Secret Tour im Nürnberger Land – Wandern für Mutige

Zug der durch die fränkische Landschaft fährt

Am Sonntag machte ich mich mit  11 anderen fränkischen Bloggern auf, um die Hersbrucker Schweiz zu erkunden. Klingt erst mal nach einer völlig normalen Sonntagsbeschäftigung. Hätte es auch sein können. Nur wußte nur einer der Teilnehmer, wer überhaupt dabei war und wohin es gehen sollte.

Oliver Huber, der als Frankenlandler zunächst über Schneeschuhwanderungen schrieb, sich dann aber auf Ausflüge in seiner fränkischen Heimat spezialisierte, lud BloggerkollegInnen zu seiner Secret Tour in die Hersbrucker Schweiz ein.
Als Orientierung: Hersbruck liegt etwa 30km nordöstlich von Nürnberg, an der Bahnlinie nach Bayreuth.

Treffen am Hauptbahnhof

Sonntagmorgen dreiviertel Zehn (für Nichtfranken: 9:45h) war Treffpunkt am Hauptbahnhof in Nürnberg. Charly – das einzige Familienmitglied, das mitdurfte- war extrem aufgeregt. Zugfahren und diese vielfältigen Gerüche waren ausgesprochen spannend für die Fellnase.
Als alle da waren ging es mit dem Zug zum Startpunkt. Es stellte sich heraus, daß es sich um Rupprechtstegen handelte.

Auf der Zugfahrt dorthin konnten wir geheimen Wanderer uns schon ein bißchen kennenlernen. Ronald von Fränkische Tapas kenne und lese ich schon länger, Bettina, Florian, Kerstin, Christine und Uli waren mir bis dato unbekannt. Aber man kommt ja so schnell in Quatschen…
Am Bahnhof stießen dann noch Thomas und Marion von 1000mh zu uns. Mit dabei Ridgeback – Dame Beyla, was Charly ganz besonders freute.

Wagon mit der Aufschrift "Rastwagong"
Rastwagong? Wer will den rasten? Wir wollten doch wandern?

 

Fotografierender Blogger Oliver Huber
Typisch wenn Blogger unterwegs sind: Photoapparat raus und den schönsten Moment eingefangen. Oliver hat den Rastwagong erwischt.

 

Los geht’s: An der Pegnitz entlang

Das Wetter war einfach traumhaft: Strahlender Sonnenschein und ein laues Lüftchen. So macht Wandern gleich doppelt Spaß.

Wandern entlang der Pegnitz in Mittelfranken
Jetzt aber los! Ronald und Florian im Gespräch. Charly weiß gar nicht, wo er zuerst schnüffeln soll.

Oliver hatte die Tour geheim geplant und keiner wußte, wohin es gehen sollte. Kein Grund, nicht von der eigentlich vorgesehenen Route abzuweichen, wenn jemand noch ein geheimes Plätzchen kennt. So kamen wir zusätzlich in den Genuß des Harnbacher Wasserfalls und der Griesmühle.

Harbnbacher Wasserfall und Blick ins Pegnitztal
Links: Harnbacher Wasserfall. Rechts: Blick ins Pegnitztal
#unsercharly
Was auch immer dort in der Ferne zu sehen ist…

Der Weg war sehr abwechslungsreich. Zwischen Natur pur gab es auch hin und wieder fränkische Schmankerl: Sei es ein Gratisflohmarkt am Wegesrand, schöne Fassaden oder nette Schilder an Garagentüren.

Schöne Fassaden in Eschenbach
Schöne Fassaden in Eschenbach
Flohmarkt
Plötzlich steht am Wegesrand ein kleiner, privater Flohmarkt mit allerhand lustigem Zeug.
Parken verboten Schild auf Fränkisch
Fränkische Nettigkeit: Parken verboten auf Fränkisch

Kuchen und Radler

Bei einer kurzen *piep* Pause kam es zu Ungereimtheiten, die den Weg betrafen  und die Gruppe teilte sich unfreiwillig. Die eine Hälfte wanderte an der Pegnitz entlang, die andere Hälfte auf der anderen Uferseite etwas oberhalb im Wald. Charly hatte im Wald Spaß, kam aber zum Glück ohne das Reh zurück. Ich sollte mir echt eine bessere Nase zulegen, damit ich das Wild vor dem Hund entdecken kann.

Irgendwann muß man sich auch mal wieder stärken und wir trafen uns alle wieder in Vorra im Café Inselblick. Auf ein Radler und ein Stück Erdbeerkuchen. Danach hätte ich mich auch sehr gut ans Ufer der Pegnitz legen können, um Seele und Beine baumeln zu lassen.

Da war doch noch der Zug

Die meisten vorbeifahrenden Züge auf der Strecke Nürnberg-Bayreuth hörten wir nur. Aber für  #48outdoor, und #bahnsommer kam die rote Regionalbahn just in dem Moment ins Bild, als der Ausblick besonders gut war.
Ich habe mir sagen lassen, daß es in der Gegend viele alte Bahnbrücken gibt, die nostalgisch anmuten. Anscheinend sind aber manche Strecken noch nicht elektrifiziert und deshalb müssen die alten Brücken dem Fortschritt weichen.

Regionalbahn in der Hersbrucker Alb
Die rote Regionalbahn kam im richtigen Moment.

Aussicht auf der Düsselbacher Wand genießen

Wahrscheinlich sollte ich hier mehr Makingoff-Bilder zeigen. Shoot the Shooter und fast abstürzende Blogger. Die Düsselbacher Wand auf der wir standen, ist an der höchsten Stelle 30 Meter hoch. Nicht ganz ungefährlich.

Blick von der Düselbacher Wand
Blick von der Düsselbacher Wand hinunter ins Tal. Muß alles fotografisch festgehalten werden!
Gruppenfoto auf der Düsselbacher Wand
Ein Gruppenfoto gab es natürlich auch! Foto: Gemacht hat es Fotograf Thomas Geiger mit der Kamera von Oli. Wer hat nun die Bildrechte?
Links: Wenn ich botanisch versierter wäre, könnte hier der Name der Blume stehen. Rechts: Ich liebe Mittelfrankens Mischwälder. Sie haben eine freundliche Atmophäre.
Blume auf der Düsselbacher Wand
Was die Natur alles kann: Kaum sammelt sich ein wenig Erde in einer Vertiefung im Stein, schon blühen die hübschesten Blumen.

Eschenbach als Ziel der Wanderung

Irgendwann war dann auch genug gewandert und wir freuten uns, in Eschenbach auf ein kühles Bier. Im Biergarten des Gasthauses Grüner Schwan hängt dieses Schild “Das Konzept ist nicht ich renne, sondern Ihr wartet“. Es mutet etwas borstig an, aber das ist eben fränkischer Humor. Wir mußten nicht lange warten und bekamen richtig gutes Essen. Bevor das Essen kam, erfuhr ich noch, daß die Ortschaft Eschenbach die letzte in Mittelfranken ist, bevor es in die Oberpfalz geht. Ich sollte dringend mal meine Ortskenntnisse aufpolieren, ich kenne mich nicht wirklich aus.

Grüner Schwan Eschenbach
Auch wenn das Schild es nicht so anmuten läßt: Im Grünen Schwan in Eschenbach waren sowohl Service, als auch Essen vorzüglich.

 

Eschenbach Mittelfranken
Links: Uli und Florian warten. Eventuell auf bessere Zeiten. Rechts: Blick von der Bushaltestelle aus in den Ortskern von Eschenbach.

Nach der Vesper ging es für einen Teil der Gruppe mit dem Bus zum Bahnhof nach Röthenbach, der andere Teil wanderte noch einen Kilometer zum Bahnhof nach Hohenstadt

Bahnhof Hersbruck
Am Bahnhof Hersbruck: Links: Hier hat jemand seine durchgewanderten Schuhe entsorgt. Rechts: Die Hersbrucker Alb verabschiedet uns mit strahlendem Sonnenschein.

Tourdaten zum Nachwandern

Ich habe interessehalber mal die Wanderung mit der App komoot getrackt und hier abgelegt. Sicherlich werde ich Teile der Tour auch noch mal mit meinen Kindern erwandern.
Wer es genauer mag, der sollte mal beim Frankenlandler vorbeischauen, der zeigt dann, wie man so was professionell macht.


Disclaimer: Die Wanderung lief unter dem Motto #48outdoor und #bahnsommer, einer gemeinsamen Aktion von DB Regio Bayern und Nürnberger Land Tourismus. Ich habe dafür ein Bahnticket erhalten. Den Bericht über den Ausflug schrieb ich aus freien Stücken.

Digitalisierung – Was macht mein Kind im Netz?

Was machen meine Kindr im Internet
  1. Habt Ihr eine Ahnung, was Eure Kinder am Smartphone oder im Internet generell alles machen? Vergangene Woche hatte ich ein Aha-Erlebnis, was mir extrem die Augen geöffnet hat. Für unsere Konferenz denkst – Nachhaltig vernetzt trafen Anja und ich uns mit dem Digitaltrainer & Medienpädagogen Daniel Wolff, um über das Thema Digitalisierung in der Familie zu sprechen.
    Zusammen mit Andrea, die Kinder im gleichen Alter hat, wie ich und selbst extrem medienaffin ist, überlegten wir, was Eltern im digitalen Dschungel brauchen, um ihre Kinder dafür fit zu machen.
Was macht das Kind im Netz? Nur wer als Eltern im Gespräch bleibt wird es herausfinden.
Photocredit: Gaelle Marcel

Was macht mein Kind im Netz?

“Kennt Ihr Katja Krasavice?” fragte uns Daniel Wolff. Wir alle hatten von diesem YouTube Softpornostar, der mit bürgerlichem Namen Katrin Vogelova heißt noch nie gehört und natürlich sofort gegoogelt.
Egal wie schlimm ich diese Videos finde. Viel schlimmer fand ich die Tatsache, daß ich völlig ahnungslos bin, was Kinder und Jugendliche wirklich im Internet treiben. Denn ich bin zwar selbst auch beruflich viel online, aber Youtube ist zum Beispiel ein Kanal, den ich bis auf Tutorials wenig bis kaum nutze.
Zurück zu Hause machte ich den Test am eigenen Kind und fragte bei meiner Elfjährigen (6. Klasse Gymnasium) und fragte sie, ob sie diesen YouTubestar kennt. Der Name sagte ihr nichts, als ich aber das aktuelle Video Dicke Lippen zeigte, ging ein Licht auf: “Na klar, ein paar Jungs in der Klasse singen das zur Zeit ständig”.
Das heißt, die Kinder konsumieren sogar passiv.

Einer Ende 2017 veröffentlichen Studie zufolge (befragt wurden Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren) ist YouTube der wichtigste Kanal, der im Internet genutzt wird. Für 55% der Mädchen und 69% der befragten Jungen.
Der Videodienst wird dicht gefolgt von Whatsapp, Instagram und Snapchat.

Doch meine Frage ist: Was machen die Kinde rund Jugendlichen dort? Da ich mich für ganz andere Themen interessiere, bekomme ich nichts von dem, was gerade in der Altersgruppe der  Zehn bis Zwölfjährigen angesagt ist mit.
Bei Birgit Strohmeier von Muttis Nähkästchen  fand ich den Hinweis, daß man bei Socialblade einen ungefähren Überblick bekommen kann, was in Deutschland auf Youtube gerade oft angesehen wird.

Was macht das Kind im Netz? Zum Beispiel Pokemon Go spielen
Manch ein Computerspiel soll ja sogar Jugendliche motiviert haben mal wieder nach draußen in die Natur zu gehen. Doch nicht alles schlecht? Photocredit: David Grandmougin

Wie reagiere ich als Mutter?

Es ist verdammt schwierig die eigenen Kinder so fit für die digitale Welt so fit zu machen, daß sie darin halbwegs sicher bewegen können. Denn wie soll ich sie denn vorbereiten, wenn ich selbst gar nicht alles kenne?
Wie ich versuche halbwegs sichere Rahmenbedingungen zu schaffen, habe ich in meinem Beitrag zur Blogparade Internet4Kids der Swissblogfamily (Ich bin jetzt stolzer Träger des Swissblogfamily Awardes) beschrieben.
Doch Angesichts meines augenscheinlichen Nichtwissens bin ich doch wieder etwas ratlos.

Im Gespräch bleiben

Ich nutze die Gelegenheit mit meiner Tochter über verschiedene Themen zu sprechen. Unter anderem über Pornografie. Und natürlich frage ich immer wieder nach, wie sie das Smartphone nutzt und für welche Inhalte sie sich besonders interessiert. Was macht das Kind im Netz?
Das mußich das Kind fragen.
Wir sprechen auch über Werte und adäquates verhalten im Netz. Früher sprach man von einer Netiquette. Gibt es die heute noch? Im Prinzip nichts anderes als: Verhalte Dich online genauso nett und höflich, als säße Dir eine Person in Fleisch und Blut gegenüber. Ich bin mal zu den Anfängen des Internets zurückgegangen und habe eine Netiquette von 1995 (!!) entdeckt. In der Boston Library gibt es noch eine Netiquette for kids. Bei Gelegenheit werde ich die mal übersetzen und an die Wand hängen.

Kontrolliertes Ausprobieren

Da ich auf keinerlei Erfahrungsschatz früherer Elterngenerationen zugreifen kann und es auch keine gesicherten wissenschaftlichen Belege gibt, wie sich die Internet – und ganz besonders die Smartphonenutzung auf junge Menschen auswirkt heißt es hier Ausprobieren.
Wenn ich merke dem Kind geht es nicht gut (Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten, Ängste – gerade nachts, etc.), muß ich Maßnahmen ergreifen, wenn es am konsumierten Internetinhalt liegt.
Aber ich lasse mich auch vom Kind überzeugen: Nur weil ich persönlich manche Spiele oder andere Inhalte nicht mag müssen sie nicht schlecht oder gar gefährlich sein.
Am besten ist natürlich, daß ich dem Kind immer einen Schritt voraus bin, und die interessanten Inhalte kenne und für mcih beewerten kann. Das erweist sich aber in der Praxis als äußerst schwierig.

Passend dazu schreib Patricia Cammarata über Noch mehr weltfremde Scheißtipps zum Thema Mediennutzung. Sie interpretiert die Standardratschläge wie Medienzeit vereinbaren, Interesse signalisieren oder Alternativen anbieten völlig neu. Sie rät zum Ausprobieren verschiedener Methoden. Leicht wird das nicht, aber ich bin genau wie Patricia der Meinung, daß es sich lohnt mit den Kindern gemeinsam nach Vereinbarungen und Lösungen zu suchen, die genau für uns als Familie paßt.

Weißt Du, für welche Inhalte sich Dein Kind im Netz interessiert?

 

Skoleboller – Das Beste Schulbrot der Welt

Rezept für norwegische Skoleboller

Immer diese Superlative. Doch bei Hefegebäck kann ich einfach nicht anders.
Denke ich an Norwegen, meiner Heimat des Herzens, dann denke ich zuerst an die Menschen dort. Die immer einen Kaffee für Gäste haben. Und literweise Eis und Kuchen. Und ganz wichtig: Hefegebäck. Immer mit diesem Hauch von Kardamom. So wie die Skoleboller.

Rezept für die norwegischen Schulbrötchen

Auch in jeder norwegischen Bäckerei sind sie Standard, die Skoleboller oder auf deutsch Schulbrötchen heißen. Sie dienen nicht als Pausenbrot, sondern das Rezept war früher Grundlagenwissen in den norwegischen Schulküchen.
In Norwegen selber haben sie viele verschiedene Namen, aber wie werden sie zubereitet?

Zutaten für ca. 16 Skoleboller

Für den Teig:

Etwa 500-600g Weizenmehl (je nachdem, wie saugstark das Mehl ist)
300ml Milch (handwarm)
40 g frische Hefe
60g Zucker
1/2 Teelöffel frisch gestoßenen Kardamom (bitte frisch, das schmeckt viel intensiver)
1/4 TL Salz
1 Ei
100g Butter in Stückchen

Für die Füllung:

1/2 TL gemahlene Vanille (Alternativ:1 Vanilleschote)
200ml Milch
300ml Sahne
55g Zucker
2 Eigelb
3EL Speisestärke

Zum Bestreichen:

200g Puderzucker
evtl. Kokosflocken
4TL Wasser

Zubereitung

Und so wird es gemacht:

  1. Alle Zutaten für den Teig (ohne Butter!) etwa zwei Minuten lang in der Küchenmaschine verkneten (mit der Hand entsprechend länger) und dann noch einmal 2 Minuten auf höchster Stufe zu einer Kugel kneten.
  2. Die weiche Butter hinzufügen und das Ganze noch einmal etwa 4 Minuten kneten. Der Teig darf sich ruhig noch etwas feucht anfühlen, sollte aber nicht mehr extrem klebrig sein
  3. Nun den Hefeteig 1h gehen lassen- oder bis sich der Teig verdoppelt hat. (Ich stelle die Schüssel im Winter neben den Holzofen im Sommer bei ca. 35°C in den Backofen)

Jetzt die Vanillefüllung zubereiten:

  1. Eigelb zusammen mit dem Zucker aufschlagen.
  2. Milch und Sahne mischen.
  3. Speisestärke und 100 ml Milch-Sahnegemisch hinzufügen.
  4. Restliche Flüßigkeit aufkochen lassen und vom herd nehmen.
  5. Das Eigelb-Zuckergemisch in die heiße Flüßigkeit geben und  klümpchenfrei verrühren.
  6. Den Topf zurück auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren so lange kochen lassen bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht. (Achtung: Brennt sehr schnell an)
  7. Abkühlen lassen.

  1. Jetzt den Teig in gleich große Stücke teilen (ich nehme 16) und rund schleifen (zu Kugeln formen).
  2. Die Teiglinge etwas flach drücken und mit Abstand auf ein Backblech legen.
  3. Mit einem Wasserglas eine Mulde in die Teiglinge drücken und in die Vertiefung einen Eßlöffel der Vanillecreme geben.
  4. Das Blech mit einem Küchentuch abdecken und das Gebäck ein eine halbe Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen..
  5. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C vorheizen.
  6. Das Blech in den Ofen schieben und 15-20 Minuten auf mittlerer Schiene backen (Ober/ -Unterhitze).
  7. Sind die Skoleboller abgekühlt, den Rand mit dem angerührten Puderzucker bestreichen und nach Belieben mit Kokosraspeln bestreuen.

Lust auf ein weiteres Rezept aus Norwegen? Dann kann ich die Sjokoladeknuter wärmstens empfehlen!

#Pfannkuchenfreitag: Hefepfannkuchen

Kleine Hefepfannkuchen in einer Gußeisenpfanne

Freitags gibt es bei uns Pfannkuchen. das wissen nicht nur die Kinder, sondern auch die Freunde der Kinder. So ist unser Eßtisch freitagmittags oft gut besetzt. Ich bereite meist eine größere Portion vor, denn Reste kann man auch noch kalt am Abend essen oder als Flädle in der Samstagssuppe.

Kleine Hefepfannkuchen mit Orangenkompott und Vanillequark

Aber ich experimentiere auch gerne rum, deswegen gab es neulich diese Hefepfannkuchen. Und weil ich so viele Orangen hatte, die langsam schrumpelten, gab es auch noch ein Orangenkompott dazu.

Hefepfannkuchen mit selbstgemachtem Orangenkompott

Zutaten für Hefepfannkuchen

2EL lauwarmes Wasser
1EL Honig
20g Frischhefe
175g Weizenmehl
75g Buchweizenmehl
1Ei
250ml lauwarmes Wasser

Zubereitung

  1. Wasser, Honig und Hefe miteinander verrühren und 10min gehen lassen
  2. Beide Mehlsorten, das Ei und das restliche Wasser hinzugeben und gut verrühren.
  3. ca. 40 min gehen lassen.
  4. Die Pfanne buttern und jeweils ein EL Teig pro Küchlein in die Pfanne geben und von beiden Seiten ausbacken. Ich habe eine schwedische Pfannkuchenpfanne aus Gußeisen. Die hat mir ein Freund aus Schweden mitgebracht und ich liebe sie. Die ersten Male habe ich den heißen Griff noch mit der bloßen Hand angefaßt. Das gibt sich…

Kleine Hefepfannkuchen aus der schwedischen gußeisernen Pfanne


Zutaten für das Orangenkompott

3 große Orangen
1 Msp. gem. Vanille
1 EL Zucker

Zubereitung

  1. 2 Orangen filetieren und Saft auffangen.
  2. 1 Orange auspressen.
  3. Saft mit Zucker und gemahlener Vanille mischen und aufkochen.
  4. Orangenfilets dazugeben und ziehen lassen.

Zutaten für den Vanillequark

150g Quark
100g Sauerrahm
150g griechischer Joghurt
2EL Orangensaft
1 EL Zucker
1Msp. gem. Vanille

Zubereitung

    1. Alle Zutaten miteinander verrühren.
    2. Den Quark zusammen mit dem Orangenkompott zu den Hefepfannkuchen reichen.

Hefepfannkuchen mit Vanillequark und Orangenkompott

TIPP:

  • Hefepfannkuchen werden oft in Osteuropa gegessen und in vielen Rezepten ist mehr Buchweizenmehl enthalten, als ich hier verwende. Ich habe die Menge an Buchweizen bewußt reduziert, weil ich meine Mitesser hier kenne. Aber probiert gerne die Menge nach Eurem Geschmack aus.
  • Wer keine Lust hat kleine Pfannkuchen zu backen, der kann auch weniger große ausbacken. Aber nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst werden sie zu hart.Hefepfannkuchen mit Orangenkompott und Vanillequark

 

Du magst lieber das Obst gleich im Teig? Dann probier doch meine Apfelpfannkuchen. Oder die gefüllten Kräuterpfannkuchen oder Gemüsebaggers aus Kartoffelteig wenn Du lieber herzhafte Pfannkuchen magst.
Und wer es ganz klassisch mag, der bestreicht seine Pfannkuchen mit der selbstgemachten Schokocreme.

 

 

Du bist nicht grün genug!

Grüne Tomaten

Wie nachhaltig verhältst du dich eigentlich? Verzichtest Du auf Fernreisen, Plastikverpackungen und Autofahren? Verbrauchst Du nur Ökostrom und ißt kein Fleisch mehr?
Ich mache viel davon. Ich möchte nachhaltig werden. Aber manche Dinge mache ich nicht. Das fühlt sich manchmal schlecht an. Auf eine Art nicht perfekt genug.
Doch wie geht man damit um?

Zu nachhaltig für mein Umfeld

Ich bin auf dem Weg ein nachhaltige(re)s Leben zu führen. Das beginnt zunächst damit Dinge zu ändern, die man leicht ändern kann. Klassisches Beispiel: Plastiktüten beim Einkauf zu vermeiden. Oder vor der Anschaffung neuer Gegenstände zu überlegen, ob ich sie wirklich brauche. Und wenn ja, dann zu recherchieren wo ich eine möglichst nachhaltig hergestellte Version davon bekomme
Doch zu verschiedenen Gelegenheiten fühle ich mich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit völlig fehl am Platz:

Versuch eines plastikarmen Badezimmers

Ich habe in meiner Küche und im Bad Kunststoff reduziert, ich kaufe meine Lebensmittel überwiegend unverpackt im Biosupermarkt ein und ich steige so oft aufs Fahrrad um, wie ich es in meinen Tagesablauf integrieren kann.
Ich versuche gebrauchte Kleidung zu nutzen oder Klamotten zu kaufen, die gegenüber Umwelt und Mensch fair hergestellt wurden.
Und ich trage das Ganze nach außen: Ich erzähle meinem Umfeld davon. Ich erkläre Hintergründe und versuche zu überzeugen. Das Problem daran ist einerseits: Manche Menschen sind sich der prekären Lage durchaus bewußt, in die wir Menschen andere Menschen und die Umwelt bringen. Möchten aber nichts an ihrem Verhalten ändern, weil es einen Schritt raus aus der eigenen Komfortzone bedeuten würde. Eine ehemalige Freundin sagte mal zu mir: “Ich weiß, wie Amazon seine Mitarbeiter behandelt und mir ist bewußt, wie sehr das Unternehmen kleineren Betrieben schadet. Aber ich kaufe trotzdem dort ein, denn es ist praktisch für MICH.
Ein anderes Problem was mir noch häufiger begegnet: Die Einstellung: “Du lebst ja schon so nachhaltig, da kann ich nicht mithalten!”
Bei der #nachhaltigwerden-Challenge, die ich zusammen mit Rachel und Andrea im vergangenen Herbst gerockt habe war genau das das Problem. In vielen Zuschriften die wir bekamen, war oft der Grundton eben dies: “Ich kann nichts zum Thema beisteuern, ich bin noch nicht so weit!”

Nicht nachhaltig genug für meine Filterblase

Unser Urlaub auf dem Rad. Mein Beitrag zur Klimaneutralchallenge

In diesem Jahr fliege ich das erste Mal in meinem Leben nach London. Die Kurzreise schenkte mir der Weltbeste vor über 15 (!!) Jahren zum Geburtstag. Alles fein. Doch in mir nagt das schlechte Gewissen, weil Flugreisen alle andere als nachhaltig sind. Ich weiß, sobald ich etwas über die Reise schreibe, kommen die, die meinen Beitrag zur Klimaneutral-Challenge von Around About Travel geherzt und kommentiert haben und werden erzählen, wie schädlich Kurzstreckenflüge sind.
Oder die, die sich darüber aufregen, daß ich Auto fahre statt die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.
Egal welches Thema im Bereich Nachhaltigkeit ich anschaue- ich verhalte mich im Vergleich nie nachhaltig genug. Es gibt immer Optimierungsbedarf. Noch besser, noch minimalistischer, noch nachhaltiger.

Scheitern ohne zu verzweifeln

Manchmal sitze ich in meinem stillen Kämmerlein, der Verzweiflung nahe und überlege all meine Bemühungen und Bestrebungen in Richtung nachhaltiger Leben aufzugeben.
Einfach im Discounter einkaufen und das gesparte Geld ausgeben- ohne mir Gedanken zu machen, wie ein Produkt zu wessen Lasten hergestellt wurde. Einfach nicht mehr recherchieren, nachdenken, abwägen.

Kind wirft Steine ins Wasser
Ins Wasser fällt ein Stein- und ist er noch so klein: er zieht doch weite Kreise!

Aber dann fällt mir wieder dieses Lied ein, was mich als Kind schon in seinen Bann gezogen hat: „Ins Wasser fällt ein Stein“. Eigentlich im christlichen Kontext gedichtet, habe ich die Botschaft auf mein Leben übertragen: „… Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise…, was für mich heißt: Ich bin nur ein kleiner Stein, aber ich kann Dich und Dich und meinen Nachbarn zum Nachdenken bringen. Und vielleicht klappt es dann auch irgendwann mit dem Umdenken.
Egal was ich zum Thema Nachhaltigkeit tue, es ist nicht umsonst. Jede eingesparte Plastiktüte hilft dabei nachhaltig zu werden. Und dafür, wie die Kreise immer größer werden, ist das Thema Plastiktüten ein prima Beispiel: Nach jahrelangem Verspotten der Jutebeutelträger ist das Thema heute mitten in der Gesellschaft angekomme.

Also bitte laßt uns weiter recherchieren, hinterfragen, umdenken und handeln. Wir können nicht alles auf einmal ändern, aber nach und nach.Gemeinsam können wir etwas bewegen.

 

Über die Schwierigkeiten nachhaltigzu leben

Kennst Du diesen Gedanken auch- nie genug zu tun?

#Pfannkuchenfreitag: Gefüllt und überbacken

Kräuterpfannkuchen im Ofen überbacken

Vor zwei Wochen gab es bei mir Kräuterpfannkuchen, die ich mit einer Füllung aus Pilzen, Zwiebeln, Kirschtomaten und Spitzpaprika und Käse gefüllt hatte. Danach wanderten sie noch zum Überbacken in den Ofen.
Die Füllung entstand nach der Rumfort Methode, alles was rumliegt und fort muß. Aber weil sie so lecker war, muß ich das Rezept unbedingt hier teilen.

Überbackene Kräuterpfannkuchen mit herzhafter Füllung

Auflaufform mit gefüllten, überbackenen Kräuterpfannkuchen

Zutaten

0,5 Bund glatte Petersilie
0,5 Bund Schnittlauch
150 g Weizenmehl
3 Eier
300ml Milch
1 Prise Salz
30 g Butter zum Anbraten


500g klein geschnittene Gemüsereste (ich hatte Zwiebeln, Pilze, Tomaten, Spitzpaprika)
100ml Wasser
100g Hartkäsereste (ich hatte mittelalten Gouda)
1TL klein geschnittener frischer Rosmarin
100ml Sahne

150g Mozzarella gewürfelt
50g Parmesan gerieben

Zubereitung

  1. Aus den Zutaten (bis auf die Butter) für die Pfannkuchen einen flüssigen Teig bereiten. 20 Minuten quellen lassen.
  2. Portionsweise in Butter dünne Pfannkuchen backen.
  3. Für die Füllung erst Zwiebeln würfeln und in etwas Öl anschwitzen
  4. Nach und nach das kleingeschnittene Gemüse hinzugeben und mit dem Wasser ablöschen.
  5. Mit der Gemüsebrühe und dem Rosmarin würzen.
  6. Sahne angießen und etwas einköcheln lassen.
  7. Käse kleinschneiden und unterheben.
  8. Etwas von der Füllung auf die Pfannkuchen verteilen und einrollen.
  9. In eine Auflaufform legen und mit dem gewürfelten Mozzarella und dem Parmesan bestreuen.
  10. Bei 200 °C backen, bis der Käse verlaufen und die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Gefüllte Kräuterpfannkuchen im Ofen überbacken
Durch den Käse machen die überbackenen Pfannkuchen richtig gut satt.

 

Überbackener gefüllter Kräuterpfannkuchen

 

Gefüllte Pfannkuchen im Ofen überbacken

 

12 von 12 | Februar 2018

Hier in Bayern sind Faschingsferien. Und wir machen das, was gute Schüler und Arbeitnehmer in den Ferien machen: Kranksein. Aber wer wird denn jammern weil er kaum die Treppe hochgehen kann und Muskelkater vom vielen Husten hat. Und noch kranke Kinder bespaßen darf.
Eben, deswegen zeige ich lieber meine 12 Bilder des Tages, die ich wie viele andere auch bei Caro verlinke.

Mein Tag beginnt mit dem Blick aus dem Fenster: Schnee. Naja ich geh heut eh nicht raus.

Blick aus dem Schlafzimmerfenster
Der Blick aus dem Fenster zeigt: Es hat schon wieder geschneit. Aber für richtigen Schnee ist es viel zu warm.

Noch ein bißchen Liegenbleiben, dann gibt es Frühstück. Der weltbeste Mann hat das schon vorbereitet. Einen leckeren Pfefferminztee dazu. Zwei Minuten die morgendliche Stille genießen tut gut. Dann kommen die Kinder aus ihren Höhlen.

Müslischüssel mit Löffel
Eine Schüssel Müsli ist bei uns das Allroundfrühstück für jeden Tag.

Die beiden gesunden Kinder toben erst draußen mit dem Hund durch den Wald und dann in der Wohnung. Egal, Hauptsache ich muß nicht ständig verfügbar sein.
Irgendwann ist ihnen so langweilig, daß sie anfangen ihre Schultaschen aufzuräumen.

Kinderversteck
Die beiden jüngeren Kinder machen den ganzen Tag Quatsch. Hier bauen sie zum Beispiel das kleine Sofa zu einem “Was auch immer” um. Inklussive Couchtisch und Hund. Aber der will nicht immer so wie sie und knurrt.

Jedesmal wenn ich die Treppe herunterkomme flippt Charly komplett aus. Er traut sich nicht die offenen Treppen hoch und ist jedesmal extrem beleidigt, wenn ich nach oben entschwinde.

#unsercharly
“Na Frauchen, auch mal wieder da? Du hast übrigens NIE Zeit für mich!”

Zum Mittagessen gab es das universal-geht immer Essen: Nudeln mit Tomatensauce und dick frisch geriebenem Parmesan.

Schüsselchen Nudeln mit Tomatensauce
Nudeln gehen immer #zuMittag

Und es schneit schon wieder. Ich mag nimmer. Das Fieberkind spuckt vor lauter Husten und ich wische hinterher. Deswegen gibt es heute ausnahmsweise auch nur 6 Bilder.

Doch ich empfehle Euch noch 6 Texte, die mir in letzter Zeit über den Weg gelaufen sind und die ich teilenswert finde:

1.: Die Aktion von Rachel. Sie hat sie 5 vor 12 genannt. Als Hinweis darauf, wie kurz vor der Katastrophe unsere Erde steht. Hier gibt sie einmal im Monat Anregungen, was wir dagegen tun können. Und dafür nachhaltiger zu leben.

2.: Frau Haessy (deren Buch ich im Sommerurlaub verschlang) entdeckt Selfies als Hilfsmittel zur Selbstwahrnehmung, das finde ich spannend.

3. Nadine ist der Meinung, daß Social Media oft mehr Fluch als Segen ist. Warum Social Media uns Mütter ausbrennt ist ein Text, mit dem man nicht bis ins Kleinste konform gehen muß, der aber Denkanstöße für den eigenen Medienumgang gibt.

4.: Neue Ideen für die Brotbox habe ich bei der Kleinen Botin gefunden: 5  Alternativen zum Pausenbrot | gesunde Snacks für Kinder

5.: Aus gegebenem Krankheitsanlaß der Artikel Die sieben Stufen der Müdigkeit.

6.: Ich mag den Valentinstag nicht, weil ich meinem Liebsten nicht an einem bestimmten Tag meine Zuneigung zeigen will. Aber wußtet Ihr, was eigentlich hinter dem 14. Februar steckt?  Tollabéa erklärt dieLegende um den heiligen Valentin kindgerecht.


Die 12 Bilder aus dem Februar der letzten vier Jahre findet Ihr hier:

2017
2016

2015
2013

Museum mit Kind(ern) – Die Cadolzburg

Bronzemodell der Cadolzburg

Für dieses Jahr hatte ich keine Vorsätze, aber ich nahm mir vor öfter mal ins Museum zu gehen. Museum mit Kind(ern) und auch ohne.
Und manchmal klappen Pläne sogar. Diesmal sogar postwendend.
Noch bevor das neue Jahr so richtig angelaufen war, konnte ich zum zweiten Mal die Cadolzburg entdecken. Für alle Nicht-Franken: In Mittelfranken, unweit der schönen Stadt Nürnberg liegt ein Örtchen mit Namen Cadolzburg. Und auf einem Hügel in diesem Ort steht eine Burg mit gleichem Namen.
Und wie es drinnen aussieht und ob das Museum einen Besuch mit Kindern wert ist, zeige ich hier.

Mehr Museum mit Kind(ern) 2018!

Den Anstoß für mehr Museumsbesuche bekam ich letzten Sommer von Tanja Praske. Sie lud nämlich unter dem Hashtag #Hohenzollernwalk auf die frisch eröffnete Cadolzburg ein. Im Rahmen der Aktion konnten Instagrammer, Blogger, Twitterer und wer sich sonst noch zur Netzgemeinde zählte die Burg vor der eigentlichen Eröffnung erkunden.
Um mein Fazit vorweg zu nehmen: Die Aktion, die unter dem Titel HerrschaftsZeiten! lief, hat mir persönlich so richtig Lust auf Museen gemacht und ich war sehr gespannt, wie meinen Kindern die dort aufbereitete Geschichte gefallen würde.
Hier erzähle ich, wie ich als Internetmensch das Museum erlebte und wie es als Familie war.

Cadolzburg im Sommer als Teil des #Hohenzollernwalks

Die Cadolzburg im Juli
Kurz vor Beginn des #Hohenzollernwalks im Juli.

Alte Gemüsesorten und unterschiedliches Urgetreide wird im toll angelegten Burggarten gezüchtet und wiederbelebt. Was genau hier wächst hat Sylvia Kassdorf wunderbar in Text und Bild ausgeführt.

Burggarten der cadolzburg
Alte Gemüsesorten, Blumen und Kräuter sind die Hauptakteure im Burggarten

Ganz alleine und mit Muße ins Museum zu gehen hat eine ganz eigene Qualität. Aber zusammen mit anderen Internetmenschen wird das Erlebnis auf eine spezielle Stufe gehoben. Peter G. Spandel beschreibt es so treffend. Man ist unter seinesgleichen, man kann vorangehen oder sich zurückfallen lassen um die Museumsräume mit ihren Objekten ungestört fotografieren zu können […] man kann fotografieren was das Zeug hält. Notfalls auf dem Fußboden liegend wie ein trotziges Kind. Niemand wendet sich erschreckt ab, niemand ärgert sich darüber […].
Marion Voigt hingegen sah es aus einem etwas anderen Blickwinkel: Ein bisschen spooky war es, mit Menschen durch das #emptymuseum zu wandeln, die sich im realen und im virtuellen Raum zugleich bewegten, über Smartphone, Tablet und Kamera mit ihren Fans und Followern verbunden.

Der Kurator zeigt den Audioführer

Jeder kann das tun, was er als Internetmensch gerne macht: Fotografieren, Posen, Twittern, Instagrammen oder ein Video für youtube drehen.
Und der Kurator Dr. Sebastian Karnatz zeigt den Audioguide des Museums.

Gezuckerter Kümmel als Süßigkeit im Mittelalter
Im Mittelalter gab es auch schon Süßschnäbel: Hier wird gezuckerter Kümmel gezeigt und verkostet.

Es war ein fantastisches Erlebnis das Museum auf diese Art und Weise erleben zu können. Mit allen Sinnen: Es gibt Exponate zum Betrachten aus der damaligen Zeit, Videos zum Ansehen, Ausstellungsstücke die dazu gemacht

sind berührt und benutzt zu werden und Düfte, die fast nur im Vorbeigehen wahrgenommen werden können. Die aber die anderen Sinneseindrücke verstärken.

Dr. Sebastian Karnatz zeigt die Videoinstallation in der Cadolzburg
Links: Beim Instawalk zeigt einer der Kuratoren Dr. Sebastian Karnatz die Videoinstallation.
Rechts: Als Gaumenschmaus reichte man uns mittelalterliche Krapfen an Kräuterquark.

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Cadolzburg im Winter-Museum mit Kindern

Kürzlich war es dann so weit: Wir hatten Besuch und wollten unbedingt die Cadolzburg in unserer Heimat zeigen. Und so machten sich vier Erwachsene mit fünf Kindern von drei bis elf Jahren auf den Weg.

Der Vorhof der Burg Cadolzburg im Winter
Im Winter sieht die Umgebung der Cadolzburg ganz anders aus als im Juli.

Zugegeben, ich war etwas in Sorge, wie das beim Museumspersonal ankommen würde. Wenn man irgendwo mit mehreren Kindern auftaucht muß man vorsichtig sein. Und in Museen muß man doch leise sein und darf nichts anfassen oder?
Die Sorgen waren alle unbegründet. Selten hatte ich es mit netteren Menschen im Museum zu tun. “Fünf Kinder? Super, hier kann man fast alles anfassen und Spielen ist auch erlaubt!”
Und tatsächlich begegnete uns Wohlwollen, egal welchen Raum wir betraten. Geduldig bekamen wir alles erklärt und wurden immer wieder auf Dinge hingewiesen, die gerade für die Kinder spannend waren.

Gußmodell der Cadolzburg
Direkt hinter der Eingangsschranke steht ein Gußmodell der Cadolzburg. Mit Beschreibung in Blindenschrift.

Das Kinder im Museum in Cadolzburg willkommen sind merk man recht schnell: Die Geschichte ist verständlich aufbereitet und wird durch verschiedene Medien dargestellt.

An vielen Stellen gibt es Leuchtkästen, man kann sich Videos ansehen oder bei der Videoinstallation Zeitzeugen lauschen.

Leuchttafeln mit geschichtlichem Hintergrund
Die Große liest sich alle Beschreibungen der leuchtenden Bilder durch.

 

Ein Mann betrachtet die Bilder der Cadolzburg im Wandel der zeit.
Während das junge Gemüse auf Entdeckungstour geht, haben die Älteren Zeit sich in Ruhe umzusehen.
Der Ochsenschlot in der Cadolzburg
Links: Ein Großer und ein Kleinerer bestaunen in der Burgküche den Ochsenkamin. Hier duftet es nach Gebratenem um offenem Feuer.
Rechts: Das Mittelalter als Mosaik

 

Große und Kleine erleben Geschichte im Museum auf der Cadolzburg
Manche Dinge muß man auch berühren. Deshalb die Schubladen aufziehen und nachfühlen.

 

Mittelalterliche Gerichte
In der Küche der Cadolzburg kann man -von für uns heute- merkwürdigen Gerichten lesen. Gerne mit Hirn.

 

Drei Kinder sehen einen Infofilm
Drei der Kinder sehen und hören einen Film zur Geschichte der Cadolzburg.

 

Die Sechsjährige hebt das schwere Kettenhemd
So ein Kettenhemd ist ganz schön schwer. Wäre es nicht aufgehängt, würde es mitsamt der Sechsjährigen umkippen.

 

Kindr ziehen Riterrüstungen an
Links: Huch, ich seh unter dem Helm gar nix! Rechts: So eine Rüstung ist ganz schön schwer, die kann man nur mit Hilfe anziehen.

Museum mit Kindern ist Mitmachmuseum. Kinder lernen am Besten wenn sie Geschhichte sehen, riechen, fühlen und schmecken können. In der Cadolzburg werden nahezu alle Sinne angesprochen.

Kinder erkunden die Cadolzburg: digital und analog
Die Kinder erfahren hier das Mittelalter mit allen Sinnen: Sie dürfen Dinge berühren und entdecken. Analog und digital.

 

Links: Ich hab auch mal den Adelshut aufprobiert. Ist wohl eine Nummer zu groß für mich! Rechts: Dokumente als wichtige Zeitzeugen.

 

Mittelalter zum Mittmachen: Es gibt einen Saal, in dem ein virtueller Tanzkurs angeboten wird. Dazu kann man sich wie im Mittelalter anziehen und wird dann per Kamera und Bildschirm an die richtigen Tanzschritte herangeführt.

 

Projektion eines mittelalterlichen Tanzes
An einer Wand des Saals gibt es eine Projektion eines mittelalterlichen Tanzes.

 

Holzschuhe im Mittelalter
So sahen Schuhe im Mittelalter aus. Bequem ist anders.

 

Alle fünf mitgebrachten Kinder wollen digital fechten
Los geht’s mit dem Fechtturnier. An der Schlange hinter uns kann man die Attraktivität des Spiels ungefähr ablesen: Eines der Highlights für die Kinder.

 

Puzzlewürfel mit Cadolzburg-Bild
Im oberen Stockwerk gibt es viele Spielereien. Hier ein Puzzle. Das macht auch den Großen Spaß.

Mit Kind(ern) ins Museum?

Für uns war nach über zwei Stunden an dieser Stelle schon Schluß. Leider. Denn auch nach meinem Zweiten Besuch habe längst nicht alles gesehen und ausprobiert.
Ist die Cadolzburg für Ausflüge mit Kindern geeignet?

Mein Fazit zum ersten Mal Museum mit Kind(ern) in diesem Jahr: Besser hätte es gar nicht starten können. Alle Kinder waren begeistert und die Erwachsenen auch. Und ich werde jedem einen doppelten Besuch empfehlen: Einmal mit und einmal ohne Kind. Denn dann erlebt man völlig unterschiedliche Aspekte des Museums.


 

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