Wenn ich mich auf die Reise begebe, dann auch deshalb, weil ich es liebe Dinge zu entdecken. Besondere Landschaften, vielfältige Natur. Flüsse, die ich durchwaten, Berge die ich besteigen und Aussichten, die ich genießen kann.Kommt noch die richtige Prise Kultur und der Blick auf die Menschen dahinter dazu, ist das Erlebnis mit allen Sinnen perfekt.Diese … Weiterlesen
Meine Heimat Franken liegt mir ebenso am Herzen, wie das Thema nachhaltig Werden und nachhaltig leben. So entstand die Idee zu einem Projekt, für das ich die Fotografin Anika Maaß gewinnen konnte: Gemeinsam reisen wir durch das Frankenland, auf der Suche nach Menschen, die für das Thema Nachhaltigkeit brennen. Und zwar nicht erst, seitdem Zerowaste, … Weiterlesen
Kann man nachhaltig Reisen?
Diese Frage kann ich kaum beantworten, aber ich kann sagen, man kann nachhaltigER reisen. Statt mit dem Auto mit dem E-Bike. Und im Allgäu funktioniert das besonders gut.
365 days of Blogging #68 Es war einmal eine Journalistin, die in den Nationalpark Hainich reisen wollte. Ohne Landkarte und Ortskenntnisse. Sie verließ sich ausschließlich auf die moderne Technik und hatte dann keinen Empfang… Vor einigen Wochen erhielt ich eine Einladung zu einer Pressereise nach Thüringen. In den Nationalpark Hainich, einem von vierzehn Nationalparks in … Weiterlesen
Meine Heimat Franken liegt mir ebenso am Herzen, wie das Thema nachhaltig Werden und nachhaltig leben. So entstand die Idee zu einem Projekt, für das ich die Fotografin Anika Maaß gewinnen konnte: Gemeinsam reisen wir durch das Frankenland, auf der Suche nach Menschen, die für das Thema Nachhaltigkeit brennen. Und zwar nicht erst, seitdem Zerowaste, … Weiterlesen
Meine Heimat Franken liegt mir ebenso am Herzen, wie das Thema nachhaltig Werden und nachhaltig leben.So entstand die Idee zu einem Projekt, für das ich die Fotografin Anika Maaß gewinnen konnte: Gemeinsam reisen wir durch das Frankenland, auf der Suche nach Menschen, die für das Thema Nachhaltigkeit brennen. Und zwar nicht erst, seitdem Zerowaste, Plastikfrei … Weiterlesen
Müssen BloggerInnen Mißstände aufzeigen? Müssen sie kritisch sein oder dürfen sie einfach alles abnicken, aus welchen Gründen auch immer? Trage ich Verantwortung als BloggerIn? Diese Frage stelle ich mir seit Langem und ich finde einfach keine Antwort darauf.
Neulich war ich auf einer Veranstaltung, die sich an BloggerInnen und InfluenzerInnen aus der Metropolregion Nürnberg richtete. Der Flughafen Nürnberg hatte im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals 100 Blogger, YoutuberInnen und InstagrammerInnen eingeladen. Ich war sehr gespannt, denn das Ziel BloggerInnen zu vernetzen verfolge auch ich mit meinem Engagement für den Bloggerclub e.V.
Ich möchte die Qualität der Veranstaltung nicht bewerten, weiß ich doch um den Aufwand den die Organisation einer solchen bedeutet. Manche Vorträge waren toll, ich traf alte BloggerkollegInnen und lernte neue kennengelernt. Ich erfuhr, daß die Hochschule Nürnberg und der Flughafen gemeinsam Bloggernachwuchs fördern und StudentInnen auf Reisen schicken. Davon berichten sie im Anschluß auf dem Flughafenblog The Holidayer.
Studenten der TH Nürnberg präsentieren ihre Reise.
Irgendwann trat der Presse- oder Social Media Verantwortliche von Ryanair ans Mikro und stellte sich vor:
“Hallo, ich bin Thomas von @Ryanair. Wir sind die billigste Airline in Europa.”
Ist das sein Ernst? Ich sah mich um und wollte wissen, ob auch andere Anwesende das Gleiche gehört hatten wie ich. Links und rechts entsetze Blicke, alle anderen schienen sich an dieser Aussagen nicht zu stören. Geiz ist doch geil?
Ich twitterte meine Antwort:
Das wirft doch die Frage auf, weshalb ihr so billig sein könnt. Auf wessen Kosten eigentlich?
Daß Ryanair auf Kosten der Belegschaft die meisten Passagiere in Europa befördert, kann jeder in den Nachrichten erfahren. Daß Andere darunter leiden müssen, wenn ich etwas extrem billig kaufen kann, wissen wir nicht erst seit dem Einsturz der Rana Plaza Näherei in Bangladesch. Wer zahlt den Preis fürs Billig-Ticket? Die European Cockpit Association hat dazu ein Video auf Twitter veröffentlicht:
Hier wird deutlich: Es wird an Pilotengehältern gespart. Durch Scheinselbständigkeit, und fehlende Sozialleistungen. Doch das ist längst nicht alles. Auch andere MitarbeiterInnen von Ryanair leiden unter dem Preisdumping, wie nicht nur der Deutschlandfunk berichtet.
700 der rund 1.000 Flugbegleiter beim irischen Billigflieger seien Leiharbeiter, die nur für geleistete Flugstunden bezahlt werden – Monatsgehalt im Schnitt zwischen 900 und 1.300 Euro.
Viele BloggerInnen fotografieren sich an oder in Flugzeugen von Ryanair oder zeigen sich mit Produkten von Firmen, die Umwelt und Menschlichkeit mit Füßen treten. Gibt es nun eine Verantwortung der BloggerInnen? Muß ich darüber schreiben, daß Ryanair so billig ist, weil Mitarbeiter geknechtet werden? Oder darf ich einfach mit Ryanair fliegen (und mit ihnen Kooperationen eingehen), denn ich bin doch Travel-, Beauty- Lifestyle- oder BriefmarkenbloggerIn und meine LeserInnen interessieren sich weder für Arbeitsbedingungen noch für Umweltthemen?
Als BloggerIn erreichen manche von uns täglich locker mehr Menschen als es Tageszeitungen vermögen. Und die Menschen glauben uns, das wir gut recherchieren und dann unsere Meinung sagen. Die LeserInnen glauben und vertrauen uns und lassen sich von dieser unserer Meinung beeinflussen. Fliegen wir mit Ryanair, trinken Wasser von Nestlé oder kaufen Klamotten von Primark, dann ist das für die LeserInnen auch in Ordnung. Aber wie kann ich als Meinungsbildner Firmen eine Plattform geben, die entweder ökologisch oder menschlich ein Desaster sind?
[WERBUNG] Vergangene Woche war ich auf dem Hatzlhof in Esting zu Gast. Hier fand die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage 2018 statt. Ich traf auf Vertreter der Bio-Anbauverbände, aus Politik und Landwirtschaft.
Und ich konnte viele Fragen loswerden und neue Erkenntnisse in Bezug auf das Zusammenspiel von bio und regional gewinnen.
Was sind die Bio-Erlebnistage?
Die Auftaktveranstaltung der Bio-Erlebnistage in Esting war der Startschuß für ganz unterschiedliche Veranstaltungen rund um den Ökolandbau in ganz Bayern. Bereits zum 18. Mal finden die Bio-Erlebnistage diesen Herbst statt. Zwischen 1. September und 7. Oktober können Verbraucher bei über 270 Angeboten Bio erleben.
Bio-Hersteller und -Verarbeiter öffnen ihre Betriebe und lassen VerbraucherInnen zum Beispiel in ihre Ställe, Backstuben oder Brauereien blicken oder sie zeigen ihnen direkt auf den Wiesen und Äckern wie sie arbeiten. Oder sie unternehmen Ausflüge zu Pferd, mit dem Fahrrad oder einem Segway zu Bio-Themen. Dabei können Interessierte ihre Fragen rund um das Thema ökologischer Landbau loswerden und die verschiedenen Erzeugnisse gleich vor Ort probieren.
Die Bio-Erlebnistage sind eine Veranstaltung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Links: Kurz vor Beginn der Eröffnungsveranstaltung der Bio-Erlebnistage auf dem Hof der Familie Hatzl in Esting. Rechts: Familie Hatzl.
Ökolandbau in Bayern
Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte in seiner Rede, daß Biolandbau wichtig ist und es dem Ministerium ein Anliegen sei “Biolandbau weiter zügig zu unterstützen und voranzutreiben. Immer orientiert am Markt, den es aber auch zu bearbeiten gilt.” Damit bezieht er sich auf die Initiative BioRegio Bayern 2020, die den Ausbau des Ökolandbaus in Bayern zum Ziel hat.
Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Initiative BioRegio Bayern 2020
Seit 2012 ist die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Mit Hilfe dieser Initiative soll der Ökolandbau bis zum Jahr 2020 auf 12% verdoppelt werden. Sie beinhaltet strukturelle Verbesserungen in Bildung, Beratung, Forschung und Marktentwicklung, sowie optimale Förderbedingungen für den Ökolandbau.
Die Anzahl der Betriebe, die in Bayern auf Ökolandbau umstellen wächst dynamisch. 2017 stieg die Anzahl der Mitgliedsbetriebe der Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis um 8,6% auf 6.221.
Die Gäste der Veranstaltung konnten auf ausliegenden Karten ihre Wünsche ans Ministerium formulieren und an den Wunschbaum hängen. Die Wünsche reichen von mehr staatlicher Förderung für den Ökolandbau bis hin zu gezielter Aufklärung der Verbraucher zum Thema Nachhaltigkeit.
Am Ende hingen viele Wünsche an die Politik in Bezug auf den Öko-Landbau am Baum.
Gehören bio und regional zusammen? Was sagen die Fachleute?
Die Veranstaltung, die ganz unter dem Motto Bio und Bayern gehören zusammen stand, war eine prima Gelegenheit für mich, meine Fragen bezüglich Nachhaltigkeit loszuwerden. In meinem Artikel Bio oder regional- was ist nachhaltiger? kam ich mit meinem aktuellen Kenntnisstand für mich zu dem Schluß, daß im Idealfall beides zusammenkommt und sich gegenseitig ergänzt.
Doch was sagen Fachleute zu dieser Frage?
Um es vorweg zu nehmen: Alle, mit denen ich auf dem Hatzlhof sprach waren sich einig, daß bio und regional untrennbar miteinander verbunden sind. Alles andere macht in Bezug auf Nachhaltigkeit wenig Sinn. Ein regionaler Ökolandbau dient der
Wertschöpfung in der Region
Transparenz gegenüber dem Verbraucher
Vernetzung der Erzeuger
[pullquote]Wir müssen den Verbraucher mit einbinden. Wenn er den Nutzen ökologischer Landwirtschaft bei sich um’s Eck in der Landschaft sehen kann, dann ist er auch bereit den Mehrpreis zu bezahlen. Christoph Schinagl, (Bioland-Umstellungsberater)[/pullquote]
[pullquote]Bio ist besser als regional, aber wir brauchen beides zusammen, weil wir Wertschöpfung in der Region brauchen. Durch Regionalität und Verbraucherinitiativen kann die Biobranche Vertrauen aufbauen. Wenn die Erzeuger sich untereinander kennen macht es nachhaltiges Wirtschaften einfacher. Peter Hinterstoißer (Fachberatung ökologischer Landbau, Biokreis)[/pullquote]
[pullquote]Regionalität bedeutet kurze Transportwege und niedrigen Energieverbrauch. Zudem stärkt es die Verbraucher-Erzeuger Beziehung. Der Begriff regional ist jedoch nicht zertifiziert. Wir brauchen bio, um uns von konventioneller Landwirtschaft auch in Bezug auf Grundwertabsätze und den klaren Blick darauf abzugrenzen. Jens Binder (Geschäftsführer Naturland Fachberatung)[/pullquote]
[pullquote]Bio und regional ergänzen sich super und sind eine Gegenbewegung zur Globalisierung. Wenn der Verbraucher weiß, woher die Nahrungsmittel kommen, schafft das ein Bewußtsein für Landwirtschaft. Regionalität ezeugt mehr Gemeinschaft und Miteinander und der Landwirt ist gleichwohl auch Landschaftspfleger. Nina Berner (Stv. Geschäftsführung und Referentin regionale Vermarktung Demeter)[/pullquote]
[pullquote]Regionalität alleine funktioniert nicht nachhaltig. Wenn der Bauer in der Nachbarschaft sein gentechnisch verändertes Futter aus dem Ausland importiert und hektoliterweise Erdöl für die Herstellung von Kunstdünger verschwendet werden, bringt das nichts für die Nachhaltigkeit. Franz Obermeyer (Demeter, Vorstandsmitglied LVÖ)[/pullquote]
[pullquote]Bio, regional und saisonal sind untrennbar miteinander verbunden. Andreas Hatzl, (Hatzlhof, Bioland)[/pullquote]
Kartoffeln auf dem Hatzlhof
Nach dem offiziellen Teil führte Andreas Hatzl durch seinen Betrieb.
Dorothea und Andreas Hatzl betreiben den Hatzlhof seit 1999 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Der Schwerpunkt liegt auf dem Kartoffelanbau, auf den Äckern wachsen aber auch Dinkel, Roggen, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Erbsen, Acker- und Sojabohnen und Kleegras.
Die Kartoffeln werden zum Hatzlhof angeliefert und sortiert.
Der Hatzlhof gehört zum Netzwerk Unser Land und verpackt neben der eigenen Ernte für umliegende Erzeuger deren Kartoffeln.
Andreas Hatzl sagt über den Erzeugerverband: “Viele Bauer sind nicht in der Lage als einzelne auf den Verbraucher zuzugehen, da hilft die Gemeinschaft.”
Macht es nicht Sinn, die Kartoffeln erst zu Hause zu waschen? Laut Andreas Hatzl nicht: Hier im Betrieb wird in Summe weniger Wasser zum Reinigen der Kartoffeln verwendet, als wenn jeder Verbraucher selbst seine Kartoffeln waschen würde.
Hier sind die Kartoffeln gewaschen und auf dem Weg zum Verpacken.
Meine erste Frage an dieser Stelle war auch die nach der Verpackung: Für manchen Kunden werden die Kartoffeln in Papierschalen gefüllt und mit einer Plastikfolie verpackt. Ich persönlich würde sie so nicht kaufen, alternativ (sofern ich keinen eigenen Beutel dabei habe) gibt es sie hier aber auch in einem Papiersack oder Netz aus Cellulose. Diese Art der Verpackung wird momentan auf dem Hatzlhof getestet.
Wie geht es weiter?
Mich interessiert, wie das Thema Öko-Landbau in Bayern generell aussieht. Wo gibt es besonders viele Bio-Höfe? Und was hat es mit den Öko-Modellregionen auf sich?
Noch bevor die eigentlichen Bio-Erlebnistage starten, suche ich mir aus dem umfangreichen Programm meine persönlichen Highlights aus und stelle sie hier vor.
Was interessiert Euch davon am meisten?
Disclaimer: Dieser Text ist im Rahmen der Kooperation mit meinem Blogsponsor Bio Erlebnistage entstanden.
Von Anfang Juli bis Mitte Oktober schreibe ich für sie Texte rund um das Thema Bio und die Bio-Erlebnistage in Bayern. Hierbei geht es darum, zu zeigen, daß bio und regional zusammengehören, und daß bio mehr ist als nur ein Label auf einer Verpackung. Die Veranstaltungen, die ich in diesem Rahmen besuche, sind abgesprochen. Meine Meinung bleibt natürlich weiterhin meine eigene.
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