365 days of Blogging – 5

Und schon stehe ich der ersten größeren Herausforderung beim täglichen Bloggen gegenüber: Was mache ich, wenn mein Tag mal etwas länger dauert? So wie heute? Ich versuche es einfach mit Nachholen. Also zwei Texte an einem Tag.

Tag 5: 5. Januar 2019

Je später die Kinder in den Ferien ins Bett gehen, um so später finde ich selbst in den Schlaf. Am Ende des Tages bleibt immer so ein Gefühl von „Ich muß doch dringend noch was machen“ übrig. Irgendwas jenseits der täglichen Alltagsmühle. Momentan scheint dieses Fürmich das Bloggen zu sein.

Es hat auf meine Lebensmittel geschneit
Die Terasse als Kühlschrank benutzen: Geht gut, man muß aber mit Schnee rechnen.

Aufgewacht und erst mal die Baguettes von gestern in den Ofen geschoben. Nein halt, erst mal alles mühsam von Schnee befreit. Den ganzen Dezember keinen Schnee, aber sobald ich mal meinen Kühlschrankplatz erweitern muß, kommt alles runter.

Magisches Baguette nach einem Rezept von Aurelie Bastian
Das magische Baguette ist was geworden!

Glücklicher Weise ist das Baguette was geworden. Wobei ich gleich wieder was gelernt habe: Das eine Blech war nicht komplett abgedeckt (Die Tüten waren zu klein, da mußte ich zwei übereinander schieben), weshalb die Teiglinge etwas feucht geworden sind. Das Hatte als Auswirkung, daß sie nicht ganz so gut aufgegangen sind und die Kruste etwas weniger gut wurde. Dem Geschmack tat es keinen Abbruch.

"Mit einem Wisch ist alles Weg" #falschzugeordnetezitate
„Mit einem Wisch ist alles weg“ würde auch auf Tinder zutreffen, war im Original aber mal eine Zewa Werbung.

Wäre schön gewesen, wenn sich die Küche auch mit einem Wisch wieder aufgeräumt hätte. Ich habe dann noch Kuchen gebacken, Hummus, Guacamole, Lachscreme, Börek und Taccosalat zubereitet und Himbeer-Kirschsoße fürs Pannacotta gekocht. Ach ja und eine kleine Candybar habe ich auch noch gebastelt.

Während ich in der Küche alles gab, beschäftigte sich die Siebenjährige irgendwie selbst. Gar nicht so leicht, wenn man eigentlich schnell loswill und man noch eine gefühlte Ewigkeit warten muß. Sie hat es geschafft.

Kind und Hund
Ich könnte dahinschmelzen, wenn ich Kind und Hund zusammen sehe. Eine besondere Verbindung.

Da die Jüngste mit dem Sohn des Geburtstagskindes befreundet ist, lud ich sie und das Essen ins Auto und ab ging es ein paar Kilometer gen Süden. Dank Rückreiseverkehr und Skitourismus gab es vormittags auf der Autobahn einige Staus, die hatten sich bis zu unserer Fahrt zum Glück wieder gelegt

Selbstgemachtes Buffet
Das Buffet für den Geburtstag einer Freundin.

Schnell gratuliert, das Buffet aufgebaut und schon kamen die Gäste. Bis auf einen (schwangeren) Gast sind alle meiner recht späten und spontanen Einladung gefolgt. Ich hatte die kleine Party organisiert, weil ich den Eindruck hatte, meine Freundin würde gerne feiern, findet aber nach einem bescheidenen vergangenen Jahr nicht die Kraft dazu. Die Menschen, die ich dann traf waren alle extrem unterschiedlich und ich habe es sogar geschafft, mich mit fast jedem zu unterhalten. Um sich ein bißchen kennenzulernen schlug das Geburtstagskind im Vorfeld vor, daß jeder eine kleine Anekdote ihrer Freundschaft erzählen könnte. Solche Runden dauern ja gerne mal den ganzen Abend. So auch hier. Ich hoffte aus diesem Grund um meine „Rede“ herum zu kommen, das klappte leider nur semi gut. Mir wurde für meinen Geschmack eh viel zu viel Aufmerksamkeit zu Teil, meinen Namen hatte jeder ja schon durch die Einladung zumindest mal gehört. Mir ist es zudem etwas peinlich, daß sich jeder für die Organisation bedanken will. Ich wollte schlicht meiner Freundin etwas Gutes tun. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Stimmung auf der Party war irgendwie besonders. vielleicht etwas gedämpft, weil die Situation des Geburtstagskindes alles andere als rosig ist. Und doch war die Atmosphäre warm und herzlich. das liegt wohl daran, daß wir alle das funktionierende Netzwerk bilden und dadurch alles etwas gemeinsam haben.

Die Jüngste in der Fotobox
Die Jüngste testet die Fotobox als Erste. Klaro. Und auf dem Handy hatte ich nach „Darf ich schnell ein Foto machen“ abends dann ungefähr 100 Fotos.

Kurzfristig hatte ich überlegt ein wenig Foto-Equipment einzupacken und dann alle Gäste in die Fotobox zu schicken. Daraus soll später dann ein kleines Büchlein entstehen. Faszinierend finde ich den Blick des Fotografierenden auf die Menschen, die fotografiert werden. Jeder verhält sich vor der Kamera anders: Der eine schüchtern, der andere keck, einer abweisend, der andere kommunikativ. Sehr spannen. Die Jüngste zumindest mag sich vor der Kamera sehr gerne. Posieren wollte sie schon vor dem Sprechenlernen.

Mein Abend endete müde und zufrieden um halb zwei Uhr morgens. Die Jüngste blieb noch über Nacht bei ihrem Freund und ich überlegte, ob Schlafen überhaupt noch Sinn machen würde. Ich entschied mich aufgrund meines eigenen fortgeschrittenen Alters dafür. Weniger wegen des Schönheitsschlafes, eher wegen der Nerven. Die gehen mir ja gerne mal durch, wenn ich zu wenig am Kopfkissen gelauscht habe

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