Manchmal möchte man alles hinschmeißen. Türen zuschlagen und einfach nichts mehr hören und nichts mehr sehen. Alles ist zu viel und man kann einfach keine weitere schlechte Nachricht ertragen. Dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her und alles erscheint viel weniger dunkel.

7. Februar 2019

Gassirunde am Morgen
Immer die Angst, daß ein großer schwarzer Hund um die Ecke kommt. Immer bereit zur Flucht.

Charly ist ein mutiger kleiner Kerl. Wenn er seine Familie retten muß, dann kann er zum Wolf werden. Nur im Alltag geht er Konflikten aus dem Weg. Gerade wenn andere Rüden zu viel Testosteron versprühen oder Hündinnen zu dominant auf ihn wirken, dann macht unser Charly einen großen Bogen und geht sogar potentiellen Konflikten aus dem Weg. Dabei verpaßt er aber auch den Spaß. Das Herumtollen mit den jungen, freundlichen Hunden, daß er eigentlich liebt. Bin ich auch so? Vor lauter Angst in Schockstarre verfallen und mich nicht mehr bewegen kann ich auch ganz gut.

Sofabüro
Nach der Gassirunde und vor dem Büro ein paar Aufgaben abarbeiten.

Bevor ich meine Gedanken auf halbem Weg verliere, muß ich sie schnell aufschreiben und gönne mir einen japanischen Grüntee dazu. Als mir einfällt, daß ich noch zu Bank muß, ist es schon wieder viel zu spät. Ich schaffe es gerade noch einen Kaffee zum Gehen aufzubrühen und breche auf. Auf dem Weg zur Bank komme ich an der letzten Bäckerei des Dorfes vorbei, die noch richtig gebacken hat. Ohne Fertigmischungen und drölfzig Zusatzstoffen. Leider mußte sie aus gesundheitlichen Gründen schließen. Wann werden wir Menschen endlich auf den Trichter kommen, daß die Nahrungsmittelindustrie uns zum Einen nur vermeintliche Vielfalt bieten kann und zum anderen Geschmack und Nahrhaftigkeit auf Dauer einfach verschwinden?

Kind macht Mathehausaufgaben
Weil ich noch einen Termin habe, macht das Kind im Büro Hausaufgaben.

Am Nachmittag kommen die beiden Großen nacheinander ins Büro. Die eine bricht gleich wieder auf, die andere macht Mathehausaufgaben. Unter ständigem Fluchen, aber ohne meine Hilfe. Ich konnte also meine letzte Aufgabe des Tages noch halbwegs in Ruhe erledigen, bevor mich Sylvia im Büro besuchte. Sylvia ist Journalistin und ein Ausnahmetalent was Sprache betrifft. Und sie hat eine wundervolle Art zu sagen: „Du machst das schon gut, aber da ist noch Potential drin.“
Nach dem Gespräch konnte ich sehr beschwingt nach Hause gehen. Obwohl die unangenehmste aller unangenehmen Fragen „Was willst du eigentlich?“ auch in den Raum gestellt, gelegt, gesetzt und gehängt wurde. Vielleicht ist genau jetzt der Zeitpunkt gekommen sie zu beantworten.

Die Jüngste durfte heute das erste Mal mit Schlüssel alleine nach Hause gehen. Lediglich fünf Anrufe auf meinem Handy und eine Stunde später waren wir zurück in den heimischen vier Wänden.
Aber es war schon so spät, da konnte ich gleich mit den Abendbrotvorbereitungen beginnen. Und mit der Zubereitung des Nachtisches. Denn der freundliche DPD-Bote hatte unsere neue (also neu erworbene) Eismaschine in den regen gestellt. Sie hat es zum Glück überlebt. Aber manchmal wünsche ich mir wirklich mehr Hirn in die Menschen hinein.

Selbstgemachtes Eis
Das erste selbstgemachte Eis aus Resten.

Ich habe mich gegen ein Rezept entschieden und ein Rumfort-Eis geamcht. es lagen noch brauen Bananen herum und ein Rest Griechischen Joghurts. Ein Schuß Milch, ein Schuß Sahne und einen Eßlöffel Honig. Fertig. Und lecker. Die Kinder haben das Eis noch unter Streuseln begraben. Muß man mögen.

falschzugeorndetezitate
„Wer neu ist im Fight Club, muss kämpfen!“ Anonyme Grundschullehrerin

Beim falsch zugeordneten Zitat muß ich an Sassi denken. Meine Traumlehrerin!!

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