Bio Erlebnistage 2018 in Bayern

[WERBUNG] Vergangene Woche war ich auf dem Hatzlhof in Esting zu Gast. Hier fand die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage 2018 statt. Ich traf auf Vertreter der Bio-Anbauverbände, aus Politik und Landwirtschaft.
Und ich konnte viele Fragen loswerden und neue Erkenntnisse in Bezug auf das Zusammenspiel von bio und regional gewinnen.

Was sind die Bio-Erlebnistage?

Die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage in Esting war der Startschuß für ganz unterschiedliche Veranstaltungen rund um den Ökolandbau in ganz Bayern. Bereits zum 18. Mal finden die Bio-Erlebnistage diesen Herbst  statt. Zwischen 1. September und 7. Oktober können Verbraucher bei über 270 Angeboten Bio erleben.

Bio Erlebnsitage Bayern 2018 September Oktober

Bio-Hersteller und -Verarbeiter öffnen ihre Betriebe und lassen VerbraucherInnen zum Beispiel in ihre Ställe, Backstuben oder Brauereien blicken oder sie zeigen ihnen direkt auf den Wiesen und Äckern wie sie arbeiten. Oder sie unternehmen Ausflüge zu Pferd, mit dem Fahrrad oder einem Segway zu Bio-Themen. Dabei können Interessierte ihre Fragen rund um das Thema ökologischer Landbau loswerden und die verschiedenen Erzeugnisse gleich vor Ort probieren.
Die Bio-Erlebnistage sind eine Veranstaltung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Familie Hatzl vom Hatzlhof in Olching
Links: Kurz vor Beginn der Eröffnungsveranstaltung der Bio-Erlebnistage auf dem Hof der Familie Hatzl in Esting. Rechts: Familie Hatzl.

Ökolandbau in Bayern

Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte in seiner Rede, daß Biolandbau wichtig ist und es dem Ministerium ein Anliegen sei “Biolandbau weiter zügig zu unterstützen und voranzutreiben. Immer orientiert am Markt, den es aber auch zu bearbeiten gilt.” Damit bezieht er sich auf die Initiative BioRegio Bayern 2020, die den Ausbau des Ökolandbaus in Bayern zum Ziel hat.

Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

Initiative BioRegio Bayern 2020

Seit 2012 ist die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Mit Hilfe dieser Initiative soll der Ökolandbau bis zum Jahr 2020 auf 12% verdoppelt werden. Sie beinhaltet strukturelle Verbesserungen in Bildung, Beratung, Forschung und Marktentwicklung, sowie optimale Förderbedingungen für den Ökolandbau.

Die Anzahl der Betriebe, die in Bayern auf Ökolandbau umstellen wächst dynamisch. 2017 stieg die Anzahl der Mitgliedsbetriebe der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis  um 8,6% auf 6.221.

Die Gäste der Veranstaltung konnten auf ausliegenden Karten ihre Wünsche ans Ministerium formulieren und an den Wunschbaum hängen. Die Wünsche reichen von mehr staatlicher Förderung für den Ökolandbau bis hin zu gezielter Aufklärung der Verbraucher zum Thema Nachhaltigkeit.

Bio-Erlebnistage 2018 Wünsche an das Landewirtschaftsministerium
Am Ende hingen viele Wünsche an die Politik in Bezug auf den Öko-Landbau am Baum.

Gehören bio und regional zusammen? Was sagen die Fachleute?

Die Veranstaltung, die ganz unter dem Motto Bio und Bayern gehören zusammen stand, war eine prima Gelegenheit für mich, meine Fragen bezüglich Nachhaltigkeit loszuwerden. In meinem Artikel Bio oder regional- was ist nachhaltiger? kam ich mit meinem aktuellen Kenntnisstand für mich zu dem Schluß, daß im Idealfall beides zusammenkommt und sich gegenseitig ergänzt.
Doch was sagen Fachleute zu dieser Frage?

Um es vorweg zu nehmen: Alle, mit denen ich auf dem Hatzlhof sprach waren sich einig, daß bio und regional untrennbar miteinander verbunden sind. Alles andere macht in Bezug auf Nachhaltigkeit wenig Sinn. Ein regionaler Ökolandbau dient der

  • Wertschöpfung in der Region
  • Transparenz gegenüber dem Verbraucher
  • Vernetzung der Erzeuger

 

[pullquote]Wir müssen den Verbraucher mit einbinden. Wenn er den Nutzen ökologischer Landwirtschaft bei sich um’s Eck in der Landschaft sehen kann, dann ist er auch bereit den Mehrpreis zu bezahlen.
Christoph Schinagl, (Bioland-Umstellungsberater)[/pullquote]

[pullquote]Bio ist besser als regional, aber wir brauchen beides zusammen, weil wir Wertschöpfung in der Region brauchen. Durch Regionalität und Verbraucherinitiativen kann die Biobranche Vertrauen aufbauen. Wenn die Erzeuger sich untereinander kennen macht es nachhaltiges Wirtschaften einfacher.
Peter Hinterstoißer (Fachberatung ökologischer Landbau, Biokreis)[/pullquote]

[pullquote]Regionalität bedeutet kurze Transportwege und niedrigen Energieverbrauch. Zudem stärkt es die Verbraucher-Erzeuger Beziehung. Der Begriff regional ist jedoch nicht zertifiziert. Wir brauchen bio, um uns von konventioneller Landwirtschaft auch in Bezug auf Grundwertabsätze und den klaren Blick darauf abzugrenzen.
Jens Binder (Geschäftsführer Naturland Fachberatung)[/pullquote]

[pullquote]Bio und regional ergänzen sich super und sind eine Gegenbewegung zur Globalisierung. Wenn der Verbraucher weiß, woher die Nahrungsmittel kommen, schafft das ein Bewußtsein für Landwirtschaft. Regionalität ezeugt mehr Gemeinschaft und Miteinander und der Landwirt ist gleichwohl auch Landschaftspfleger.
Nina Berner (Stv. Geschäftsführung und Referentin regionale Vermarktung Demeter)[/pullquote]

[pullquote]Regionalität alleine funktioniert nicht nachhaltig. Wenn der Bauer in der Nachbarschaft sein gentechnisch verändertes Futter aus dem Ausland importiert und hektoliterweise Erdöl für die Herstellung von Kunstdünger verschwendet werden, bringt das nichts für die Nachhaltigkeit.
Franz Obermeyer (Demeter, Vorstandsmitglied LVÖ)[/pullquote]

[pullquote]Bio, regional und saisonal sind untrennbar miteinander verbunden.
Andreas Hatzl, (Hatzlhof, Bioland)[/pullquote]

Kartoffeln auf dem Hatzlhof

Nach dem offiziellen Teil führte Andreas Hatzl durch seinen Betrieb.
Dorothea und Andreas Hatzl betreiben den Hatzlhof seit 1999 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Der Schwerpunkt liegt auf dem Kartoffelanbau, auf den Äckern wachsen aber auch Dinkel, Roggen, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Erbsen, Acker- und Sojabohnen und Kleegras.

Bioerlebnistage 2018 Hatzlhof Kartoffeln sortieren
Die Kartoffeln werden zum Hatzlhof angeliefert und sortiert.

Der Hatzlhof gehört zum Netzwerk Unser Land und verpackt neben der eigenen Ernte für umliegende Erzeuger deren Kartoffeln.
Andreas Hatzl sagt über den Erzeugerverband: “Viele Bauer sind nicht in der Lage als einzelne auf den Verbraucher zuzugehen, da hilft die Gemeinschaft.”

Macht es nicht Sinn, die Kartoffeln erst zu Hause zu waschen? Laut Andreas Hatzl nicht: Hier im Betrieb wird in Summe weniger Wasser zum Reinigen der Kartoffeln verwendet, als wenn jeder Verbraucher selbst seine Kartoffeln waschen würde.

Waschen und Verpacken von Kartoffeln auf dem hatzelhof Hier sind die Kartoffeln gewaschen und auf dem Weg zum Verpacken.

Meine erste Frage an dieser Stelle war auch die nach der Verpackung: Für manchen Kunden werden die Kartoffeln in Papierschalen gefüllt und mit einer Plastikfolie verpackt. Ich persönlich würde sie so nicht kaufen, alternativ (sofern ich keinen eigenen Beutel dabei habe) gibt es sie hier aber auch in einem Papiersack oder Netz aus Cellulose. Diese Art der Verpackung wird momentan auf dem Hatzlhof getestet.

Wie geht es weiter?

Mich interessiert, wie das Thema Öko-Landbau in Bayern generell aussieht. Wo gibt es besonders viele Bio-Höfe? Und was hat es mit den Öko-Modellregionen auf sich?
Noch bevor die eigentlichen Bio-Erlebnistage starten, suche ich mir aus dem umfangreichen Programm meine persönlichen Highlights aus und stelle sie hier vor.

Was interessiert Euch davon am meisten?

 

 

 

 

 


Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Kooperation mit meinem Blogsponsor  Bio Erlebnistage entstanden.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Bio oder regional- was ist nachhaltiger?

Bio oder regional

Bis Anfang Oktober bin ich im Auftrag der Bio-Erlebnistage in Bayern unterwegs. Darauf freue ich mich schon sehr, denn ich möchte mehr zum Thema Bio erfahren und erhoffe mir Antworten auf meine Fragen. Zum Beispiel interessiert mich brennend, ob bio oder regional besser ist. Für Mensch, Tier und Umwelt.
Ob ein Trend in der Bevölkerung angekommen ist, merkt man das daran, daß große Supermarktketten auf den Zug aufspringen. Nahezu alle Discounter haben auch regionale Produkte im Sortiment. Die Nachfrage nach Produkten aus der näheren Umgebung ist hoch. Doch sind sie am Ende wirklich nachhaltiger?

Von bio zu regional und nun?

Mein persönlicher Weg nachhaltiger zu leben begann vor 13 Jahren mit meiner ersten Schwangerschaft. Wo ich als Studentin mein Geld lieber in Reisen und Freizeitvergnügen steckte, begann ich damals mit einer bewußten Ernährung.
Mit meinem damaligen Wissensstand war ich bemüht so viele Bio-Produkte wie möglich zu kaufen und fühlte mich gut dabei. Sie sind weniger belastet als konventionell hergestellte Lebensmittel. Das genügte mir.

Dann informierte ich mich nach und nach immer gründlicher zu den Themen Klimawandel, Transport und auch unfaire Behandlung von Arbeitskräften in der Produktionskette. Das brachte mich dazu auch regional angebaute Lebensmittel näher in Augenschein zu nehmen.
Statt mit klaren Antworten stehe ich nun mit noch mehr Fragen da.

Bio ist nicht gleich bio…

Je mehr man sich mit den Themen bio und regional beschäftigt, desto mehr Infos tauchen auf. Beim Thema Bio-Lebensmitteln wird schnell klar: Es gibt unterschiedlich strenge Kriterien, die auch noch von unterschiedlichen Stellen vergeben werden. Als Verbraucher kann ich mich an den vorhandenen Bio-Siegeln orientieren – wenn ich weiß, welche Bedeutung sie haben.

EU-Bio Logo

Das EU Bio-Siegel wird europaweit geführt und ist wohl das bekannteste Bio-Siegel hierzulande. Es ist auch das Einzige, dass gesetzlich hinterlegt ist. Die Kriterien sind allerdings auch am einfachsten zu erreichen. Zu 100% erfüllt sein muss:

  • Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemittel
  • Keine Überschreitung der festgelegten Zahl an Tieren pro Quadratmeter
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Futter aus biologischem Anbau stammt
  • Antibiotikaeinsatz nur zu medizinischen Zwecken
  • Kein Einsatz von Gentechnik
  • Höchstens 49 Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln

Das EU-Bio Siegel ist besser als keine Zertifizierung, aber Kritiker sind der Meinung, daß die Richtlinien bei weitem nicht streng genug sind, z.B. müssen in verarbeiteten Produkten nur bis zu 95 Prozent Bio-Rohstoffe enthalten sein.

Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter

Die Kriterien nachdem die Siegel von Demeter, Bioland und Naturland vergeben werden, gehen in einigen Punkten über die des EU Bio-Siegels hinaus.

Schale mit Erdbeeren mit Bioland Logo
Bioland: 6800 Biobauern, 1000 Lebensmittel-Hersteller: Bioland ist nach eigenen Angaben der bedeutendste ökologische Anbauverband in Deutschland.

 

Der Bioland-Verband existiert seit 1981. Seine Kriterien gehen über die EU-Öko-Verordnung hinaus. Das System des Anbauverbandes basiert auf einem geschlossenen Betriebskreislauf, mit dem unter anderem auf die langfristige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit geachtet wird. Produktions- und Futtermittel stammen weitgehend aus dem eigenen Betrieb, die Tiere werden bevorzugt mit Homöopathie und Phytotherapie behandelt.

Eierkarton mit Naturlandlogo
43.000 Naturland Erzeuger in 46 Ländern bewirtschaften eine landwirtschaftliche Fläche von mehr als 330.000 Hektar nach den Richtlinien des Verbandes.

 

Der Naturland-Verband wurde 1982 gegründet und beschränkt sich nicht auf Deutschland und Tirol. Auch in 44 anderen Ländern der Erde wird nach dessen Richtlinien erzeugt.
Neben Lebensmitteln können auch Holzprodukte und Textilien mit dem Naturland Siegel zertifiziert werden.

Hühnchen mit Biokreis Siegel
Rund 1.200 Biokreis-Landwirte bewirtschaften deutschlandweit eine Fläche von etwa 50.000 Hektar.

Der Biokreis Verband wurde 1979 gegründet .Aktuell bewirtschaften rund 1.200 Biokreis-Landwirte deutschlandweit eine Fläche von etwa 50.000 Hektar. Das Biokreis-Siegel steht für eine Förderung der Zusammenarbeit zwischen ökologisch wirtschaftenden Landwirten und den verarbeitenden Betrieben. Für die Zertifizierung müssen ökologische und soziale Grundsätze eingehalten werden. Außerdem ist das Ziel eine bäuerliche Landwirtschaft im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Milchflasche mit Demeter Logo
Der Hof als Kreislauf – nach diesem Vorbild wird in Demeter-Betrieben gewirtschaftet.

 

Der Demeter-Verband wurde 1928 gegründet und richtet sich nach der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners (dem Begründer des Waldorfschulkonzepts). Hier geht es darum, den Hof als Kreislauf zu betrachten und diesbezüglich nachhaltig zu wirtschaften. Neben Lebensmitteln, werden auch Kosmetika und Reinigungsprodukte mit dem Siegel zertifiziert.

… und regional ist nicht immer ums Eck

Von regional hergestellten Lebensmitteln erhoffen wir Verbraucher uns mehr Frische wegen der kurzen Transportwege, eine höhere Nährstoffdichte, weil Obst und Gemüse reif geerntet werden kann oder auch saisonale Ware, die im Freilandanbau kultiviert wurde.
Eine Umfrage ergab, daß der deutsche Verbraucher den größten Wert auf Regionalität bei Eiern legt. geht es um Fisch, hat dieser Faktor kaum Bedeutung.

Eier kauft der Deutsche am liebsten regional. Welche Art der Regionalität wurde bei der Studie nicht untersucht.

Was ist eine “Region”?

Die Bezeichnung “Region” ist nicht geschützt, ebenso wenig ist festgelegt, was die Definition von “regionalen Produkten” ist. Dies hat zur Folge, daß jeder Erzeuger und Händler für sich eigene Kriterien festlegen kann. Hier finden sich große Bandbreiten: Der eine Händler definiert für sich einen Umkreis von 50km, der andere 100km oder mehr. Es finden sich auch Kriterien die die Herkunft des Rohstoffes betreffen oder eine ganze Region wie Franken oder ein Bundesland wie etwa Bayern.
Eine andere Frage ist, ob alle verarbeiteten Rohstoffe aus der Region stammen oder nur ein Teil. Zusätzlich kann die Verarbeitung auch außerhalb dieser Region passieren. Bestes Beispiel sind die Nordseekrabben, die in Afrika geschält und im deutschen Nordseehafen verkauft werden.

Als Verbraucher bin ich ziemlich aufgeschmissen, denn eine intensive Recherche zu vielen Produkten ist aufwendig bis gar unmöglich. Hilfreich könnte eine Recherche bei www.label-online.de sein, eine Suchmaschine zu den verschiedenen Labels und Siegel, die sich auf Verpackungen finden (wobei ich meine Empfehlung dahingehend einschränken möchte, daß an dieser Suchmaschine Konzernriesen wie Nestlé und Unilever beteiligt sind und ich keine Ahnung habe, wie das zu bewerten ist)

Und was mache ich jetzt?

Für meinen täglichen Einkauf versuche ich regionale Bioqualität mit möglichst wenig Verpackung zu kaufen. Als Beispiel: Meine Bioland Erdbeeren sind 194 km gereist, die Naturland Eier haben 63 km zurückgelegt und die Demeter Milch 97 km. Das geht sicher noch besser.

 

Worauf legst Du wert? Bio oder regional?

 

 


Disclaimer: Dieser Text ist unbezahlt, aber mit meinen Überlegungen zum Thema bio und regional möchte ich die Bio Erlebnistage als neuen Blogsponsor vorstellen.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.

Ich lebe! Jetzt! – setzt auf längerfristige Zusammenarbeit

Die neuen Blogsponsoren von Ich lebe jetzt

Ich blogge nun seit mehr als sechs Jahren über Dinge, die mir am Herzen liegen. Egal, ob es sich um Familienthemen dreht oder das Thema Nachhaltigwerden. Hin und wieder bin ich Kooperationen mit Firmen eingegangen, wobei es sich hier um etwas mehr als eine handvoll bezahlter Zusammenarbeiten handelte.
So wirklich nachhaltig ist das nicht, deshalb setze ich jetzt auf langfristige Zusammenarbeit mit Blogsponsoren.
Wie genau das aussieht?

Monetarisierung von Blogs – ein leidiges Thema

Über das Geldverdienen als Blogger wurde schon viel geschrieben, diskutiert, verteidigt und verurteilt. Eine gute Übersicht welche Möglichkeiten man als Blogger hat, beschreibt Finn Hillebrandt in seinem Artikel 14 Wege, um mit deinem Blog Geld zu verdienen mit diversen Vor- und Nachteilen.
Diskussionsbedarf gibt es auch immer wieder, was eine faire Bezahlung von Bloggern betrifft. Ich glaube, das Wichtigste ist, daß die Kooperationspartner wertschätzend und auf Augenhöhe miteinander umgehen. Alles andere findet sich. Dazu kann ich den Artikel zu Fairen Blogger Kooperationen von Yvonne Homann empfehlen.
Und dann die immer wiederkehrende Frage: Hobbyblogger oder professioneller Blogger. Was bitte ist denn professionell fragt Inka Chall?
Fakt ist: Jeder muß für sich selbst entscheiden, weshalb er bloggt und ob er seine Texte zu Geld machen möchte.

Als ich meinen Blog als Webtagebuch 2012 startete, war Geldverdienen mit meinem Internettagebuch für mich noch kein Thema. Jetzt nach vielen Jahren hat sich Ich lebe! Jetzt! so weit entwickelt, daß ich sehr sehr viel Zeit in meine Artikel für Recherche, Interviews und Bilder stecke, so daß die Zeit von meiner eigentlichen Arbeitszeit als Freelancerin weggeht.
Deshalb habe ich mir eine für mich passende Lösung entwickelt.
Ausschlaggebend war der Artikel von Karsten Lohmeyer zum Thema Sponsoring.

Evas Teeplantage und Polarstern Energie als Blogsponsoren
Ich lebe! Jetzt! proudly presents the new Blogsponsors!

Blogsponsoren für Ich lebe! jetzt!

Seit April/ Mai hat mein Blog Ich lebe! jetzt! Blogsponsoren, die mich für meine Tätigkeit als Bloggerin bezahlen.
Wer jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und Angst vor einer Dauerwerbesendung hat, den kann ich beruhigen:

Wie sieht das Blogsponsoring aus?- Transparenz und redaktionelle Unabhängigkeit

Meine Sponsoren und ich vertreten ähnliche Grundwerte und setzen sich für die gleichen Themen ein. Sie zahlen für eine bestimmte Anzahl an Beiträgen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens. Wir vereinbaren mögliche Themenschwerpunkte und sprechen Veröffentlichungszeitpunkte ab.
Natürlich sind alle beiträge als #Werbung gekennzeichnet.

Was mache ich NICHT für meine Sponsoren?

Ich veröffentliche auch jetzt keine vorgefertigten Texte oder Meinungen. Ich verlinke lediglich (nofollow) auf Inhalte, die relevant für den Artikel sind. Der Sponsor darf die Texte vorab lesen, denn in manchen Bereichen ist er der Fachmann. Alles was meine Meinung betrifft darf nicht verändert werden.

Ja wer sind sie denn nun, die Blog Sponsoren?

Ich bin schon ein bißchen stolz, heute meine Blogsponsoren vorstellen zu dürfen. Weil sie mit mir etwas Neues wagen, weil sie meine Themen unterstützen und mir vertrauen:

Evas TeeplantageEvas Teeplantage
Als erstes haben sich Alexander und Julia von der Idee des Blogsponsorings überzeugen lassen. Sie betreiben in Nürnberg den Teeladen Evas Teeplantage, zu dem auch ein Onlineshop gehört. Sie haben selbst Bloggererfahrung: Unter Teepod.de gibt es Wissenswertes rund um Tee.
In meinem ersten Artikel schrieb ich über eines meiner Herzensthemen in Sachen Nachhaltigkeit: Unverpackt Einkaufen im Teeladen. Bei Evas Teeplantage seit Jahrzehnten durchaus gängige Praxis.
Die Qualität des Tees ist sehr hoch und viele Sorten sind in Bioqualität erhältlich. Besonders schätze ich die fachkundige Beratung vor Ort oder per Mail.

 

Polarstern Energie_ Herzenssponsor von Ich lebe! jetzt!Polarstern
Polarstern ist ein nachhaltiger Energieversorger mit Sitz in München. Bisher hatte ich mir wenig Gedanken zum Thema Energie gemacht. Klar, man kreuzt Ökostrom an, schaltet das Licht aus, wenn man das Zimmer verläßt und versucht mäßig zu heizen. Doch was macht überhaupt echten Ökostrom aus? Gibt es auch Ökogas? Diese und andere Fragen versuche ich in den nächsten Monaten zu beantworten. Denn die sind nicht so unwichtig auf dem Weg nachhaltiger zu werden.
Polarstern ist Teil der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie sagen über sich selbst “… dass wir die Wirtschaft insgesamt verändern wollen, nicht nur den Energiemarkt. Nicht nur Finanzzahlen-, sondern Werte-geführt.” Ich finde das unglaublich spannend, denn bisher hatte ich viele dieser Themen noch gar nicht so intensiv auf dem Schirm.


 

 

 

Blogsponsor

Mich interessiert, was Ihr dazu denkt.
Wenn Ihr selbst Blogger seid, habt Ihr auch solche Art von Kooperationen?


Mit der Familie nach Dresden

Dieser Artikel handelt vom Reisen, Sonne, meiner Familie und auch von Menschen. Und auch ein wenig von Erwartungen. Ende August durfte ich auf Einladung der Jugendherbergen in Deutschland ein Wochenende mit meiner Familie in Dresden verbringen. Es war unvergeßlich. Daß die beiden Jüngsten auf dem Bahnsteig zurückblieben sind, während die Straßenbahn vor dem Rest der … Weiterlesen

Frische Alltagsküche goes Ostern!

Gefühlt befinde ich mich eigentlich noch in der Winterstarre. Erst recht nachdem es am Dienstag noch mal schneite. Und doch sind es keine zwei Wochen mehr bis Ostern und ich habe ein paar Rezepte ausprobiert. Da wir nur am Ostermontag zu Hause sind, darf es gerne auch schnell gehen. Sonja und ich grübelten einige Zeit … Weiterlesen