Was macht man eigentlich als …?
~Kochbuchautor~

Heute haben die Mädels ein ganz besonderes Interview geführt. Wer hier regelmäßig mitliest, der weiß, wie wichtig Kochen, Essen und gemeinsames genießen in unserer Familie ist.
Wir kochen sehr gerne und finden die meisten Rezepte im Internet oder durch Empfehlungen. Herr Grün kocht wurde mir mehrfach und nahezu gleichzeitig von verschiedenen Freunden empfohlen. Das konnte kein Zufall sein.

“Herr Grün kocht” ist mehr als nur ein Foodblog. Nennen wir es Kochphilosophie, das könnte hinkommen.
Bild: HerrGruenkocht

War es auch nicht. Denn Herr Grün kann (vegetarisch!) kochen, fotografieren UND unterhaltsam schreiben. Und sein wir mal ehrlich, wie viele Foodies schaffen ein gutes Storytelling bei Rezepten? Herr Grün macht das jedenfalls hervorragend auf seinem Blog und bei seinen Büchern. Das Kochbuch von Herrn Grün ist eines der wenigen, die ich regelmäßig durchblättere und auch benutze. Und weil nicht nur ich schwer begeistert bin, sondern auch die Mädels, wollten Sie unbedingt von ihm wissen, wie er das so macht mit dem Essenfotografieren und dem Kochbücherschreiben. Und wer bis zum Ende liest, der kann sogar eines der Bücher gewinnen.


Hallo Herr Grün,
Wir drei Schwestern (10, 8 und 5) lieben es in der Küche beim Kochen und Backen mitzuhelfen. Also angefangen beim Einkaufen, Schnippeln, Rühren, Kneten und natürlich beim Probieren. Das Abspülen und Aufräumen überlassen wir dann lieber Mama und Papa.

Genauso das Rezepte Lesen. Oft sind das nämlich ziemlich langweilige Angaben und man muss ziemlich aufpassen, dass man alles in der richtigen Reihenfolge macht. Dann hat Mama K1 mal Dein Buch in die Hand gedrückt und sie hat uns dann die Geschichten von Herrn Grün und Professor Caprese vorgelesen. Die sind lustig, und es macht Spaß die Geschmäcker zu erleben, die auch die Beiden auf der Zunge hatten. Unsere aktuellen Lieblingsrezepte sind die Semmelriesen und die Pastabrötchen  von Deinem Blog. Die Brötchen schmecken zu jeder Tageszeit und nicht nur zu Pasta.

Aber wir haben uns gefragt, wie man dazu kommt so ein lustiges Kochbuch zu machen. Und wie das so ist als Kochbuchautor. Möchtest Du uns ein paar Fragen dazu beantworten?

Warst Du schon immer Kochbuchschreiber oder hast Du etwas Anderes gelernt?

Das ist Herr Grün. Herr Grün kocht mit Leidenschaft in seinem Kochlabor und freut sich hin und wieder über die Gesellschaft von Professor Caprese. Der hauptsächlich zum Essen kommt.
Bild: HerrGruenkocht

Eigentlich habe ich Informatik studiert. Aber nach dem Studium bin ich in die Werbung gewechselt. Ich konnte mir nicht vorstellen, mein Leben lang zu programmieren. Heute arbeite ich als Texter und Konzeptioner. Ich schreibe viel und darf mir Sachen ausdenken. Das ist super und gefällt mir gut.

Wie kommst Du auf die Ideen für die Rezepte. Appetit?

Das ist schwer zu sagen. Ich koche am liebsten das, was ich aus selber gerne esse. Dann sehe ich Bilder und mir läuft das Wasser im Mund zusammen:)
Deshalb findet man kaum Rote Bete Gerichte von mir – dafür aber Klöße und so. Die Semmelriesen, zum Beispiel, mag ich auch sehr.

Woher kannst Du so schön malen?

Eigentlich konnte ich in der Schule gar nicht so gut zeichnen. Ich fand es doof, für Lehrer etwas zu zeichnen. Jetzt, wo ich machen kann, was ich will, geht es plötzlich. Wie ein Wunder. Ich kann es nicht anders sagen. Es macht mir Spaß, mir ständig neue Foodfantasien auszudenken und dafür zu zeichnen.

Wir lieben es in der Küche zu helfen. Wann hast Du angefangen zu kochen

Ganz früh. Meine Mutter ist eine gute Köchin, und ich habe immer zugeschaut. Dann wollte ich auch selber kochen. So fing ich schon mit acht Jahren an zu kochen. Allerdings zuerst nur sehr einfache Gerichte wie Pfannkuchen und so.

Wenn Du das Essen fotografierst, ist das dann noch echt? Wir haben gehört, dass die Menschen, die Essen für Magazine fotografieren mit Haarspray darauf sprühen oder es anmalen, so dass man es nicht mehr essen kann. Oder kannst Du hinterher noch alles aufessen?

Ich benutze gar keine Hilfsmittel. Das geht so: Neben dem Herd steht ein kleiner Rollwagen, der ist so 40 cm hoch. Da kommt eine Holzplatte drauf. Drauf wieder die Teller etc. Dekoration und so. Ihr wisst schon. Wenn das Essen auf dem Herd fertig ist, kommt es gleich auf die Teller. Dann muss es gleich fotografiert werden, sonst verliert es die Kraft und fällt in sich zusammen oder wirkt trocken. Manchmal spritze ich noch ein paar Tropfen Wasser mit der Hand darauf. Das ist wirklich alles. Ich finde, das schaut so am natürlichsten aus.

Wann hast Du die Ideen zu den Geschichten? Beim Kochen oder am Schreibtisch?

Das ist Herr Grün in seinem Kochlabor. Man sieht ihm an, wie viel Spaß er beim Kochen hat.
Bild: HerrGruenkocht

Während ich koche, unterhalte ich mich mit meinen Figuren. Da kommen dann auch die Geschichten :)

Gibt es den Professor Caprese in echt?

Natürlich! :-)

Wie viele Bilder machst Du von Deinen Gerichten, bevor du zufrieden damit bist?

Ich schätze so 10 bis 20.

Kaufst Du nur Biolebensmittel oder findest Du, das ist egal für die Bilder und Rezepte?

Das ist unterschiedlich. Ich kaufe auf jeden Fall immer gute Lebensmittel, weil ich die Gerichte ja auch esse. Vorzugsweise aber BIO-Lebensmittel, weil sie intensiver schmecken, gesünder sind und die Umwelt schonen.

Gelingt Dir beim Kochen alles auf Anhieb? Was möchtest Du noch üben?

Kommt drauf an. Beim Kochen gelingt mir das meiste. Beim Backen scheitern manchmal auch Versuche, weil man in den Backvorgang nicht eingreifen kann. Während des Kochens kann man ja einiges korrigieren.
Also – in so einem Kochlabor geht auch mal was schief. Und ja – ich bin dann auch mal Uff. Aber es gehört dazu. Man lernt über Fehler auch viel.

Kochst Du am liebsten alleine im Kochlabor?

Ja – ich koche gerne alleine. Aber ich mag, wenn jemand da ist. Sich im Sessel herumlümmelt, etwas liest oder einen Kaffee trinkt oder sogar etwas schläft. Ich freue mich über Gesellschaft, deshalb ist auch Professor Caprese häufig da. Yippie:)

Was mußte Deine Mama immer für Dich kochen, als Du Kind warst?

Milchreis mit Zimt und Zucker. Das habe ich geliebt.

Wie viele Gerichte mußt Du kochen, um genügend für ein ein Kochbuch zu haben?

Mh – also ein Kochbuch ist ganz viel Arbeit. Manche Gerichte koche ich 3mal, bis sie ins Kochbuch kommen. Da bin ich ehrgeizig. Ich möchte, dass die Rezepte möglichst allen Lesern gelingen.

Warum machst Du nur Rezepte ohne Fleisch?

Oh – da gibt es ganz viele Gründe. Einer ist auf jeden Fall die Massentierhaltung. Die finde ich ganz schlimm.

Hast Du viele Maschinen in Deiner Küche oder kochst Du nur mit den Händen?

Ich habe ganz wenig Maschinen. Nur einen Mixer und einen Pürierstab. Das ist wirklich alles. Ich finde, Maschinen nehmen so viel Platz weg.

Welche Ausrüstung brauchst Du, um die Fotos zu machen?

Eine Kamera. Ein paar Holzplatten, die ich angemalt habe und unterschiedliche Teller. Das war es schon. Ach und ein kleines Fotozelt habe ich auch noch und ein paar Lampen, falls ich mal was abends fotografieren will.

Wie wird aus den Rezepten auf dem Blog ein Buch? Druckst Du die Rezepte selbst aus oder hilft Dir jemand dabei?

Ah – das ist etwas komplizierter – also der Weg zum Buch. Ich habe eine Literaturagentin. Die bietet einen Plan für das Kochbuch verschiedenen Verlagen an. Wenn ein Verlag sagt: Super – den Plan finde ich gut, dann schließe ich einen Vertrag mit dem Verlag. Nun kommen verschiedene Menschen zusammen: eine Lektorin, die die Texte liest und überarbeitet. Eine Rezeptlektorin, die die Rezepte liest – also ob die Zutaten stimmen und alles in der richtigen Reihenfolge ist. Dann gibt es auch noch eine Grafikerin, die das Buch gestaltet – die Schrift, die Bilder und so. Ach, es gibt noch viele andere Mitarbeiter. Das waren aber die, die mir bei der Gestaltung helfen.

Wann erscheint Dein nächstes Kochbuch?

Mh – dazu müsste ich eine neue Idee haben. Aber als Kochlabor-Besitzer habe ich zur Zeit soviel zu tun, dass ich noch keine hatte. Und ein Kochbuch ist auch viel Arbeit. Überlegt euch genau, ob ihr mal ein Kochbuch schreiben wollt.

 

Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten!
Die Mädels

Eure Fragen waren super und sehr interessant. Eines der schönsten Interviews.
Viele Grüße an euch drei und die ganze Familie
von Professor Caprese und von Herrn Grün


 Bücher von Herrn Grün

Foodfantasien – Kleine Kunstwerke aus Gemüse
Manfred Zimmer
Gebundenes Buch
ISBN: 978-3596034543
Preis: €10,00

Herr Grün kochtHerr Grün kocht – Leidenschaftlich. Natürlich. Vegetarisch. Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor
Manfred Zimmer
Gebundenes Buch
ISBN: 9783841903969
Preis: €19,95


Hier kann man Herrn Grün folgen und sich inspirieren lassen…

Blog: Herr Grün kocht
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… und hier zwei Bücher “Foodfantasie” gewinnen

Ich habe das Buch Foodfantasien einmal für mich und einmal zur Verlosung gekauft. Herr Grün legt extra noch ein signiertes Exemplar obendrauf!
Du möchtest eine Ausgabe der Foodfantasien von Herrn Grün gewinnen?

Was Du dafür tun mußt? Beantworte einfach die Frage:
Aus welcher Stadt kommt Professor Caprese?

Teilnehmen darf jeder über 18 Jahren, der bis zum 21.04.2017 23.59h das richtige Lösungswort kommentiert hat. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinner wird per Mail benachrichtigt. Das Teilen in den sozialen Medien ist natürlich schön, aber keine Voraussetzung. Viel Glück!


—– Verlosung beendet! —-


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12 Bilder im April 2017

Heute gibt es schnelle 12 von 12. Und dann nicht mal zwölf Bilder sondern nur acht. Irgendwie war der Tag heute so voller Arbeit, daß ich kaum Zeit hatte Bilder zu machen. Ein paar sind es doch geworden:

 

Und wie war der 12. April in den letzten Jahren? April 2016, 2015, 2014,

Mehr Bild gibt es wie immer bei Caro!

Ideen für die Lunchbox: Das Brotdosenbild

Bentobox für die Schule mit Bild von Brotdosenbild.de im Deckel

Fünf mal die Woche packe ich jeden morgen drei Lunchboxen für meine Kinder. In den allermeisten Fällen kommen sie auch leer wieder aus Schule und Kindergarten zurück. manchmal passiert es der zerstreuten Mutter jedoch auch, daß sie die Boxen verwechselt, oder gerade nicht genau weiß, welche Lebensmittel wo rein müsen und wo sie auf keinen Fall rein dürfen. Dann ist das mit dem Leeressen so eine Sache: das erste Kind mag keine Tomaten und Cashewnüsse, das Zweite weder Heidelbeeren noch Zwiebelcracker und das Dritte verabscheut Brot, liebt aber Cashewnüsse.
Wenn alles richtig gelaufen ist, muß ich mir um das Aufessen keine Gedanken machen.
Auf amerikansichen Seiten sehe ich immer mal wieder kleine Kärtchen, die mit netten Sprüchen versehen in die Box gelegt werden. Das ist nett, aber nicht so besonders. Ich stellte mir immer selbst gezeichnete Bilder vor, bin aber äßerst unbegabt im Zeichnen.

Brotdosenbilder – die Seite gibt es wirklich!

Vor einiger Zeit entdeckte ich in einem der zahlreichen sozialen Medien die Seite von Andreas Gärtner und war sofort von seinen Brotdosenbilder begeistert. Und Fortuna war mir gleich noch hold und ich gewann ein lustiges Brotdosenbild auf Leinwand.

Das gestiefelte Brot ist nur eines von vielen Brotdosenbildern, die Andreas Gärtner bisher für seine Tochter gezeichnet hat.

Da ich ja von Natur aus ein interessierter Mensch bin, wollte ich von ihm wissen, wie er auf die Idee mit den Brotdosenbildern kam. Und wie das ganze bei der Tochter ankommt.
Nicht zuletzt interessant, weil es entgegen aller herrschenden Gerüchte auch Papas gibt, die sich Gedanken um die Brotboxen ihrer Kinder machen.

Andreas Gärner ist Diplom Illustrator und zeichnet jeden Tag ein neues Bild für die Brotdose seiner Tochter Matilda.
Bild: Andreas Gärtner

Erzähl mal Andreas, was ist ein Brotdosenbild?
Ein Brotdosenbild ist ein Bild, welches meine Tochter jeden Morgen aus der Brotdose anlacht. Das Prinzip: Jeden Morgen ein neues (anderes) Bild. Einzige Einschränkung bezüglich der Bildideen: Es muss immer einen Brot-Bezug haben, ist aber ansonsten völlig frei.

Wie kamst Du auf die Idee kleine lustige Bilder für die Brotbox zu zeichnen ?
Ich wollte meiner Tochter (7 Jahre) eine Freude machen, zeichnete ihr ein Bild und klebte es in Ihre Brotdose. Zu meiner Überraschung führte das Bild wohl zu mehr Interesse für das Schulbrot (war komplett aufgegessen…sehr unüblich) und zu einem regen Austausch mit den Mitschülern meiner Tochter. Resultat: „Papa, ab jetzt bitte immer ein Brotdosenbild, dann esse ich auch immer meine Brote auf.“
Seit diesem Tag habe ich mich strikt daran gehalten und jeden Morgen eines Schultags ein neues Brotdosenbild zu zaubern.

Machst Du die Lunchbox deiner Tochter zurecht?
Ja, wenn ich zu Hause bin. Wenn ich beruflich unterwegs bin, sorgt meine Frau dafür, dass meine Tochter, das am Vorabend gezeichnete Bild, in der Brotdose findet.

Was füllst Du neben dem Bild in die Box? Welche Füllungen werden am liebsten aufgegessen?
Brot mit Wurst oder Frischkäse und immer etwas Obst oder Gemüse. Gurken sind der Renner.

Was machst Du, wenn Du gerade keine Brotdosenbilder zeichnest?
Wenn ich gerade keine Brotdosenbilder zeichne, arbeite ich in einem meiner Tätigkeitsfelder: Diplom Illustrator, Geschäftsführer der Agentur die Zeichner, Dozent an der Hochschule Osnabrück (Campus Lingen) und Speaker zum Thema Kreativität.

Lunchbox mit Bild von Brotdosenbil.de im Deckel
Heute klebte ich den Mädels jeweisl ein Brotdosenbild in den Deckel ihrer Lunchbox. Noch habe ich keine Rückmeldung bekommen, aber mir hat das beim Aussuchen und Verstecken schon so viel Spaß gemacht, da kann beim Öffnen sicher auch nur Freude aufkommen.

Möchtest Du auch Brotdosenbilder für die Lunchboxen deiner Kinder? Dann schau mal auf die Brotdosenbilder-Seite dort gibt es die Bilder nicht nur zum anschauen, Du kannst sie auch runterladen, ausschneiden und sofort verwenden. Andreas freut sich über jeden Download und natürlich auch über jede Erwähnung auf Facebook und Instagram.
Mir persönlich gefallen natürlich die Bilder, die politisch angehaucht sind. Ich freue mich schon auf Diskussionen mit den Kindern, wenn sie wissen möchten, weshalb es “Einreiseverbrot” gibt. Oder auf das Gelächter über das Brotkehlchen.

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Unser Hund ist kein Familienhund

Kurz vor meinem fünften Geburtstag kam ein kleiner Mischlingswelpe zu uns ins Haus. Von da an begleitete Hund Felix mich und meine Geschwister bei allem, was wir in Kindheit und Jugend erlebten. Er war dabei als ich zur Schule kam, beim Wandern in Österreich, als ich das erste Mal Übernachtungsbesuch von einer Freundin hatte und er leckte die Tränen beim ersten Liebskummer von meinen Wangen. Als er zu alt und krank war, um sei Leben noch genießen zu können war er wie ein Bruder für mich. Meinen Kindern erzähle ich immer, wie er uns die Hausschuhe auszog und damit wegrannte. Wie wir alle zusammen donnerstags immer Ein Heim für Tiere im Fernsehen anschauten und er jedes Mal mitbellte, wenn im Fernsehen ein Hund eine “Sprechrolle” hatte.
Mir und meinen Geschwistern hat er sehr gut getan, der Hund.

Unser Charly

Unsere große Tochter wollte einen Hund etwa seit dem Zeitpunkt, als sie statt “Wauwau” “Hund” sagen konnte. In regelmäßigen Abständen bearbeitet sie ihren Papa in diese Richtung. Er selber hatte nie einen Hund und stand jahrelang dem Thema Haustier ziemlich skeptisch gegenüber. Irgendwann begann er einen folgenschweren Fehler: er versprach seiner Erstgeborenen, daß das Thema in drei Jahren neu verhandelt werden könne…
Hatte ich erwähnt, daß meine Große ein Gedächtnis wie ein Elephant besitzt und sehr sehr hartnäckig sein kann?
Als die drei Jahre rum waren und alle Kinder groß genug für einen Hund waren tagte der Familienrat und einige Wochen später war es eine beschlossene Sache: wir möchten einen Hund! Bis der spanische Straßenhund Charly dann tatsächlich bei uns war, dauerte es noch eine gefühlte Ewigkeit. Aber das ist eine andere Geschichte.

Unser Charly: am Anfang ein schüchternes kleines Kerlchen, das Angst vor allem und jedem hat. Heute ist er ein qurirliger Junghund mit vielen Flausen im Kopf.

Mein Hund – unser Hund – Familienhund

Was ist denn eigentlich ein Familienhund? Er lebt in der Familie und jedes Familienmitglied hat seine Pflichten bei der Hundebetreuung? Füttern, Fellpflege Gassigehen?
Viele Familien haben einen Hund mit der Begründung, daß er das Verantwortungsbewußtsein von Kindern fördert. Dem stimme ich nur teilweise zu. Denn es macht keinen Sinn Kindern einen Berg Pflichten aufzuerlegen. Zusätzlich zu denen, die sie eh schon haben: zur Schule gehen, Hausaufgaben machen, Tischdecken, Zimmer aufräumen, … und Kind sein. Kinder sein, die mit einem Haustier aufwachsen und erfahren dürfen einen treuen Freund an ihrer Seite zu haben.

Der Hund als Erzieher?

Zweifellos lernen sie Rücksicht auf Andere zu nehmen. Als Charly zu uns kam, saß er zuvor fast zwei Tage in einer Box in einem Transporter und er war völlig verschüchtert. Die Kinder mußten lernen behutsam auf den Hund zuzugehen, keine plötzlichen Bewegungen zu machen und nicht auf Charly loszustürmen. Das klappte super, auch mit der damals erst Fünfjährigen.
Jetzt ist es noch immer so, daß sie sich auf seine Launen einstellen müssen. Charly ist der liebste und genügsamste Hund den ich kenne. Doch manchmal hat er auch keine Lust zu spielen oder Quatsch zu machen. Das zeigt er deutlich und unmißverständlich: er steht auf und geht in eine ruhige Ecke. das zu akzeptieren und nicht hinterher zu laufen ist gar nicht so einfach. Lernen sie noch.

Keine Frage, daß die Kinder auch mithelfen: Futter anmischen, spielen und Gassi gehen. Aber ich formuliere das dann als Bitte um Mithilfe und schaffe keine dauerhaften Verpflichtungen. Oft fragen sie von sich aus, ob sie helfen können und ich glaube das klappt besser als irgendwelche “Hundedienste” festzulegen.

Die drei Mädels haben viel Spaß mit Charly. Er liebt es zu rennen und zu toben, zeigt ihnen aber deutlich, wann es ihm zu viel wird.

Ein Hund für die Seele

Wenn ich die Kinder zusammen mit dem Hund erlebe, spüre ich oft, wie gut #unserCharly ihnen tut. Braucht die Große eine Auszeit von der Familie, schnappt sie sich die Leine und geht mit dem Hund in den Wald. Für die Mittlere ist Charly der beste Freund, ein Vertrauter, dem man alles erzählen kann und die Jüngste hat in ihm so etwas wie einen kleinen Bruder, den sie auch ein bißchen bemuttern kann.
Vielleicht bilde ich es mir auch ein, aber gefühlt wird weniger lauthals gestritten und oft vertragen sie sich auch während Charly vermittelnd zwischen den Streithünchen hin- und her läuft.
Und die viele Bewegung, die alle durch die langen Spaziergänge bekommen wirkt sich natürlich auch positiv auf die Stimmung aus.

Ein Hund für mich

Und wenn ich ganz ehrlich bin, eigentlich wollte ich Charly auch für mich. Im Homeoffice nutze ich lieber die Zeit zum Arbeiten, als an die frische Luft zu gehen. Gerade in den Wintermonaten kam ich oft nur zum Kinder Hin- und Herbringen an die frische Luft. Nun geh ich jeden Morgen eine Stunde mit dem Hund in den Wald. Genieße die Stille, atme die frische Luft ein und starte erholt in den Arbeitsalltag.

 

Seit ich ihn abgeholt habe ist er sehr auf mich fixiert #unserCharly. Aber er kuschelt und spielt auch mit allen anderen Familienmitgliedern. Sobald jemand weint kommt er sofort und checkt den Ernst der Lage ab. Mittlerweile kann er “Faketränen” schon sehr gut von echten Tränen unterscheiden.

Der Hund ist immer dabei

Unser Hund Charly liebt das wasser. Und Kinder, die mit ihm darin herumtollen
Sommerurlaub wie er am meisten Spaß macht: Wasser und glückliche Kinder, die mit Charly spielen

Charly reist nicht so gerne, aber wenn alle im Auto sind, dann ist er dabei. Wenn man ein paar Dinge beim Reisen mit Hund beachtet, klappt das ganz gut. Er hat viel Spaß am Wasser und mit anderen Kindern. Jedem begegnet er freundlich und aufgeschlossen. Das ist natürlich entscheidend für einen Hund, der in einer Familie lebt.

Charly hat jedes Mal Angst vor der Autofahrt. Kann man verstehen, denn er weiß ja nicht, was ihn erwartet.

Das Reisen selbst ist natürlich wieder etwas komplizierter geworden. Mit drei Kindern hat man manchmal schon Probleme eine geeignete Unterkunft zu finden. Ein zusätzlicher Hund verringert die Auswahl um mindestens fünfzig Prozent. Aber dieser treue Vierbeiner mit der feuchten Schnauze ist es wert auch mal länger zu suchen. Notfalls haben wir auch einen wunderbaren Hundesitter, mit dem Charly sehr gerne zusammen ist.

Neugierig beschnuppert er Babys und erkundet Flüsse.

Im Alltag ist er so gut wie immer dabei und bei fast allen Freunden und Bekannten gerne gesehen. Durch seine zurückhaltende Art schließen ihn die Menschen sofort ins Herz. Das erleichtert das Unterwegssein ungemein.

 

Wie machst Du das? hast Du einen Hund? Und wer muß sich um ihn kümmern?

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3 Dinge, die du mit Kindern nicht mal denken darfst.

Mir passiert es ja hin und wieder, daß ich erleichtert aufatme und denke wie schön doch gerade alles mit den Kindern ist. So friedlich, harmonisch und gesund. Das verleitet mich in geistig umnachteten Momenten dann dazu, die Freude über den aktuellen Status auch zu kommunizieren. Leider passiert dann jedes einzelne Mal das Gleiche: ich spreche es aus, und zack bricht alles zusammen. Ich frage mich dann immer ob das nur mir so geht oder ob andere Eltern das Phänomen auch schon mal beobachtet haben. Ich habe mal drei typische Sätze, die man niemals aussprechen darf aufgeschrieben:

1: Meine Kinder sind nie krank


Es mag rein statistisch stimmen, daß meine Kinder relativ wenig krank sind. Hin und wieder erwischt es sie doch. Nämlich dann, wenn ich mich freue, daß sie der aktuellen Grippe- oder Magen-Darm-Krankheitswelle bisher stand gehalten haben und ich mich darüber so sehr freue, daß mir der Satz “Mein Kind ist nie krank!” über die Lippen flutscht. Wahrscheinlich ist es das miese Karma -andere Mütter trifft es ständig, die Sache mit den kranken Kindern- und zack ist es bei uns zu Hause auch schon passiert: Das Kind ist in Dauerschleife krank und nimm nacheinander alle Viren mit, die sich so in Kindergarten, Schule und Hort tummeln.
Dabei kann ich mir den Satz sehr lange verkneifen (ich denke es nur erleichtert), aber wenn dann fast alle in meinem Umfeld wieder gesund sind, dann rutscht er doch wieder raus. Nicht triumphierend, eher erleichtert in der Hoffnung der Kelch sei an uns vorüber gegangen.
Anfängerfehler.

2: Die Geschwister streiten sich gar nicht mehr


Dieser Satz schreit sozusagen nach einem Gegenbeweis wird der aufmerksame Leser jetzt einwerfen. Stimmt.
Meine Freude überwiegt jedoch jeglicher Vernunft, wenn es eine streitfreie Phase gibt. Dann muß ich zumindest dem Kindsvater erklären, wie wohltuend diese Ruhe in unserem Heim auf mich wirkt. Das ist ein erleichtertes Aufatmen, weil man mal telefonieren kann ohne 95 Dezibel im Hintergrund. Es ist sogar möglich Musik in Zimmerlautstärke zu hören.
In anderen Familien mag das anders sein, bei uns zu Hause gilt: man schlägt sich, man verträgt sich. Nur das Vertragen dauert meist genau für die Zeitspanne an, die ich brauche, um meine Erleichterung darüber kund zu tun. Denn irgendwas ist immer: Der Pfannkuchen der Schwester ist dicker mit Marmelade bestrichen oder die Eine hat wieder die Socken der Anderen angezogen. Man glaube mir: es findet sich immer ein Grund sich zu streiten.

3: Jetzt sind die Kinder aus dem Gröbsten raus


Ha, um diesen Satz aussprechen zu können muß man zunächst einmal definieren, was genau dieses “Gröbste” sein soll:
In meiner kleinen Welt als Baby- und Kleinkindmutter war für mich die eigenständige Kontrolle sämtlicher Körperöffnungen ein entscheidender Schritt weg vom Gröbsten. Sprich: selbständiges Essen und Trinken und Beseitigung desselbigen. Weg mit der Windel ohne Unfälle.
Nun ja und da ich mir vom Eintritt in den Kindergarten ein wenig mehr regelmäßige Unabhängigkeit von meinen Kindern erwartete, dachte ich auch dieser Stichtag wäre ein Meilenstein in die richtige Richtung.
Nicht bedacht hatte ich aber, daß bei mehreren Kindern immer eins entweder noch nicht oder nicht mehr im Kindergarten befindlich ist.
Und nach dem Kindergarten fängt das Gröbste eigentlich erst richtig an. War der Kindergarten noch die Insel der Glücksseeligen für Mutter und Kind, beginnt es hier kompliziert zu werden:
Denn das Gröbste legt noch eine Schippe drauf: den massiven Einfluß von außen. Und den individuellen Umgang des einzelnen Kindes damit.
Und als Mutter sehe ich natürlich, wie es leichter gehen würde als mit dem Kopf durch die Wand oder auch wahlweise im Sand.
Ist die Grundschulzeit geschafft und die weiterführende Schule erreicht, stellt man dann fest, daß für das eigentlich pflegeleichte Kind das Lernen an sich eine Herausforderung ist.
Nunja, sagen wir mal so: das Gröbste gibt es anscheinend nicht. Die Ansprüche an mich als Mutter verlagern sich nur. Ist das Kind zu Beginn seines Lebens stark körperlich an mich gebunden, braucht es mich mit zunehmendem Alter immer mehr als Sparringspartner. Die Herausforderung ist dann irgendwann auszuhalten, daß das Kind seine eigenen Wege geht, eigene Gedanken denkt und vor allem eigene Fehler macht.
Der bekannte schweizer Kinderarzt Remo H. Largo vermittelte mir bereits in meiner Anfängerzeit als Mutter, daß alles nur eine Phase ist, und daß alles, was irgendwie komisch ist mit der Erweiterung des kindlichen Horizonts zu tun hat (Tatsächlich beschreibt er es nicht so banal wie ich es hier tue, ich habe sicher auch viele gute Thesen wieder vergessen. Die eine jedoch hat sich in mein Hirn gebrannt).
Die FAZ zitiert Remo. H. Largo, daß Eltern nur eines müssen:

“…akzeptieren, dass man die Kontrolle über die heranwachsende Brut verliert.”

Na denn. Nur nichts beschreien!

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Was macht man eigentlich als …?
~Musiklehrerin~

Endlich gibt es den nächsten Beitrag aus der Reihe Berufsfindung für Kinder. Meine Kinder stellen Erwachsenen Fragen zu ihrem Beruf und bekommen tolle Antworten darauf. Das letzte Mal ging es um den Beruf der Radiomoderatorin und Jennifer Schrems stand Rede und Antwort.
Heute geht es um Musik und wie man sein Hobby mit einem Beruf verbinden kann. Deshalb fragte die Mittlere bei Vivien nach, wie sie ihre Liebe zur Musik zum Beruf gemacht hat.

Hallo Vivien,
wir sind eine musikalische Familie. Meine große Schwester spielt Klavier und Trompete, ich habe ein Schlagzeug, spiele Cachon und habe seit eineinhalb Jahren zusammen mit meiner kleinen Schwester Unterricht im afrikanischen Trommeln. Das Christkind hat mir sogar eine Djembé unter den Weihnachtsbaum gestellt und ich übe täglich, um Beats wie den Nyabinghi.


Mich würde es interssieren, mehr über Musiklehrer als Beruf zu erfahren.

Hallo liebe K2,
gerne möchte ich dir deine Fragen beantworten.
Ich heiße Vivien, bin 30 Jahre alt und Mama von zwei Mädchen im Alter von 7 und 2.

Was genau macht man in deinem Beruf als Musiklehrerin? Und wie erlernt man den?

Ich bin Instrumentalpädagogin, das ist ein anderes Wort für Musiklehrerin, allerdings unterrichte ich keine Schulklassen, sondern Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ein Instrument lernen möchten. Nach meinem Abitur habe ich in der Musikstadt Trossingen im Schwarzwald (Baden Württemberg) Musik studiert. Dafür muss man eine theoretische und praktische Aufnahmeprüfung machen und wer gut genug ist, wird zum Studium zugelassen und ist nach 3-5 Jahren Instrumentallehrer. Inzwischen habe ich zusammen mit meiner Mama und meinem Mann eine eigene Musikschule in Berlin.

Die Musiklehrein Vivien mit einigen Schülerinnen beim Unterricht.
Photocredit: Marco Winiarski

1. Wer hat Dich für Musik begeistert? Wann hast Du mit Musikmachen angefangen?

Ich habe eigentlich erst ziemlich spät mit dem Musikmachen begonnen, denn ich war schon 9 Jahre alt und in der 3. Klasse. Ich habe in einer kleinen Gruppe in der Schule nachmittags gemeinsam mit meinen Freunden Musik gemacht und später im Orchester gespielt. Begeistert haben wir uns gegenseitig, denn wenn man wie in einer kleinen Band mit den Freunden zusammen spielen kann, macht das richtig viel Spaß! Glücklicherweise standen meine Eltern immer hinter mir, haben an mich geglaubt und mir ermöglicht, meinen Traum wahr werden zu lassen.

Welche Instrumente spielst Du und welches ist Dein Lieblingsinstrument?

Nicht lachen! Das Instrument, das ich studiert habe, ist das Akkordeon. Die meisten Leute reagieren mit einem fragenden Gesichtsausdruck, wenn ich das erzähle. „Häh? Es gibt so viele coole Instrumente, warum spielst du ausgerechnet so ein Seemanns-Volksmusik-Schifferklavier?!“

Die Musiklehrerin Vivien mit ihrem Lieblingsinstrument, dem Akkordeon.
Photocredit: Marco Winiarski

Dann kann ich eigentlich nur lächeln und die Leute zu einem Konzert einladen, damit sie mal hören, dass das Akkordeon zu Unrecht diesen Ruf hat. Mit meinen Schülern spiele ich zum Beispiel die wunderschöne Musik aus dem „König der Löwen“, die Piratenklänge aus dem „Fluch der Karibik“ oder auch Pop-Hits aus dem Radio wie „Pokerface“ von Lady Gaga, „Happy“ aus dem Minions-Film oder „All about the bass“. Das Schöne an dem Instrument ist, dass es so vielseitig ist. Mit dem Schlagzeug spielt man Rhythmus, mit der Gitarre (meistens) Harmonien, mit der Flöte Melodien. Auf dem Akkordeon hingegen kann man mit der rechten Hand Melodien auf den Tasten spielen und mit den Bassknöpfen auf der linken Seite begleitet man sich selbst mit Rhythmus und Harmonien. Es ist also eine richtige kleine Band in diesem einen Instrument! Das finden meine Schüler total spannend und wollen es deshalb auch unbedingt lernen! Ich selber spiele außerdem noch Klavier, Keyboard, Mundharmonika und E-Bass, aber meine große Liebe gilt dem Akkordeon.

Bei mir im Trommelunterricht (integrativ) sind auch Kinder dabei, die zum Beispiel nicht lange stillsitzen können. Das ist sicher anstrengend für meine Lehrerin. Wie bringt man Kindern denn Musik bei? So, dass es Spaß macht?

Ja, das kenne ich auch. Ich bin überzeugt, dass das Geheimnis in der Art und Weise liegt, wie der Lehrer unterrichtet und ob er auch mal spontan in seine „Methodik-Trickkiste“ greifen und den Unterrichtsablauf durch musikalische Spiele oder Bewegungsübungen auflockern kann. Kinder merken schnell, ob ein Lehrer Kinder liebt und selber wirklich total begeistert ist von dem, was er macht, oder ob er es einfach nur macht, um Geld zu verdienen. Ein kluger Mensch hat mal gesagt, man kann in anderen nur entzünden, was in einem selbst brennt. Meine Schüler merken in jeder Stunde, dass ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen könnte, als Menschen auf ihrem Weg in die Welt der Musik zu begleiten und dann springt fast immer der „Funke“ über und sie lernen ihr Instrument mit Spaß und Begeisterung. Wichtig ist außerdem, dass man nicht alte, angestaubte Lieder oder Übungen mit den Schülern macht, sondern dass man ihnen das beibringt, was sie selber gerne hören und was sie unbedingt spielen können wollen (siehe Frage 3).

VIVAccordia" in Innsbruck bei der Weltmeisterschaft 2016
Das ist mein Jugendorchester “VIVAccordia” in Innsbruck bei der Weltmeisterschaft 2016
Photocredit: Marco Winiarski

Wie alt sind die Kinder, die Du unterrichtest?

Meine jüngsten Schüler sind 3 und die ältesten 70 Jahre alt. Die ganz Kleinen besuchen die Musikalische Früherziehung im Kindergarten und mit einem Instrument beginnen sie im Alter von 5 oder 6 Jahren. Die meisten Schüler, die ich unterrichte, sind zwischen 7 und 18  Jahren alt und spielen in meinen Schüler- und Jugendorchestern mit.

Wie oft sollte man täglich üben, um ein Musikinstrument richtig gut spielen zu können?

Das kann man so pauschal gar nicht beantworten. Manchen Schülern fällt das Lernen neuer Stücke leichter, anderen schwerer. Aber eine gute Idee ist es auf jeden Fall, alle 2 Tage zu spielen! Es muss auch gar nicht ewig lange sein: 10-15 min, zum Beispiel vor oder nach dem Abendessen oder als „Entspannung“ zwischen den oft vielen Hausaufgaben und das Gehirn ist dankbar für diese tolle Abwechslung. Ist wirklich wahr! Das Geheimnis liegt nicht hauptsächlich im Talent, sondern in der (regelmäßigen) Wiederholung!  Der Spruch hat zwar schon einen Bart, aber stimmt zu 100%: Übung macht den Meister!

Ich bin immer sehr aufgeregt, bevor ich auf die Bühne gehe und vor vielen Leuten spielen soll. Nach den ersten Takten bin ich aber ganz bei mir und der Musik und es macht mir nicht mehr so viel aus von vielen Menschen beobachtet zu werden. Hast Du selbst Lampenfieber vor Auftritten?

Ja, auch ich als Profi habe natürlich noch Lampenfieber! Nicht mehr so wie in meiner Kindheit, aber so ein kleines bisschen kribbelt mein Bauch trotzdem noch vor Konzerten und das ist auch gut so. Ganz ohne Aufregung wäre ja auch langweilig , oder? Um unsere Schüler dahingehend zu stärken, führen wir viele große Konzerte, und kleinere Auftritte durch und nehmen an internationalen Wettbewerben teil. Außerdem gibt es jedes Jahr in unserem Sommermusiklager eine Vereinsmeisterschaft, bei der man alleine auftreten und sich eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille erspielen kann! Es ist nämlich so: je öfter man schon auf einer Bühne vor Publikum gesessen hat, desto ruhiger wird man. Und das ist auch für die Schulzeit nicht ganz unwichtig, denn in den höheren Klassen muss man Vorträge vor der Klasse halten und mündliche Prüfungen absolvieren. Wer da schon von seinem Hobby her Nervenstärke und Souveränität bei Auftritten trainiert hat, der tritt auch in anderen Lebensbereichen überzeugend auf.

Hast Du selbst Kinder und mögen die Musik?

Ja, ich habe zwei Mädchen. Die Kleine singt, tanzt und klatscht begeistert, wenn wir Musik machen oder hören. Die Große geht in die zweite Klasse und hat schon mit 4 Jahren begonnen, ein Instrument zu lernen. Mittlerweile spielt sie selber auch Akkordeon und gehört zu den besten ihrer Altersgruppe. Das macht mich natürlich sehr stolz! Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass meine Kinder nicht Akkordeon lernen müssen, wenn sie nicht wollen. Nur, dass sie ein Instrument lernen, war mir wichtig, denn Musizieren macht nicht nur unheimlich viel Spaß, es ist neben sprechen und schreiben auch eine wunderbare Art, sich selbst auszudrücken. Oft erlebe ich, dass Schüler in den Unterricht kommen und nicht gut drauf sind: Streit mit Freunden, schlechte Noten, doofer Tag oder oder. Dann machen wir gemeinsam Musik und wie durch ein Wunder sind die Sorgen und der Ärger wie weggeblasen und sie staunen über ihre gute Laune, die sie nach einer halben Stunde Musikmachen wiedergefunden haben! Kinder, die mit Musik aufwachsen, werden immer Melodien in ihren Herzen haben. Und damit es noch ganz viele solcher Kinder gibt, habe ich diesen, den für mich schönsten Beruf der Welt, gewählt!

Liebe K2, ich finde toll, dass du dich für die verschiedenen Berufe so interessierst! Bewahre dir deine Neugier und denk daran, du kannst alles schaffen, was du willst! Ich bin gespannt, für welchen Beruf DU dich später mal entscheidest! Ganz liebe Grüße aus Berlin auch an deine Mama und deine Geschwister,

Vivien

 

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Was arbeitest Du? Möchtest Du Kindern Rede und Antwort zu Deinem Beruf stehen?

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12 Bilder im März 2017

Keine Sekunde dachte ich heute daran, daß ja wieder der zwölfte des Monats ist und sich alle bei Caro zum Bilderflashmop treffen. Aber auch so habe ich genügend Bilder, ich könnte ganze Alben füllen. Denn wir waren unterwegs und da gibt es immer etwas zu sehen.

1: Mein Tag fing mit Cocktail an. Wir feierten aus einem Geburtstag raus und in den nächsten hinein. Nicht, daß hier jemadn glaubt ich würde ständig nur Drinks zu mir nehmen.

2: Nach ausgiebigem Frühstück und noch ausgiebigeren Gesprächen ging es aus der Schweiz wieder Richtung Heimat. Der Abschied fiel schwer, aber das nächste Wiedersehen steht schon fest.

3: Bei den nächsten Freunden angekommen gibt es leckere Suppe, bevor es uns nach draußen in die schweizer Natur zieht.

4: Den Kindern haben es die Ziegen und Zicklein angetan, die munter durcheinander springen. Wahrscheinlich freuen sie sich auch, daß das Wetter wärmer wird.

5: Seht ihr sie, ganz versteckt am Horizont? Weiße berge mit viel Schnee in Sicht.

6: Unimog. So einer in etwas größer ist ja mein Jugendtraum. damit durch die norwegische Wildnis cruisen wäre schon genial. Aber 18l/100km ist eben nicht gerade nachhaltiges Fahren. Aber träumen darf man ja.

7: Ich liebe die schweizer Flagge und habe sogar eine Tasche in rot mit weißem Kreuz. Aber ich würde zum Beispiel nie auf die Idee kommen, sowas mit der deutschen Flagge zu machen. Die zu fotografieren. Komisch oder?

8: Wenn die Mädels sich nicht gerade streiten, laufen sie einträchtig nebeneinander. ist auch mal schön.

9: Ich mag diese hübschen Häuschen.

10: Nach einem leckeren Kuchen schwangen wir uns wieder auf die Autobahn. Schließlich lagen noch knapp 5h Fahrt vor uns. Aber wie es so ist, die Mama muß irgendwann rechts ran fahren und zur Toilette. Die Kinder kletterten derweil.

11: On the road again glimmt das Abenrot vor sich hin. Die drei von der Rückbank wollen trotz wenig Schlaf in der nacht zuvor einfach nicht einschlafen. Hunger, Pipi, Durst, Langeweile- wir machen alles durch.

12: Hörbücher anhören hilft. Schwierig ist nur das Richtige für alle drei zu finden. Der Kompromiß dieser Fahrt: Drei ??? Kids und Bibi & Tina.

Jetzt aber schnell bei Caro verlinken und ab ins Bett!

2016: Kaffee im Bett, Konferenzvorbereitungen und leckerer Nachtisch
2015: Kaffee, Himmel und schmutzige Fenster
2014 Ein Kind bekommt seine erste Brille.
2013 Ein Kind mit Ohrenschmerzen und eine tröstende kleine Schwester.

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Breakfast to go: Frühstückskekse

Man erzählt sich schon seit Jahrzehnten, wie wichtig das Frühstück ist. Doch seit einiger Zeit haben zwei der Mädels hier sehr oft keine Lust zu frühstücken. Weder Müsli mit Joghurt und Obst noch Marmeladenbrote ziehen dann.
Ich kenne dieses Gefühl nichts herunterzubringen, aber ich weiß auch, wie sich das Tief anfühlt, wenn man in der Schule sitzt und plötzlich einen Energieeinbruch hat. Oder im Büro diesen Heißhunger bekommt, gegen den man dann Schokolade ißt, weil nichts Anderes in der Schublade zu finden ist.
Deswegen habe ich mir überlegt den Kindern kleine Kekse in die Hand zu drücken. Nachdem die Sportsachen zusammengesucht und Brotbox und Flasche in die Büchertasche gepackt sind.
Natürlich keine Kekse, die neben Auszugsmehl nur noch viel Zucker enthalten.
Also habe ich Frühstück to go gebacken:

Frühstückskekse

Der langjährige  Leser kann sich sicher denken, daß diese Kekse als Hauptzutat mal wieder Bananen enthalten. Die werden hier entweder noch fast grün verspeist oder liegen rum, bis sie unansehnlich braun werden. Aber die passen prima in die Kekse. Denn je reifer, desto süßer.

Zutaten

200g reife Bananen (je nach Größe 2-3)
150g Schmelzflocken
150g grobe Haferflocken
2 Eier
1 TL Backpulver
75g getrocknete Datteln
75g gemischte Trockenfrüchte
(Mango, Kirschen, Rosinen etc)
1 Messerspitze Zimt

Zubereitung

  1. Die Flocken in einer beschichteten Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten und abkühlen lassen.
  2. Währenddessen die Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen.
  3. Datteln und Trockenfrüchte mit einem großen Messer fein hacken.
  4. Die Bananen mit einer Gabel zu Brei zerdrücken.
  5. Die gerösteten Flocken, die Eigelbe, das Backpulver, den Zimt und die Trockenfrüchte vermischen. 5 Minuten quellen lassen.
  6. Das Eiweiß unter die gequollene Masse heben und sofort kleine Häufchen auf ein Backblech setzen.
  7. Bei 180°C Ober/Unterhitze etwa 12 Minuten backen, bis die Kekse leicht bräunlich sind.

Wenn die Kekse abgekühlt sind, kann man sie prima in einer luftdichten Dose aufbewahren und kann so schnell mal zugreifen, wenn keine Zeit zum Frühstücken war. Oder einen Keks mit dem Lieblingshund teilen. Aber Achtung: Rosinen sind giftig für Hunde, ich nehme deswegen immer getrocknete Kirschen für die Kekse.

Das Rezept für die Frühstückskekse ist schon mehrfach erprobt. Als ich die Kekse das erste Mal buk, wollten zwei der Kinder sie nicht mal probieren. Beim zweiten Mal trauten sie sich, und tata: für lecker befunden. Und sie sind wandelbar: mit Erdnußbutter, gehackten kernen oder geriebenen Äpfeln.

 

Was eßt Ihr so, wenn keine Zeit fürs Frühstück ist?

 

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