Verteilung der vermeidbaren und teilweise vermeidbaren Lebensmittelabfälle nach Produktgruppen: Gemüse und Obst, Back- und Teigwaren, Speisereste, Milchprodukte, Getränke, Fleisch und Fisch, Sonstiges wie Süßigkeiten. Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Mir wird ganz schlecht, wenn ich lese, wie viele Tonnen Lebensmittel in unserem Land einfach so in der Tonne landen. Eine aktuelle Studie spricht von 82 Kilogramm pro Kopf pro Jahr! Jedes achte Lebensmittel landet direkt vom Einkaufskorb im Müll. Ganz oben stehen Obst und Gemüse.

Aber wie läßt sich das vermeiden? Und vor allem: Wie sag ich’s meinem Kind?

„Andere Menschen haben nichts zu Essen und Du willst Dein Essen wegwerfen!“
„Weißt Du was Mama, wir packen meine Reste ein und schicken sie zu den armen Menschen.“

Zum Aufessen zwingen? Scheint auch nicht die richtige Lösung zu sein in Hinblick auf späteres, gestörtes Eßverhalten.

Wir versuchen den Zwerginnen beizubringen sich nur so viel auf den Teller zu legen, wie man auch essen kann. Diese Lernphase begann schon recht früh. Eigentlich seitdem sie sitzen können und mit am Tisch gemeinsam Mahlzeiten einnehmen.
Die Lernphase dauert auch bei der großen Zwergin mit ihren sieben Jahren noch an. Aber seien wir mal ehrlich, uns passiert es doch selbst hin und wieder, daß die Augen größer waren als der Hunger oder?
Deswegen gilt auch: es ist genug für alle da, man nimmt sich kleine Portionen.
Sollte doch einmal eine größere Portion auf dem Teller bleiben wird der in einem Döschen aufbewahrt für später. Wenn der kleine Hunger kommt.
Natürlich eignet sich nicht alles zur Aufbewahrung.

Eine andere Sache: Was mache ich, wenn ich zu viel gekocht habe?

Die meisten Gerichte lassen sich problemlos einfrieren und ich bin froh, wenn ich schnell ein Essen aus dem Gefrierschrank hervorzaubern kann.
Andere Dinge wie übrig gebliebene Kartoffeln lassen sich in vielen Variationen erneut auf den Tisch bringen.
Zum Beispiel gebratene Miniklößchen  (Mein Montags Mhhhhhh!):

Gekochte Kartoffeln schälen, Ei und Mehl hinzugeben (so viel Mehl, daß eine formbare Masse entsteht). In etwas Öl knusprig braten.
Mit Apfelmuß für die Schleckermäuler oder Bratenresten für die, die es herzhaft mögen servieren.

 

Wenn die Mahlzeit nicht eh Gemüse enthält, gibt es zum Knabbern bei uns immer Gemüsesticks und Obststückchen. Je nach Saison. Das ist dann als erstes aufgefuttert.
Und schon ist der Kühlschrank wieder leerer und ich kann frisch kochen.

Was gibt es bei Euch aus den Resten? Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Ideen. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr Eure Rezepte gerne als Kommentar hinterlassen.

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