„Mama machst Du mir eine Wärmflasche, ich hab so Bauchweh!“ – Mit diesen Worten wurde ich heute geweckt. Hektische Suche nach der Wärmflasche-, Brotboxen richten-, und Geschrirrspülerausräumen- Minuten später kommt genau das Kind in die Küche: „Mama, ich hab auf die Treppe gespuckt!
Und ich habe dann auch die Wärmflasche gefunden. Und Pläne geändert. Und war dankbar, daß meine Pläne so einfach zu ändern sind.

Tag 9: 9. Januar 2019

#falschzugeordnetezitate
Hier wird eigentlich Heath Ledger in seiner Rolle als Batman zitiert.

Das falsch zugeordnete Zitat des Tages lautet in voller Länge „Sehe ich aus wie jemand, der immer einen Plan hat? Weißt du was ich bin? Ich bin ein Hund, der Autos nachjagt. Ich wüsste gar nicht, was ich machen soll, wenn ich eins erwische! Verstehst du, ich tue die Dinge einfach!“ und stammt von Heath Ledger in seiner Rolle als Batman.

Das Zitat paßt zu meinem Tag. Ich habe nämlich keinen Plan, wie der mit krankem Kind ausehen soll. Erst mal das Kind zurück ins Bett genötigt und mich dazugelegt. Natürlich ist nicht das Kind wieder eingeschlafen. Als es mich weckt hat es Hunger und verlangt am späten Vormittag nach Grießbrei. Da mit dem Magen alles in Ordnung scheint, koche ich einen Grießbrei ohne Zucker und serviere Apfelmus dazu. Eineinhalb Portionen für das Kind. Sollte erst mal reichen.

Kind auf dem Sofa
Wenn man krank ist, muß man genau so auf dem Sofa liegen. So will es das Gesetz.

Dem Kind ist langweilig und so müssen Bibi & Tina Gesellschaft leisten. Sie retten ein Reitturnier in England, Bibi beschließt auf den Martinshof zu ziehen und die dritte Geschichte habe ich neben der Arbeit nicht so genau mitbekommen. Das heißt, ich konnte mich währenddessen doch ein paar Minuten auf meine Arbeit konzentrieren. Mit krankem Kind zu Hause nicht so ganz selbstverständlich.

Gemeinsames  Teetrinken mit der Jüngsten.
Gemeinsames Teetrinken mit der Jüngsten.

Zeit für eine kleine Pause: Mir ist kalt und ich brauche eine Tasse Tee. „Kann ich auch einen Frauentee haben?“ War mir gar nicht aufgefallen, daß der Tee so einen bescheuerten Namen trägt. Aber scheint auch dem Kind zu schmecken. Beim Betrachten des Bildes füge ich der Man-müßte-mal-Liste „Tisch ölen und Flecken rausschleifen“ hinzu. Aber Patina ist doch auch ganz schön oder?

Nach und nach trudeln die Geschwister ein und wollen alle gleichzeitig was von mir. Zack eskaliert die Situation, weil keiner warten kann. Und will. Aber ich möchte mir für jeden Einzelnen die Zeit nehmen, die er von mir braucht. Jeder kommt doch dran. Merken die Kinder nicht, daß ich eher die Zeit für mich beschneide, als die Zeit, die ich für sie habe? Wahrscheinlich liegt das in der Natur des Kindes, daß sie die meiste Zeit ziemlich ich-zentriert sind. Hat das was mit dem Überlebenskampf zu tun?
Als sich alle in die Zimmer verteilt haben, hegte ich die Hoffnung doch noch etwas abarbeiten zu können. Aber ich bin einfach zu optimistisch. Die Schreiereien sind so laut, Konzentration ist unmöglich.
Doch ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! Ich mische mich nicht ein! -RUHE VERDAMMT NOCH MAL!!!

Geputzte Küche
Wenn ich schon nicht arbeiten kann, dann wenigstens Kücheaufräumen.

Na gut, dann mache ich endlich mal die Küche sauber. Wenn man es nicht gleich wegräumt (irgendwas ist immer), dann schiebt man einen Batzen vor sich her. Is jetzt aber Dank der Kinder auch mal wieder erledigt. Bis morgen früh. dann geht das Ganze wieder von vorne los. Kann denn niemand mal etwas erfinden, was automatisch putzt und Ordnung schafft? Es wird so viel Nonsens erfunden, da wäre das doch mal eine schöne Idee.

Abendessen
Abendessen: Kartoffeln mit Tomatensoße.

Und schon hatten alle auch wieder Hunger und ich bereitete das einfache Abendessen zu. Es gab Salzkartoffeln mit Tomatensoße und ich wagte Thunfisch der Soße beizumengen. Wegen der ganzen Hintergründe zum Thunfischfang gibt es nur ein bis zwei Mal pro Jahr Thunfisch.

K2: „Wieso ist da Fisch drin? Ich mag lieber Spätzle von gestern!“
K1: „Können wir nicht lieber Kartoffeln dazu essen? Ich liebe Thunfisch!“
K3: „Oh ja! Kartoffeln! ich lieeeebe Kartoffeln! Die sind auch to-tal gesund!“
Ich: „Laßt es Euch schmecken!“

So oder ähnlich beginnen Tischgespräche bei uns. Immer.

Rotzhase & Schnarchnase - Der Tyrann von nebenan - Band 2  Julian Gough, Jim Field
Rotzhase & Schnarchnase – Der Tyrann von nebenan – Band 2, Julian Gough, Jim Field – endlich ein spannendes Buch zum Selberlesen gefunden.

Zeit ins Bett zu gehen. Besonders für Kinder, die krank zu Hause waren. Zu Weihnachten gab es alle drei Bände von Rotzhase & Schnarchnase. Auf Empfehlung der Kinderbuchhändlerin meines Vertrauens. Weil es hier ja noch ein Kind gibt, das nicht so gerne selbst liest. Und die Geschichten sind einfach und spannend geschrieben und mal was anderes als diese Leseanfänger Freundinnen/Fußball/Prinzessinnen/Drachen-Geschichten.
Langer Rede kurzer Sinn: Die Bücher eignen sich hervorragend zum Vorlesen.

Gemeine Menschen (mein großes Kind) behaupten ja, ich würde ständig nur Eierlikör saufen. Das stimmt gar nicht, weil ich zwischendrin auch noch #Gurkenwasser trinke. Aber wenn das Kind solch einen Eindruck von mir hat, sollte ich nur noch heimlich Alkohol zu mir nehmen. Nicht, daß es noch heißt, ich hätte einen schlechten Einfluß.

Eis mit Eierlikör vor Feuer.
Eis mit Eierlikör vor Feuer.

Bevor ich heute mal etwas früher ins Bett gehem würde ich gerne noch einen Lesehinweis loswerden:
Kennst Du Fräulein Read On? Nein? Dann möchte ich hier mit ihren leisen und unglaublich wortgewaltigen Blog empfehlen. Ich lese immer mal wieder quer. Mal aktuelle, mal ältere Artikel. Heute ist mir Der vergiftete Apfel unter gekommen und dreht noch ein paar Runden in meinem Kopf.

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