger wurde schon viel geschrieben, diskutiert, verteidigt und verurteilt. Eine gute Übersicht welche Möglichkeiten man als Blogger hat, beschreibt Finn Hillebrandt in seinem Artikel 14 Wege, um mit deinem Blog Geld zu verdienen mit diversen Vor- und Nachteilen.
Diskussionsbedarf gibt es auch immer wieder, was eine faire Bezahlung von Bloggern betrifft. Ich glaube, das Wichtigste ist, daß die Kooperationspartner wertschätzend und auf Augenhöhe miteinander umgehen. Alles andere findet sich. Dazu kann ich den Artikel zu Fairen Blogger Kooperationen von Yvonne Homann empfehlen.
Und dann die immer wiederkehrende Frage: Hobbyblogger oder professioneller Blogger. Was bitte ist denn professionell fragt Inka Chall?
Fakt ist: Jeder muß für sich selbst entscheiden, weshalb er bloggt und ob er seine Texte zu Geld machen möchte.

Als ich meinen Blog als Webtagebuch 2012 startete, war Geldverdienen mit meinem Internettagebuch für mich noch kein Thema. Jetzt nach vielen Jahren hat sich Ich lebe! Jetzt! so weit entwickelt, daß ich sehr sehr viel Zeit in meine Artikel für Recherche, Interviews und Bilder stecke, so daß die Zeit von meiner eigentlichen Arbeitszeit als Freelancerin weggeht.
Deshalb habe ich mir eine für mich passende Lösung entwickelt.
Ausschlaggebend war der Artikel von Karsten Lohmeyer zum Thema Sponsoring.

Evas Teeplantage und Polarstern Energie als Blogsponsoren
Ich lebe! Jetzt! proudly presents the new Blogsponsors!

Blogsponsoren für Ich lebe! jetzt!

Seit April/ Mai hat mein Blog Ich lebe! jetzt! Blogsponsoren, die mich für meine Tätigkeit als Bloggerin bezahlen.
Wer jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und Angst vor einer Dauerwerbesendung hat, den kann ich beruhigen:

Wie sieht das Blogsponsoring aus?- Transparenz und redaktionelle Unabhängigkeit

Meine Sponsoren und ich vertreten ähnliche Grundwerte und setzen sich für die gleichen Themen ein. Sie zahlen für eine bestimmte Anzahl an Beiträgen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens. Wir vereinbaren mögliche Themenschwerpunkte und sprechen Veröffentlichungszeitpunkte ab.
Natürlich sind alle beiträge als #Werbung gekennzeichnet.

Was mache ich NICHT für meine Sponsoren?

Ich veröffentliche auch jetzt keine vorgefertigten Texte oder Meinungen. Ich verlinke lediglich (nofollow) auf Inhalte, die relevant für den Artikel sind. Der Sponsor darf die Texte vorab lesen, denn in manchen Bereichen ist er der Fachmann. Alles was meine Meinung betrifft darf nicht verändert werden.

Ja wer sind sie denn nun, die Blog Sponsoren?

Ich bin schon ein bißchen stolz, heute meine Blogsponsoren vorstellen zu dürfen. Weil sie mit mir etwas Neues wagen, weil sie meine Themen unterstützen und mir vertrauen:

Evas TeeplantageEvas Teeplantage
Als erstes haben sich Alexander und Julia von der Idee des Blogsponsorings überzeugen lassen. Sie betreiben in Nürnberg den Teeladen Evas Teeplantage, zu dem auch ein Onlineshop gehört. Sie haben selbst Bloggererfahrung: Unter Teepod.de gibt es Wissenswertes rund um Tee.
In meinem ersten Artikel schrieb ich über eines meiner Herzensthemen in Sachen Nachhaltigkeit: Unverpackt Einkaufen im Teeladen. Bei Evas Teeplantage seit Jahrzehnten durchaus gängige Praxis.
Die Qualität des Tees ist sehr hoch und viele Sorten sind in Bioqualität erhältlich. Besonders schätze ich die fachkundige Beratung vor Ort oder per Mail.

 

Polarstern Energie_ Herzenssponsor von Ich lebe! jetzt!Polarstern
Polarstern ist ein nachhaltiger Energieversorger mit Sitz in München. Bisher hatte ich mir wenig Gedanken zum Thema Energie gemacht. Klar, man kreuzt Ökostrom an, schaltet das Licht aus, wenn man das Zimmer verläßt und versucht mäßig zu heizen. Doch was macht überhaupt echten Ökostrom aus? Gibt es auch Ökogas? Diese und andere Fragen versuche ich in den nächsten Monaten zu beantworten. Denn die sind nicht so unwichtig auf dem Weg nachhaltiger zu werden.
Polarstern ist Teil der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie sagen über sich selbst “… dass wir die Wirtschaft insgesamt verändern wollen, nicht nur den Energiemarkt. Nicht nur Finanzzahlen-, sondern Werte-geführt.” Ich finde das unglaublich spannend, denn bisher hatte ich viele dieser Themen noch gar nicht so intensiv auf dem Schirm.


 

 

 

Blogsponsor

Mich interessiert, was Ihr dazu denkt.
Wenn Ihr selbst Blogger seid, habt Ihr auch solche Art von Kooperationen?


Unverpackt einkaufen im Teeladen – Eva Teeplantage {Werbung}

[WERBUNG] Plastik ist schädlich. Für die Umwelt und für unsere Gesundheit. Und wir sind selbst daran schuld, daß die Meere voller Plastik sind und sich bereits im Trinkwasser und den Nahrungsmitteln kleinste Teilchen dieses Stoffes wiederfinden.
Doch was kann ich als Verbraucher dafür tun, daß weniger Plastik in Umlauf gebracht wird?
Um ein Fortschreiten dieser Plastikverseuchung Einhalt zu gebieten, ist ein erster Schritt der Verzicht auf unnötige Plastikverpackungen.

Bei meiner Recherche nach plastikfreien Einkaufsmöglichkeiten erzählte mir der befreundete Teeladenbesitzer Alexander, daß er bei Evas Teeplantage schon immer seinen losen Tee gerne auch in mitgebrachte Behältnisse der Kunden abfüllt. Völlig selbstverständlich. Manche Kunden kämen seit Jahren immer wieder zum Auffüllen ihrer Teevorräte vorbei.

Abfüllen von losem Tee bei Evas Teeplantage in mitgebrachte Glasbehälter
Teemann Alexander Poetsch füllt meinen Lieblingstee in meine mitgebrachten Glasdosen ab.

Abwiegen von losem Tee bei Evas Teeplantage in Nürnberg
Erst wird der Behälter gewogen, dann kommt der Tee hinein.

Was muß ich beim plastikfreien Einkauf im Teeladen beachten?

Eigentlich ist es völlig unkompliziert verpackungsfrei im Teeladen einzukaufen. Zwei Punkte sind jedoch zu beachten, damit du deinen Lieblingstee zu Hause auch perfekt genießen kannst:

  1. Kauf am besten immer losen Tee, denn er ist individuell dosierbar und oft auch preisgünstiger. Zusätzlich hast du eine größere Auswahl an Aromen, denn nur die bekanntesten Teesorten werden auch im Beutel produziert.
  2. Verwende einen Behälter, der dicht schließt und möglichst lichtundurchlässig ist. Ich verwende Glasdosen mit Silikondichtung oder Weckgläser mit passendem Gummi. Da ich meinen Tee in einem geschlossenen Schrank aufbewahre, wird er dadurch dunkel gelagert.

Viele unterschiedliche Teedosen
Wer keine eigene Dose dabei hat, kann bei Evas Teeplantage zwischen vielen verschiedenen Teedosen wählen. Egal ob traditionelle japanische Teedosen oder eher modern: Die Auswahl ist vielfältig.

Welche Vorteile hat der stationäre Einkauf im Teeladen noch?

Natürlich könnte ich auch meinen Tee in Großpackungen mit wenig Verpackung im Netz bestellen. Aber ganz ohne Verpackung bekomme ich online keinen Tee.
Und zur Verpackung kommen noch andere Aspekte hinzu: Zum einen möchte ich, daß unsere Geschäfte vor Ort erhalten bleiben und nicht nach und nach aussterben.
Zum anderen bekomme ich hier Empfehlungen, die zu meinem Geschmack und meinen Trinkgewohnheiten passen. Ich kann mich zu Dosierung und Ziehzeit meines Lieblingstees beraten lassen und sogar vor Ort eine frisch aufgebrühte Tasse probieren.

Teestunde bei Evas Teeplantage
Wie genau schmeckt der frisch eingetroffene Flugtee? Ich kann ihn direkt vor Ort probieren.

Meinen Kindern zum Beispiel schmeckten bisher keine Früchtetees, sie waren ihnen einfach zu sauer. Aber Alexander Poetsch empfahl mir, es einmal mit säurearmen Früchtetees zu probieren. Sie enthalten wenig oder keine Hagebuttenstückchen oder Hibiskusblüten.
Gesagt getan, der Tee schmeckt heiß und kalt sowohl im Winter, als auch im Sommer.

Säurearmer Früchtetee von Evas Teeplantage Nürnberg
Der Lieblingstee meiner Kinder: Säurearmer Früchtetee.

 

Plastikfrei Einkaufen bei Evas Teeplantage in Nürnberg

Das Beispiel von Evas Teeplantage zeigt: Früher war unverpackt Einkaufen völlig normal. Auch jenseits von Tante Emma Läden.
Habt Ihr schon einen Laden gefunden, der Euch losen Tee auch unverpackt verkauft? 

 

 

 

 

 

 

 


Disclaimer: Ich freue mich sehr, daß Evas Teeplantage mein erster Blogsponsor ist. Wir arbeiten schon seit längerer Zeit zusammen und ich schreibe Texte für den Blog Teepod.de. Wir vertreten ähnliche Werte und deshalb freue ich mich in nächster Zeit Themen aufzugreifen, die sowohl mit Tee, als auch meinen Themen Nachhaltigkeit und Rezepte zu tun haben. Die Themen suche ich mir selbst aus. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.