Pressereise: Nationalpark Hainich

Nationalpark Hainch_Pressereise

365 days of Blogging #68 Es war einmal eine Journalistin, die in den Nationalpark Hainich reisen wollte. Ohne Landkarte und Ortskenntnisse. Sie verließ sich ausschließlich auf die moderne Technik und hatte dann keinen Empfang… Vor einigen Wochen erhielt ich eine Einladung zu einer Pressereise nach Thüringen. In den Nationalpark Hainich, einem von vierzehn Nationalparks in … Weiterlesen

365 days of Blogging– 63

365 days of Bloggging Titel

Zugegeben, ich habe ein bißchen Bammel. Wir sind schon einige Male mit dem Zug verreist und ich erinnere mich an verschiedene unangenehme Situationen unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Hoffnung liegt darin, daß die Kinder größer, die Verbindungen schneller sind und das W-Lan zuverlässiger funktioniert. 4. März 2019 Die Reise beginnt vielversprechender, als der Wetterbericht vorhergesagt … Weiterlesen

Einfach loslaufen – (M)eine Buchempfehlung

Buchempfehlung: Einfach Loslaufen Svenja Bellas

Es ist Zeit hier ein Buch vorzustellen, das ich schon toll fand, als ich nur das Cover sah. Es zog mich hinein in das Bild, das irgendwo im skandinavischen Fjell aufgenommen worden sein mußte. Über diese Brücke möchte ich gehen. Vielleicht lag es auch an meiner immerwährenden Sehnsucht nach Norwegen, daß ich mir das Buch gleich bestellte. Es heißt Einfach Loslaufen von der Journalistin Svenja Beller und dem Fotografen Roman Pawlowski.

Die Idee: Ganz einfach loslaufen

Den Rucksack packen und los. Ganz ungeschützt, ohne die Blechhülle eines Autos, Zuges oder Flugzeuges. Völlig unspektakulär liefen die beiden Autoren Svenja Beller und Roman Pawlowski im Süden von Hamburg einfach los. Das Ziel nach Norden. Der Weg war das Ziel. Die einzige Beschränkung: Der Zeitraum von zwei Monaten.

Die Reisevorbereitung: Minimalistisch

Rucksack ein und ausgepackt, bis sie sich mit dem Gewicht arrangieren konnten. Mehr Vorbereitung trafen die Beiden bewußt nicht. Sie wollten den Orten möglichst unvoreingenommen begegnen. Am aufwändigsten war tatsächlich die Zusammenstellung des Equipment: Sie mussten auf jedes Wetter und jede Situation vorbereitet sein und gleichzeitig das Gewicht ihrer Rucksäcke so gering wie möglich halten.

Einfach Loslaufen Bild der Seite 2+3
Der Rucksack. Mehr Gepäck gibt es nicht: Nur einen Rucksack pro Person. (Einfach Loslaufen Seite 2/3)

Ich fragte die beiden Autoren, weshalb sie „raus aus dem Internet“ wollten und beschlossen hatten, während ihrer Reise auf Smartphone und Tablet zu verzichten:

Wir haben bewusst keine Smartphones mitgenommen, weil sie uns davon abgehalten hätten, uns voll und ganz auf unsere Umgebung einzulassen. Auf ihnen hätten wir Wege und Infos nachschauen, mal schnell eine Nachricht nach Hause schicken oder bei Wartezeiten im Internet herumscrollen können. So waren wir gezwungen, andere Menschen um Hilfe zu bitten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, und das war ja genau das, was wir wollten.

Reiseroute aus Einfach Loslaufen
Die Route von Hamburg über Dänemark und Schweden hinauf bis ins Norwegische Tromsø (Einfach Loslaufen Seite 1)

Unterwegs: Passiert gar nichts und doch so viel

Die Autoren nehmen uns mit in die unterschiedlichsten Landschaften und zu den verschiedensten Menschen. So zum Beispiel die Begegnung mit Rita und ihre Chefin Britta, die eine kleine Eisfabrik auf Skarö betreiben. Wußtet Ihr, daß in Skandinavien das meiste Speiseeis in Europa gegessen wird?

Wir kommen vorbei an Christiania, dem autonomen Stadtteil von Kopenhagen. Hier baut jeder wie er möchte sein Traumhaus. Auch sonst ist das Leben dort eher untraditionell und viel freier als anderswo.

Tünnbröd Bäcker Lars in Einfach Loslaufen
Hinter ein paar Hügeln am See bäckt Lars sein Bio-Tünnbröd. Immer im Frühling und Herbst (Einfach Loslaufen Seite 110)

In Göteborg treffen wir Andreas und Lars, die in der Wohnung eines Freundes wohnen und mit denen sie eine Flasche Wodka leeren. Örjan, der die beiden Reisenden in seinem Elektroauto mitnimmt, arbeitet eigentlich an als Flugzeugtechniker an der russisch-norwegischen Grenze und bezeichnet sich eigentlich als unsozial, aber offen für Anhalter.

Christa- Bild aus Einfach Loslaufen
Christa aus Den Haag findet ihre Freiheit im Tantra (Einfach Loslaufen Seite 85)

Oder da ist Solomon, der fünf Jahre zuvor nach Norwegen gekommen ist und das Land so friedlich findet.

Die Themen, mit denen sich die Menschen im Norden beschäftigen sind so unterschiedlich, wie die Charaktere, die die Autoren dort oben vorfinden: Überfremdung, Einsamkeit, der Zweite Weltkrieg.

Neugierige Fragen: An die Autoren

Mich haben die Herangehensweise an die Reise, die leisen Töne und die lauten Bilder berührt und bewegt. Und ich hatte Fragen, die ich den Autoren auch stellen durfte:

Gab es einen Zeitpunkt, an dem Ihr die Reise am liebsten abgebrochen hättet?

Nein, ganz im Gegenteil: Wir wären gerne noch weiter gereist.

Zitat aus dem Buch Einfach Loslaufen
Man kann die Ungeplantheit als anstrengend empfinden, wir empfinden sie aber als leicht und frei … (Einfach Loslaufen Seite 179)

Wo war es am einfachsten zu den Menschen Kontakt aufzunehmen?

Generell war eine schöne Erkenntnis unserer Reise: Nette Menschen gibt es überall und die meisten freuen sich, anderen zu helfen. Ganz besonders positiv überrascht waren wir aber von Dänemark: Dort verbrachten wir viel mehr Zeit als anfangs gedacht, weil wir so viele tolle Menschen kennengelernt haben, auch das Trampen war dort überhaupt kein Problem.

Wie haben Euch die Menschen wahrgenommen?

Die meisten Menschen fanden unsere Art zu reisen toll und haben sich gefreut, uns zu helfen. Zum Beispiel schrieben uns Maria und Michael, ein Lehrerpaar aus Dänemark, folgende Zeilen per Postkarte: „Wir hatten das Glück jungen Leuten wie euch zu begegnen, die eine Idee repräsentieren und ausleben: Das Leben und die Menschen sind gut und helfen gerne! Eure Reise nach Tromsø ist der lebende Beweis dafür. Euch zu treffen wurde die Sommer-Geschichte bei uns. Wir haben oft über euch erzählt an Freunde und Familie, und danach an euch gedacht, ob es euch gut geht.“

Hat Euch die Reise verändert?

Die Reise hat unser Menschenbild positiv beeinflusst. Wir haben bei Leuten aus allen Gesellschaftsschichten geschlafen, mit ihnen gegessen, diskutiert und gelacht. Das hat uns noch offener für Menschen gemacht, mit denen man auf den ersten Blick glaubt nichts gemein zu haben.

Welche Station ist rückblickend die Schönste gewesen?

Den einen schönsten Ort gibt es nicht. Wir haben so viele tolle und sehr unterschiedliche Dinge erlebt, dass wir dazwischen nicht werten können. Wir sind mit einem Segelschiff getrampt, tanzten auf einem Konzert auf einer Bergspitze, haben die Nordlichter gesehen, bekamen von einem Imker selbstgemachten Honig geschenkt, zelteten an einsamen Seen, wanderten zu einem Gletscher, redeten mit unseren Gastgebern die Nächte durch, sahen den weltgrößten Troll, lernten von einem Fischer das Angeln – und noch viel mehr.

Könnt Ihr Euch vorstellen auch andere Regionen auf diese Weise zu bereisen?

Auf jeden Fall, ein paar Regionen haben wir dafür auch schon im Kopf…

Was das Buch ist. Und was es nicht ist.

Für jeden bedeuten Bücher etwas Anderes. Für mich ist das Buch Einfach Loslaufen schon alleine durch die feinen Texte und die starken Bilder ein Kunstwerk.
Der Fokus liegt auf den Menschen und ihren Eigenarten. Auf den Besonderheiten der natur- unabhängig von Ländergrenzen.

Das Buch ist sicherlich kein Reiseführer, sondern eher Kritik an der modernen Reisekultur, bei der es nur um Sightseeing und nichts über das perfekte Foto geht. Gut, um sich mit dem Selfie-Stick davor zu stellen und ein paar Selbstportraits zu schießen (S.65) Was die Touristen eigentlich an diesen Orten wollen, wissen sie so recht nicht.
Svenja und Roman sehen ihre Reise als Gegenentwurf zu dem Touristenstrom, der sich durch den Rest Kopenhagens wälzt. Zu der Jetterei an die angesagtesten Destinationen dieser Welt (S.72). Dazu kann ich den Artikel von Catherine Hoffmann in der SZ empfehlen: Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen.
Es ist außerdem eine “Reise in fremde Leben”, die Menschen, die sie trafen,  haben den Autoren nicht nur ihre Türen geöffnet, sondern auch aus ihrem Leben erzählt und sie daran teilhaben lassen.

Infos zum Buch

Einfach Loslaufen von Svenja Beller und Roman Pawlowski, Dumont Reiseverlag ISBN 9783770188857

Einfach Loslaufen – Eine Reise in fremde Leben. Von der Haustür in den hohen Norden

Svenja Bellert, Roman Pawlowski

Dumont Reise Verlag
ISBN: 9783770188857
201 Seiten

Und weil ich das Buch so genial finde, darf ich es hier 2x verlosen!

Ihr könnt das Buch gewinnen!!

Weil ich das Buch so toll finde, hat mir der Dumont Verlag zwei Exemplare zu Verfügung gestellt. Wenn Ihr eines gewinnen möchtest, müßt Ihr mir in den Kommentaren folgende Frage beantworten:

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Reisen für Euch?

So könnt Ihr gewinnen:

  • Kommentiert unter dem Beitrag und beantwortet die Frage wie wichtig Nachhaltigkeit für Euch beim Reisen ist.
  • Für jeweils ein Extralos kommentiert ihr auch bei Facebook und/oder Instagram.
  • Folgt mir gerne auch bei Facebook und/oder Instagram. (Keine Bedingung)
  • Schnell sein: Das Gewinnspiel läuft nur bis zum 13.06.2018 um 22 Uhr.
  • Die Gewinner werden unter diesem Artikel bekannt gegeben und sollte sich binnen 10 Tage melden.
  • Teilnahme für reale Personen, über 18, aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Datenschutz: Wenn die Gewinner ermittelt sind, gebe ich die Kontaktdaten an den Dumont-Verlag weiter. Von dort werden die Bücher versendet.

G E W I N N S P I E L B E E N D E T!

!Gewonnen haben Norbert Wild und  Monika!

 

Secret Tour im Nürnberger Land – Wandern für Mutige

Zug der durch die fränkische Landschaft fährt

Am Sonntag machte ich mich mit  11 anderen fränkischen Bloggern auf, um die Hersbrucker Schweiz zu erkunden. Klingt erst mal nach einer völlig normalen Sonntagsbeschäftigung. Hätte es auch sein können. Nur wußte nur einer der Teilnehmer, wer überhaupt dabei war und wohin es gehen sollte.

Oliver Huber, der als Frankenlandler zunächst über Schneeschuhwanderungen schrieb, sich dann aber auf Ausflüge in seiner fränkischen Heimat spezialisierte, lud BloggerkollegInnen zu seiner Secret Tour in die Hersbrucker Schweiz ein.
Als Orientierung: Hersbruck liegt etwa 30km nordöstlich von Nürnberg, an der Bahnlinie nach Bayreuth.

Treffen am Hauptbahnhof

Sonntagmorgen dreiviertel Zehn (für Nichtfranken: 9:45h) war Treffpunkt am Hauptbahnhof in Nürnberg. Charly – das einzige Familienmitglied, das mitdurfte- war extrem aufgeregt. Zugfahren und diese vielfältigen Gerüche waren ausgesprochen spannend für die Fellnase.
Als alle da waren ging es mit dem Zug zum Startpunkt. Es stellte sich heraus, daß es sich um Rupprechtstegen handelte.

Auf der Zugfahrt dorthin konnten wir geheimen Wanderer uns schon ein bißchen kennenlernen. Ronald von Fränkische Tapas kenne und lese ich schon länger, Bettina, Florian, Kerstin, Christine und Uli waren mir bis dato unbekannt. Aber man kommt ja so schnell in Quatschen…
Am Bahnhof stießen dann noch Thomas und Marion von 1000mh zu uns. Mit dabei Ridgeback – Dame Beyla, was Charly ganz besonders freute.

Wagon mit der Aufschrift "Rastwagong"
Rastwagong? Wer will den rasten? Wir wollten doch wandern?

 

Fotografierender Blogger Oliver Huber
Typisch wenn Blogger unterwegs sind: Photoapparat raus und den schönsten Moment eingefangen. Oliver hat den Rastwagong erwischt.

 

Los geht’s: An der Pegnitz entlang

Das Wetter war einfach traumhaft: Strahlender Sonnenschein und ein laues Lüftchen. So macht Wandern gleich doppelt Spaß.

Wandern entlang der Pegnitz in Mittelfranken
Jetzt aber los! Ronald und Florian im Gespräch. Charly weiß gar nicht, wo er zuerst schnüffeln soll.

Oliver hatte die Tour geheim geplant und keiner wußte, wohin es gehen sollte. Kein Grund, nicht von der eigentlich vorgesehenen Route abzuweichen, wenn jemand noch ein geheimes Plätzchen kennt. So kamen wir zusätzlich in den Genuß des Harnbacher Wasserfalls und der Griesmühle.

Harbnbacher Wasserfall und Blick ins Pegnitztal
Links: Harnbacher Wasserfall. Rechts: Blick ins Pegnitztal
#unsercharly
Was auch immer dort in der Ferne zu sehen ist…

Der Weg war sehr abwechslungsreich. Zwischen Natur pur gab es auch hin und wieder fränkische Schmankerl: Sei es ein Gratisflohmarkt am Wegesrand, schöne Fassaden oder nette Schilder an Garagentüren.

Schöne Fassaden in Eschenbach
Schöne Fassaden in Eschenbach
Flohmarkt
Plötzlich steht am Wegesrand ein kleiner, privater Flohmarkt mit allerhand lustigem Zeug.
Parken verboten Schild auf Fränkisch
Fränkische Nettigkeit: Parken verboten auf Fränkisch

Kuchen und Radler

Bei einer kurzen *piep* Pause kam es zu Ungereimtheiten, die den Weg betrafen  und die Gruppe teilte sich unfreiwillig. Die eine Hälfte wanderte an der Pegnitz entlang, die andere Hälfte auf der anderen Uferseite etwas oberhalb im Wald. Charly hatte im Wald Spaß, kam aber zum Glück ohne das Reh zurück. Ich sollte mir echt eine bessere Nase zulegen, damit ich das Wild vor dem Hund entdecken kann.

Irgendwann muß man sich auch mal wieder stärken und wir trafen uns alle wieder in Vorra im Café Inselblick. Auf ein Radler und ein Stück Erdbeerkuchen. Danach hätte ich mich auch sehr gut ans Ufer der Pegnitz legen können, um Seele und Beine baumeln zu lassen.

Da war doch noch der Zug

Die meisten vorbeifahrenden Züge auf der Strecke Nürnberg-Bayreuth hörten wir nur. Aber für  #48outdoor, und #bahnsommer kam die rote Regionalbahn just in dem Moment ins Bild, als der Ausblick besonders gut war.
Ich habe mir sagen lassen, daß es in der Gegend viele alte Bahnbrücken gibt, die nostalgisch anmuten. Anscheinend sind aber manche Strecken noch nicht elektrifiziert und deshalb müssen die alten Brücken dem Fortschritt weichen.

Regionalbahn in der Hersbrucker Alb
Die rote Regionalbahn kam im richtigen Moment.

Aussicht auf der Düsselbacher Wand genießen

Wahrscheinlich sollte ich hier mehr Makingoff-Bilder zeigen. Shoot the Shooter und fast abstürzende Blogger. Die Düsselbacher Wand auf der wir standen, ist an der höchsten Stelle 30 Meter hoch. Nicht ganz ungefährlich.

Blick von der Düselbacher Wand
Blick von der Düsselbacher Wand hinunter ins Tal. Muß alles fotografisch festgehalten werden!
Gruppenfoto auf der Düsselbacher Wand
Ein Gruppenfoto gab es natürlich auch! Foto: Gemacht hat es Fotograf Thomas Geiger mit der Kamera von Oli. Wer hat nun die Bildrechte?
Links: Wenn ich botanisch versierter wäre, könnte hier der Name der Blume stehen. Rechts: Ich liebe Mittelfrankens Mischwälder. Sie haben eine freundliche Atmophäre.
Blume auf der Düsselbacher Wand
Was die Natur alles kann: Kaum sammelt sich ein wenig Erde in einer Vertiefung im Stein, schon blühen die hübschesten Blumen.

Eschenbach als Ziel der Wanderung

Irgendwann war dann auch genug gewandert und wir freuten uns, in Eschenbach auf ein kühles Bier. Im Biergarten des Gasthauses Grüner Schwan hängt dieses Schild “Das Konzept ist nicht ich renne, sondern Ihr wartet“. Es mutet etwas borstig an, aber das ist eben fränkischer Humor. Wir mußten nicht lange warten und bekamen richtig gutes Essen. Bevor das Essen kam, erfuhr ich noch, daß die Ortschaft Eschenbach die letzte in Mittelfranken ist, bevor es in die Oberpfalz geht. Ich sollte dringend mal meine Ortskenntnisse aufpolieren, ich kenne mich nicht wirklich aus.

Grüner Schwan Eschenbach
Auch wenn das Schild es nicht so anmuten läßt: Im Grünen Schwan in Eschenbach waren sowohl Service, als auch Essen vorzüglich.

 

Eschenbach Mittelfranken
Links: Uli und Florian warten. Eventuell auf bessere Zeiten. Rechts: Blick von der Bushaltestelle aus in den Ortskern von Eschenbach.

Nach der Vesper ging es für einen Teil der Gruppe mit dem Bus zum Bahnhof nach Röthenbach, der andere Teil wanderte noch einen Kilometer zum Bahnhof nach Hohenstadt

Bahnhof Hersbruck
Am Bahnhof Hersbruck: Links: Hier hat jemand seine durchgewanderten Schuhe entsorgt. Rechts: Die Hersbrucker Alb verabschiedet uns mit strahlendem Sonnenschein.

Tourdaten zum Nachwandern

Ich habe interessehalber mal die Wanderung mit der App komoot getrackt und hier abgelegt. Sicherlich werde ich Teile der Tour auch noch mal mit meinen Kindern erwandern.
Wer es genauer mag, der sollte mal beim Frankenlandler vorbeischauen, der zeigt dann, wie man so was professionell macht.


Disclaimer: Die Wanderung lief unter dem Motto #48outdoor und #bahnsommer, einer gemeinsamen Aktion von DB Regio Bayern und Nürnberger Land Tourismus. Ich habe dafür ein Bahnticket erhalten. Den Bericht über den Ausflug schrieb ich aus freien Stücken.

Museum mit Kind(ern) – Die Cadolzburg

Bronzemodell der Cadolzburg

Für dieses Jahr hatte ich keine Vorsätze, aber ich nahm mir vor öfter mal ins Museum zu gehen. Museum mit Kind(ern) und auch ohne.
Und manchmal klappen Pläne sogar. Diesmal sogar postwendend.
Noch bevor das neue Jahr so richtig angelaufen war, konnte ich zum zweiten Mal die Cadolzburg entdecken. Für alle Nicht-Franken: In Mittelfranken, unweit der schönen Stadt Nürnberg liegt ein Örtchen mit Namen Cadolzburg. Und auf einem Hügel in diesem Ort steht eine Burg mit gleichem Namen.
Und wie es drinnen aussieht und ob das Museum einen Besuch mit Kindern wert ist, zeige ich hier.

Mehr Museum mit Kind(ern) 2018!

Den Anstoß für mehr Museumsbesuche bekam ich letzten Sommer von Tanja Praske. Sie lud nämlich unter dem Hashtag #Hohenzollernwalk auf die frisch eröffnete Cadolzburg ein. Im Rahmen der Aktion konnten Instagrammer, Blogger, Twitterer und wer sich sonst noch zur Netzgemeinde zählte die Burg vor der eigentlichen Eröffnung erkunden.
Um mein Fazit vorweg zu nehmen: Die Aktion, die unter dem Titel HerrschaftsZeiten! lief, hat mir persönlich so richtig Lust auf Museen gemacht und ich war sehr gespannt, wie meinen Kindern die dort aufbereitete Geschichte gefallen würde.
Hier erzähle ich, wie ich als Internetmensch das Museum erlebte und wie es als Familie war.

Cadolzburg im Sommer als Teil des #Hohenzollernwalks

Die Cadolzburg im Juli
Kurz vor Beginn des #Hohenzollernwalks im Juli.

Alte Gemüsesorten und unterschiedliches Urgetreide wird im toll angelegten Burggarten gezüchtet und wiederbelebt. Was genau hier wächst hat Sylvia Kassdorf wunderbar in Text und Bild ausgeführt.

Burggarten der cadolzburg
Alte Gemüsesorten, Blumen und Kräuter sind die Hauptakteure im Burggarten

Ganz alleine und mit Muße ins Museum zu gehen hat eine ganz eigene Qualität. Aber zusammen mit anderen Internetmenschen wird das Erlebnis auf eine spezielle Stufe gehoben. Peter G. Spandel beschreibt es so treffend. Man ist unter seinesgleichen, man kann vorangehen oder sich zurückfallen lassen um die Museumsräume mit ihren Objekten ungestört fotografieren zu können […] man kann fotografieren was das Zeug hält. Notfalls auf dem Fußboden liegend wie ein trotziges Kind. Niemand wendet sich erschreckt ab, niemand ärgert sich darüber […].
Marion Voigt hingegen sah es aus einem etwas anderen Blickwinkel: Ein bisschen spooky war es, mit Menschen durch das #emptymuseum zu wandeln, die sich im realen und im virtuellen Raum zugleich bewegten, über Smartphone, Tablet und Kamera mit ihren Fans und Followern verbunden.

Der Kurator zeigt den Audioführer

Jeder kann das tun, was er als Internetmensch gerne macht: Fotografieren, Posen, Twittern, Instagrammen oder ein Video für youtube drehen.
Und der Kurator Dr. Sebastian Karnatz zeigt den Audioguide des Museums.

Gezuckerter Kümmel als Süßigkeit im Mittelalter
Im Mittelalter gab es auch schon Süßschnäbel: Hier wird gezuckerter Kümmel gezeigt und verkostet.

Es war ein fantastisches Erlebnis das Museum auf diese Art und Weise erleben zu können. Mit allen Sinnen: Es gibt Exponate zum Betrachten aus der damaligen Zeit, Videos zum Ansehen, Ausstellungsstücke die dazu gemacht

sind berührt und benutzt zu werden und Düfte, die fast nur im Vorbeigehen wahrgenommen werden können. Die aber die anderen Sinneseindrücke verstärken.

Dr. Sebastian Karnatz zeigt die Videoinstallation in der Cadolzburg
Links: Beim Instawalk zeigt einer der Kuratoren Dr. Sebastian Karnatz die Videoinstallation.
Rechts: Als Gaumenschmaus reichte man uns mittelalterliche Krapfen an Kräuterquark.

Neugierig auf den #Hohenzollernwalk geworden? Dann einfach mal den Hastag bei Twitter und Instagram eingeben. Oder sich durch die lesenswerten Blogbeiträge gucken, die ich Euch am Ende verlinke.

Cadolzburg im Winter-Museum mit Kindern

Kürzlich war es dann so weit: Wir hatten Besuch und wollten unbedingt die Cadolzburg in unserer Heimat zeigen. Und so machten sich vier Erwachsene mit fünf Kindern von drei bis elf Jahren auf den Weg.

Der Vorhof der Burg Cadolzburg im Winter
Im Winter sieht die Umgebung der Cadolzburg ganz anders aus als im Juli.

Zugegeben, ich war etwas in Sorge, wie das beim Museumspersonal ankommen würde. Wenn man irgendwo mit mehreren Kindern auftaucht muß man vorsichtig sein. Und in Museen muß man doch leise sein und darf nichts anfassen oder?
Die Sorgen waren alle unbegründet. Selten hatte ich es mit netteren Menschen im Museum zu tun. “Fünf Kinder? Super, hier kann man fast alles anfassen und Spielen ist auch erlaubt!”
Und tatsächlich begegnete uns Wohlwollen, egal welchen Raum wir betraten. Geduldig bekamen wir alles erklärt und wurden immer wieder auf Dinge hingewiesen, die gerade für die Kinder spannend waren.

Gußmodell der Cadolzburg
Direkt hinter der Eingangsschranke steht ein Gußmodell der Cadolzburg. Mit Beschreibung in Blindenschrift.

Das Kinder im Museum in Cadolzburg willkommen sind merk man recht schnell: Die Geschichte ist verständlich aufbereitet und wird durch verschiedene Medien dargestellt.

An vielen Stellen gibt es Leuchtkästen, man kann sich Videos ansehen oder bei der Videoinstallation Zeitzeugen lauschen.

Leuchttafeln mit geschichtlichem Hintergrund
Die Große liest sich alle Beschreibungen der leuchtenden Bilder durch.

 

Ein Mann betrachtet die Bilder der Cadolzburg im Wandel der zeit.
Während das junge Gemüse auf Entdeckungstour geht, haben die Älteren Zeit sich in Ruhe umzusehen.
Der Ochsenschlot in der Cadolzburg
Links: Ein Großer und ein Kleinerer bestaunen in der Burgküche den Ochsenkamin. Hier duftet es nach Gebratenem um offenem Feuer.
Rechts: Das Mittelalter als Mosaik

 

Große und Kleine erleben Geschichte im Museum auf der Cadolzburg
Manche Dinge muß man auch berühren. Deshalb die Schubladen aufziehen und nachfühlen.

 

Mittelalterliche Gerichte
In der Küche der Cadolzburg kann man -von für uns heute- merkwürdigen Gerichten lesen. Gerne mit Hirn.

 

Drei Kinder sehen einen Infofilm
Drei der Kinder sehen und hören einen Film zur Geschichte der Cadolzburg.

 

Die Sechsjährige hebt das schwere Kettenhemd
So ein Kettenhemd ist ganz schön schwer. Wäre es nicht aufgehängt, würde es mitsamt der Sechsjährigen umkippen.

 

Kindr ziehen Riterrüstungen an
Links: Huch, ich seh unter dem Helm gar nix! Rechts: So eine Rüstung ist ganz schön schwer, die kann man nur mit Hilfe anziehen.

Museum mit Kindern ist Mitmachmuseum. Kinder lernen am Besten wenn sie Geschhichte sehen, riechen, fühlen und schmecken können. In der Cadolzburg werden nahezu alle Sinne angesprochen.

Kinder erkunden die Cadolzburg: digital und analog
Die Kinder erfahren hier das Mittelalter mit allen Sinnen: Sie dürfen Dinge berühren und entdecken. Analog und digital.

 

Links: Ich hab auch mal den Adelshut aufprobiert. Ist wohl eine Nummer zu groß für mich! Rechts: Dokumente als wichtige Zeitzeugen.

 

Mittelalter zum Mittmachen: Es gibt einen Saal, in dem ein virtueller Tanzkurs angeboten wird. Dazu kann man sich wie im Mittelalter anziehen und wird dann per Kamera und Bildschirm an die richtigen Tanzschritte herangeführt.

 

Projektion eines mittelalterlichen Tanzes
An einer Wand des Saals gibt es eine Projektion eines mittelalterlichen Tanzes.

 

Holzschuhe im Mittelalter
So sahen Schuhe im Mittelalter aus. Bequem ist anders.

 

Alle fünf mitgebrachten Kinder wollen digital fechten
Los geht’s mit dem Fechtturnier. An der Schlange hinter uns kann man die Attraktivität des Spiels ungefähr ablesen: Eines der Highlights für die Kinder.

 

Puzzlewürfel mit Cadolzburg-Bild
Im oberen Stockwerk gibt es viele Spielereien. Hier ein Puzzle. Das macht auch den Großen Spaß.

Mit Kind(ern) ins Museum?

Für uns war nach über zwei Stunden an dieser Stelle schon Schluß. Leider. Denn auch nach meinem Zweiten Besuch habe längst nicht alles gesehen und ausprobiert.
Ist die Cadolzburg für Ausflüge mit Kindern geeignet?

Mein Fazit zum ersten Mal Museum mit Kind(ern) in diesem Jahr: Besser hätte es gar nicht starten können. Alle Kinder waren begeistert und die Erwachsenen auch. Und ich werde jedem einen doppelten Besuch empfehlen: Einmal mit und einmal ohne Kind. Denn dann erlebt man völlig unterschiedliche Aspekte des Museums.


 

Mehr vom #Hohenzollernwalk:

Und wie schläfst Du ein?

Am Samstag schickte ich meine Familie ins kleine Schwarze und fuhr selbst nach Stuttgart zum Haus der Geschichte Baden Württembergs. Dort wollte ich Anette, Isabel und den Rest der la-le-luna Familienband (Link zu meinem Bericht über die Band) zum Workshop und Konzert treffen. Der Raum im Haus der Geschichte lag im 6. Stock hoch über den Dächern … Weiterlesen

BLOND! Made in Nürnberg – nachhaltige Kindermode

Blond! Made in Nürnberg

Böse Zungen behaupten in Nürnberg sei nichts los. Hier gehe nichts. Startups und junge Unternehmen hätten hier keine Chance. Geht nach Berlin sagt man den Menschen mit einem Kopf voller Ideen. Ehrlich? So schnell aufgeben? Nein! – Das dachte sich auch Kerstin Bauer, 1981 in eben diesem fränkischen Nürnberg geboren, Mutter von vier Kindern und … Weiterlesen