365 days of Blogging– 21

Du schreibst ja alles in deinen Blog, da brauche ich gar nicht mehr zu fragen, wie es dir geht!“ Sprach mich kürzlich eine Freundin an.
Und genau das ist es nicht. Ich schreibe hier viel Persönliches und doch ist es nur ein Ausschnitt, eine Facette meines Lebens. Denn auch dem Leser das Gefühl hat, er wüßte alles über mich, dem sei gesagt: Dem ist nicht so.

21. Januar 2019

Die Gassirunde war äußerst interessant. Meine Rentnergang unterhielt sich über das jüdische Museum, das im Mai letzten Jahres eröffnet wurde. Der Konsens über das Aussehen des Gebäudes war schnell gefunden: Total häßlich und völlig unpassend fürs Stadtbild. Dann kamen die Vorurteile eines nach dem anderen auf den Tisch: „Wenn andere so ein Ding hätten bauen wollen… aber die Juden wieder“ und ich wollte schon Luft holen und meine Einstellung zu Antisemitismus loswerden, da meldet sich der Älteste der Runde zu Wort: „Völliger Schmarrn, das hätte jeder bauen dürfen in dieser Stadt.“ Schweigen.

Montagsbox
Montags ist Montagsmood und Zeit für die #Montagsbox. Für die Kinder in der Schule, für mich im Büro.

Mit einem Becher frischen Kaffee und meiner Montagsbox nur für mich führt mich der Weg mal wieder direkt ins Büro. In netter Gesellschaft frühstückt es sich gleich viel gemütlicher.

Im Laufe des Vormittags trudeln lauter absurde Nachrichten auf dem Handy ein. Die Menschen aus meinem Adressbuch wundern sich, weshalb ich plötzlich Strories in WhatsApp teile. Und dann noch so viele. Genauso habe ich auch reagiert und nachgesehen. Als ich noch unter der Dusche stand habe ich doch tatsächlich zwanzig Bilder und Videos geteilt. Ich werde echt langsam alt. Normalerweise singe ich nur ganz laut und falsch beim Einseifen. (Für die, die hier noch nicht so lange mitlesen: Ich nutze WhatsApp nur im Notfall, aber ich hab da so ein Pubertier, das das ganze Thema anders sieht)

Beine hoch und Charly im Körbchen.
Links: Ich genieße die Sonne und Charly grummelt: Er darf nicht mehr aufs Sofa.

Auf dem Heimweg wollte ich die Jüngste mitnehmen, die hatte aber die Freundin im Schlepptau und wollte mit zu ihr nach Hause.
Ja, kurzes Telefonat mit der Freundinmutter und die Sache ist geritzt. Hätte ich das nur 20 Minuten früher gewußt, hätte ich noch länger im Büro bleiben können. Also sitze ich erst mal eine Runde auf der Couch, lasse die Sonne in mein Gesicht scheinen und schau mir den armen Hund an, der jetzt ja nicht mehr auf die Couch darf. Sagt der Weltbeste. Ich beobachte das mal aus der Ferne, wie lange er es aushält. So ganz ohne Hund als Rückenwärmer. Wetten werden entgegen genommen.

Sofa neben Bücherkiste und Kaminofen
Das Sofa steht. Und die Bücherkiste auch.

Genau dort, auf der Couch arbeite ich dann noch ein bißchen, bis irgendwann die anderen beiden Kinder relativ gut gelaunt nach Hause kommen. Nach Schokolade und Switch verlangen und ich das Zimmer der Jüngsten in Angriff nehme. Das Chaos hat nämlich einen Namen.

#falschzugeordnetezitate
„Ich liebe meine Brüder. Habe ich immer und werde ich immer“ legt Marc Uwe Kling heute Kim Kong-un in den Mund.

Das heutige Exemplar aus der Reihe #falschzugeordnetezitate stammt im Original von Adolf Dassler auch Adi genannt. Er war der jüngere Bruder von Rudolf Dassler, dem Gründer von Puma in Herzogenaurach.

unser Charly chilled
Enttäuschter Hund im Körbchen. Genießt trotzdem die Sonne.

Charly hat sich bequemer hingelegt, während ich unsere Wolldecken wasche und aufhänge, Brötchenteig ansetze und die Jüngste nach zweieimaliger telefonischer Verlängerung „Kann ich noch mitessen? – Das Essen ist noch nicht fertig, wir brauchen noch“ von der Freundin abhole.

Feierabendgeplänkel beim Abendessen und irgendwann sind sie alle im Bett. Puh.

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