Nach vier Stunden Schlaf klingelt der Wecker. Aufstehen, Lunchboxen machen, Ängste vor Schulaufgaben beseitigen, Stundenpläne und Abholzeiten besprechen, Duschen, der Jüngsten Frühstückmachen, mir Kaffee1.0 und los geht’s!

Tag 16: 16. Januar 2019

Los geht’s mit Charly und der Jüngsten Richtung Grundschule. Wir sind spät dran und müssen schnelleren Schrittes voraneilen. Trotz der Geschwindigkeit diskutieren wir die unterschiedlichen Charaktereigenschaften ihrer Freunde und kommen zu dem Schluß, daß charakterliche Größe und körperliche Größe weit auseinander liegen können.

Straßenschild Ende der Dreißigerzone
30er Zone vorbei, jetzt also wieder Vollgas

Auf dem Rückweg ploppt der Frisörtermin im Kalender auf und ich verschiebe innerlich alle kurz vorher gefaßten Pläne. Kennt man ja, wenn dieses Kopftetris beginnt. Charly hat so gar keine Lust auf Eile. Schließlich muß er in Ruhe Zeitung lesen und stoppt an jedem zweiten Grashalm.

Selfie beim Frisör
Ist das nicht Usus ein Vorher/Nachherbild in den sozialen Medin zu teilen?

Ich hasse Selfies. Sieht man oder? Aber ein Vor-Friseur-Selfie ist ein Muß oder?
Meine Frisörin brachte zuerst Kaffee 2.0 und macht mir dann lauter Komplimente zu meinen Haaren. Sehr merkwürdig für mich, ich bin immer sehr versucht auf Komplimente mit „Aber“ zu antworten.

Selfie mit Rollerhelm
So sehe ich nach dem Frisör aus: Helmfrisur.

Ha, mein Nachher-Bild habe ich doch fast ein Lächeln hinbekommen oder? Und die Frisur ist sehr schön symetrisch geworden. Und man beanchte den Putzlappen und den Schwamm links auf dem Fensterbrett.

Topf mit Ofensuppe
#zuMittag gab es Ofensuppe.

Zurück zu Hause ging es gleich an die Arbeit. Also fast gleich. Erst noch Bettenmachen, Lüften, Waschmaschine befüllen, Büchereibücher im Kinderzimmer suchen und Mittagessen vorbereiten. Hat auch alles in allem nur zwei Stunden gedauert. Für die Ofensuppe mußte ich eine Menge Gemüse schnippeln. Dafür schmeckt sie richtig lecker.
Rückblickend hätte ich doch noch ins Büro fahren sollen. Zu Hause warten zu viele Ablenkungen.

#falschzugeordneteZitate
Falsch zugeordnetes Zitat: „Gekommen um zu bleiben!“ – Angela Merkel

„Gekommen um zu bleiben“ ist ein Lied von Wir sind Helden. Meine Lieblingsstelle aus diesem Lied ist diese:

Diese Geister singen schief und sind nicht einfach auszutreiben
Entschuldigung, ich sagte: „Wir sind gekommen, um zu bleiben!“

Wir sind Helden: Gekommen um zu bleiben.

Das ist eine Anspielung auf Goethes Zauberlehrling „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los. “ Sowas mag ich ja,

#unsercharly
Charly macht große Augen.

Das Große Kind kommt später, spontaner Termin in der Schule (aha.). Also setze ich mich kurz zu Charly auf die Couch. Der ist, wie man sieht, total begeistert gestört zu werden. Dann halt nicht. Arbeite ich eben weiter bis das Kind kommt.

Unufahren
Das Wetter ist bombastisch. Ideal, um mit dem E-Roller die Kinder abzuholen.

Alle Kinder werden heute mit dem persönlichen Shuttleservice abgeholt. Das Wetter ist so genial, daß der Uno das beste Fortbewegungsmittel ist. Die Kinder freuen sich, wieder Fahrtwind um die Nase zu spüren.

Oh Wunder: die Große wollte nichts von meiner Suppe essen. Wie konnte ich auch nur in Erwägung ziehen, sie mit Champignons und Kichererbsen vergiften zu können.
Ich finde es sehr angenehm, wenn die Kinder nacheinander zu Hause eintrudeln. So sind immer ein paar Exklussivminuten für jedes einzelne übrig. Nicht, daß jedes sie auch jedes Mal nutzt. Aber zumindest zeige ich ihnen, daß ich bereit wäre.

Am Nachmittag versuche ich noch zu arbeiten, aber die beiden Jüngsten streiten sich in einer Lautstärke, bei der ich mich nicht mehr konzentrieren kann. Irgendwann gebe ich auf, mache die Küche sauber und beschließe morgen einfach früher aufzustehen. Man muß ja flexibel bleiben.

Mit der Großen bespreche ich mal wieder das Thema WhatsApp. Mich würde es mal interessieren, wie andere Eltern das machen.
Ich erlaube ihr, mit ihren FreundInnen über mein Handy zu kommunizieren. Aber ich finde es nervig, daß sie so oft nach neuen Nachrichten fragt. Und daß tatsächlich ständig neue Nachrichten eintrudeln. Oft noch spät am Abend. Ich lese nur stichpunktartig mit, um nur dann einzuschreiten, wenn es irgendwie brenzlig wird.
Wie kann ich klar machen, daß WhatsApp in Bezug auf Datenschutz ein Desaster ist? Mein Kind speziell scheint es zu verstehen, kann aber das Ausmaß ihren FreundInnen nicht so vermitteln. Keiner von denen ist in irgendeiner Weise sensibilisiert.
Ich muß mich glaube ich diesbezüglich noch etwas mehr belesen. Tipps?

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