Der heutige Tag ist irgendwie durchgerauscht. Begann mit den üblichen Schritten wie Wecken Frühstück zubereiten, Kaffeetrinken, Kind zur Schule begleiten, Arbeiten, Nachdenken, Gedankenkarussell fahren und Grübeln. Hat man ja manchmal.

Sonnenaufgang
Gassirunde mit Sonnenaufgang.

Wenigstens der Sonnenaufgang war hübsch. Auf dem Weg von der Schule zurück übers Feld traf ich eine andere Mama und Charly seine große Liebe. Ihm kam leider ein großer, brauner Rivale in die Quere, wir haben uns dann zügig wieder verabschiedet. Also er weitaus zügiger als ich.

Suppe eingepackt und ins Büro gefahren. Dort Unmengen an Tee in mich hineingeschüttet, um die Kälte loszuwerden. Am Schreibtisch bin ich immer zweigeteilt: Eine Seite heizungswarm, die andere mauskalt. Sprich ich bin Rechtshänderin.

Ofensuppe
#zuMittag gab es für das große Kind und mich noch einmal Ofensuppe von gestern.

Kaum dreht man sich einmal mit seinem Bürostuhl um die eigene Achse, schon ist es Zeit fürs Mittagessen. Die Große wohnt dem widererwartend bei und ist äußerst enttäuscht, daß es schon wieder „diese Suppe“ gibt. Kann man nichts machen. Die Bürokollegin hat noch Fladenbrot besorgt, das konnte sie zumindest in die Soße tauchen. Hat Suppe überhaupt Soße?

Auf dem Nachhauseweg schnell noch die Jüngste aus dem Hort abgeholt. Unzufriedenheit auf ihrer Seite. Na klar, ich komme eben immer zu früh.

#FalschzugeordnetesZitat
„Wer morgens betet, hat den ganzen Rest des Tages Zeit für Spaß und Sauereie.“ – Falsch zugeordnetes Zitat des Tages.

Marc Uwe Kling hat Humor, das merke ich jeden Tag, wenn ich zu seinen Zitaten recherchiere. Das heutige Zitat ordnet er der katholischen Kirche zu. Und rate, wer das wirklich gesagt hat? Norma Jean Baker, viel besser bekannt als Marilyn Monroe.

Kinder beim Gassigehen
Die Mittlere möchte vom Bahnhof abgeholt werden.

Jeden Tag die Frage: „Holst du mich vom Bahnhof ab?“ Der Weg an sich ist nicht das Problem. Aber daß 10kg Schultasche auf Dauer für eine Zehnjährige zu viel sind weiß auch ich. Also gibt es heute Unterstützung beim Transport. Aus Gründen nehme ich die beiden anderen Kinder und den Hund mit nach draußen.
Wie ich das Problem langfristig löse, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich alle wichtigen Bücher kaufen und hoffen, daß die Jüngste sie später noch verwenden kann. Aber wenn wir in Bayern weiterhin das Schulsystem wechseln wie Unterwäsche, sehe ich diesbezüglich schwarz.

Vom restlichen Tag gibt es keine Bilder. Die wären auch ziemlich langweilig: Arbeiten, Streit schlichten, das verlorene Büchereibuch suchen (und letztendlich finden: Es war als Lektüre auf dem Gästeklo – ich befürchte die Geschichte mit dem Apfel und dem Stamm hat wieder zugeschlagen) und Abendessen kochen: Kartoffelklöße mit Pilzsoße.

Als ich noch ein bißchen Arbeiten wollte gab es Riesengeschrei: Die Zwölfjährige fühlte sich ungerecht behandelt und ich fühlte mich schuldig. Beim Mittagessen fragte sie, ob sie Instagram haben dürfe. Ich befragte die Suchmaschine und fand heraus, daß Instagram erst ab 13 Jahren ist. Also war ich doch noch ein Jahr aus dem Schneider. Pustekuchen, zur Not würde sie das auch auf meinem Handy machen. Analog zu WhatsApp. Zum Mittagessen war mir diese ganze Überlegung zu viel und ich sagte so dahin. „Frag doch Papa, ob er dir sein Handy dafür zu Verfügung stellen möchte.“
Der war abends nicht wirklich begeistert, sagte aber nicht sofort nein. Er wollte erst die Nutzungsbedingungen genau studieren. Zack ausgeflippt- denn das Kind ahnte natürlich, welche Diskussionen das heraufbeschwören würde. Zu recht, denn diese App sammelt alle, aber auch wirklich alle Daten vom Handy ein, die darauf gespeichert sind. Selbst gespeicherte Cookies. Also redete ich dem Kind gut zu, wohl wissend, daß Gruppenzwang alle Argumente hinfort wehen würde, noch bevor sie das Hirn erreicht hätten. Für heute konnten wir es noch irgendwie abwenden, aber die Diskussion ist nur verschoben und wird wohl spätestens morgen erneut aufploppen. Und dann? Was mache ich mit dem Wunsch

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