Die zweite Woche der Challenge #Nachhaltigwerden – auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist vorbei. Sie begann mit gemischten Gefühlen für mich. Denn in dieser Woche ging es um Rückschläge auf dem Weg zu einem nachhaltige(re)n Leben.
Mir war etwas unbehaglich zumute, da man ja nicht so gerne über Rückschläge und Niederlagen spricht. Aber ich finde es wichtig auch das zu thematisieren. gerade dann, wenn man andere dafür gewinnen will mitzumachen. Zeige ich immer nur, was ich alles Tolles gemacht habe, entsteht leicht der Eindruck einer Exklusivität und Unerreichbarkeit.
Deswegen lasse ich Euch auch an meinen Zweifeln und Rückschlägen teilhaben.
Und ich freue mich sehr über Kommentare dazu, was ich wie verbessern kann.

Das Auto- immer wieder Fortbewegung

Meine persönliche Niederlage auf dem Weg zur Nachhaltigkeit: das Auto Der Punkt, der mich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit am meisten nervt ist das Thema Fortbewegung. Wir hatten mal ein Lastenrad. Ein tolles Gefährt, mit dem die Kinder einen heidenspaß hatten. Ich jedoch nicht, weil die Kiste für mich viel zu schwer war und ich einige Male damit umgekippt bin. Am Berg (wir haben hier einige davon) konnte ich kaum gegenlenken. Und mich ärgert das extrem, denn eigentlich sind Lastenräder supercool. Jetzt, da meine Kinder alle selbst Radeln können, bin ich auf der Suche nach Alternativen. Hauptsächlich brauche ich das Auto für große Einkäufe. Mit fünf Personen fällt schon so einiges an.
Habt ihr Ideen für mich, wie ich in unserer bergigen Gegend die Einkäufe transportieren könnte? Also solche Ideen, die auch bei Wind und Wetter leicht umzusetzen sind?

Mit Kindern unterwegs – die besondere Herausforderung

Mit Kindern unterwegs wie steht es mit Nachhaltigkeit

An dieser Stelle komme ich immer wieder auf das Thema Schleckeis zu sprechen. Denn das ist m(ein) einprägsames Beispiel, wie schwierig es ist mit Kindern seine Überzeugung auch unterwegs durchzusetzen.

Ich würde gerne aus bekannten Gründen komplett auf Produkte des schweizer Lebensmittelkonzerns mit dem großen N verzichten. Unterwegs mit Kindern ist das aber beim Thema Eis schwierig, denn der Konzern hat nahezu alle herkömmlichen Hersteller von Speiseeis aufgekauft. Soll ich den Kindern das Eis nach einer anstrengenden Wanderung mangels Alternativen das Eis verwehren? Mit Andrea hatte ich schon mal darüber gesprochen, es ist wohl ein strukturelles Problem: In einer Großstadt wie Berlin hat man zig Alternativen zum Einheitsheis des schweizer Nahrungsmittelriesen. Im ländlichen Bereich sieht es dagegen mau aus.

Meine Kinder wissen, daß es die absolute Ausnahme ist. Normalerweise fragen sie beim Einkaufen, ob ein Produkt von Firma x ist. Oder ob das Produkt Palmöl enthält oder Kinder an der Produktion beteiligt waren Oder sagen gleich “Gell, wir kaufen das nicht, das ist zu sehr in Plastik eingepackt”. Also kommt die Botschaft an.

Warum zeige ich Cola-Flaschen im Bild? Das war ein anderes Ding mit Kindern unterwegs. Diesmal: Einkaufen für den Kindergeburtstag. Die Elfjährige wollte ausnahmsweise das Getränk. Als besondere Überraschung für die Partygäste. Da wir das wirklich nie kaufen, kannte ich auch keine Alternativen und bestand wenigstens auf Glasflaschen. Dank Julia  kenne ich jetzt andere Marken und werde mal dort recherchieren in puncto Nachhaltigkeit.

Was sind Eure Herausforderungen mit Kindern unterwegs?

Lese ich lieber Bücher oder E-Books

E-Book oder gedrucktes Buch, was ist nachhaltigger?Ich liebe Bücher und meine Kinder treten nach und nach in meine Fußstapfen. Es dürfen auch gerne gebrauchte Bücher sein oder ausgeliehen aus der örtlichen Bibliothek. Mit Fachliteratur wird es schon schwierig. Meistens brauche ich die sofort nach Erscheinung und dann bleibt nur neu kaufen. Außerdem verschenke ich extrem gerne Bücher. Und wie verschenkt man E-Books?
Und dann die Frage: sind E-Books wirklich nachhaltiger als auf Papier gedruckte Bücher? Im Artikel des Bayerischen Rundfunks von 2013 versucht der Autor  Alexander Dallmus alle Aspekte in Betracht zu ziehen und kommt zu dem Schluß, daß es vom Leser abhängt, ob ein E-Book nachhaltiger als ein gedrucktes Buch ist:

Bei einem gedruckten Buch werden bei der Herstellung etwa 1,1 Kilogramm Kohlendioxid freigesetzt. Ist das Buch auf recyceltem Papier gedruckt, sind es immerhin auch noch 900 Gramm. Die Produktion eines elektronischen Lesegeräts ist dagegen natürlich wesentlich aufwändiger. In einem guten E-Book-Reader stecken am Ende des Herstellungsprozesses etwa acht Kilogramm CO2.

Je mehr Bücher ich lese, desto eher sollte ich also einen E-Book Reader benutzen? Und was ist mit gebrauchten Büchern? Und wie lange hält so ein Reader ?

Was benutzt Ihr am liebsten zum Lesen?

Information ist alles? Stimmt das Wirklich?

Information ist alles in sachen Nachhaltigkeit?Ich möchte natürlich so nachhaltig wie mir es möglcih ist leben. Und als junge Erwachsene dachte ich noch, je informierter ich zu einem Thema bin, je besser ich dazu recherchiere, desto besser ist die Basis auf der ich entscheiden kann.
Dann begann ich eine Ausbildung im journalistischen Bereich und lernte einiges zum Thema Quellenprüfung. Ab da ging es mit meiner Devise jeh mehr Wissen desto besser abwärts. Ich wurde immer frustrierter. Denn zu jedem Thema gibt es mindestens zwei Seiten und man muß auch immer darauf achten, wer die Studie auf der der die Informationen beruhen in Auftrag gegeben hat.
Glaubt ihr nicht?
Laßt mich ein Beispiel nennen: Mein dDauerthema Glasflaschen versus Tetrapack. Ich hab Studien gelesen, mit Logistikern gesprochen und meinen gesunden Menschenverstand benutzt. Am Ende muß ich aber selbst abwägen, was ich glauben möchte.
Ich entschied mich für die Flasche als die bessere Wahl. Die Bundesregierung läßt auf ihren Seiten Gerhard Kotschik, Fachmann für Verpackungen im Umweltbundesamt zu Wort kommen:

Mehrweg aus der Region ist die umweltfreundlichste Verpackungsvariante und vermeidet unnötige Abfälle, egal ob es sich um eine PET- oder Glasflasche handelt. Rücktransport und Reinigung verbrauchen weniger Energie und Rohstoffe als die Herstellung einer neuen Einwegflasche.

Nun ist wieder die Frage: Was bedeutet aus der Region? Bei den Discountern ist regional ein sehr dehnbarer Begriff. In meinem Fall kaufe ich Milch (linke Flasche), die etwa 100km zurücklegt bis sie in meinem Laden steht. Für mich gefühlt akzeptabel.
Und nun erfahre ich, daß Freunde aus dem Bayerischen Wald die Milch rechts kaufen, weil die bei ihnen in der Nähe produziert wird. Doch jetzt erzählten sie mir, daß die Flaschen erst von Berchtesgaden nach Bayreuth (348km) gefahren werden, und von dort verteilt wird. Wo wird meine Milch überall rumgefahren bis sie bei mir ist? Was ist denn nun richtig?

 

Meine Motivation ist echt am Ende!

Weitermachen und versuchen nachhaltig zu leben oder aufgeben?“Ich mache mir Sorgen. Ob das alles, was wir tun genug ist. Während wir mit unseren Stoffbeuteln einkaufen und uns Gedanken darüber machen, ob regional bei Lebensmitteln wichtiger ist als Bioqualität, findet sich überall Plastikmüll, verschmutzen Tanker die Umwelt und das Klima ändert sich in erschreckender Weise.
Ich mache mir Sorgen um die Welt.” schrieb ich zu diesem Bild vergangene Woche. Ich machte mir Gedanken darüber, ob das, was ich als Einzelner tue überhaupt Sinn macht. Global gesehen. Ich versuche meinen Kindern einen offenen Blick dafür zu vermitteln, was wir tun können, um die (Um)welt nicht zu sehr zu belasten, ihnen Alternativen aufzuzeigen und sie sensibel für die Probleme zu machen, die unseren Lebensraum betreffen.

Nützt das alles überhaupt was?

Durchhalten und weitermachen. Es lohnt sich!

Weitermachen lohnt sich! #nachhaltigwerdenAuf meinen vorhergehenden, etwas deprimierten Post habe ich unheimlich positive Rückmeldung bekommen. Rachel, Andrea und ich haben in dieser Woche unsere Hürden im Alltag und im Kopf offengelegt. Eure Reaktionen darauf waren grandios. Herzlichen Dank an Euch für den Mut, den Ihr uns zugesprochen habt und danke dafür, daß Ihr alle mitmacht. Und so die Welt ein klein wenig lebenswerter mitgestaltet.
Ich mache weiter. Für meine Kinder, für Eure Kinder und für alle, die mithelfen unsere Erde als einem lebenswerten Raum für Mensch und Tier zu erhalten. Und dabei ist es egal, ob Du “nur” auf Plastiktüten verzichtest oder keine Flugreisen machst. Jede kleine Veränderung zählt!

Woche 3 der Challange #Nachhaltigwerden

In der vergangenen Woche habe ich gelernt, wie schwer es fällt über Niederlagen und Rückschläge zu sprechen. Deshalb geht es in der kommenden Woche um Motivation und Inspiration. Ich würde mich freuen, wenn Ihr wieder mitmacht und erzählt, wer Euch zu mehr Nachhaltigkeit inspiriert. Wir fragen nach, was Ihr als erhobenen Zeigefinger empfindet, welche Bücher, Blogs und Instagramaccounts Euch inspirieren und wo Ihr nachhaltig einkauft.Aufruf Woche 3 der Challange #Nachhaltigwerden

 

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