Am Ende von Wochen wie dieser hier frage ich mich, weshalb einen niemand vorbereitet. Auf die schlaflosen Nächte, auf die Wutanfälle, auf die Ängste, wenn man man loslassen muß und auf die Hilflosigkeit, wenn sich das Kind mit aller Gewalt abnabelt und um sich schlägt.

18. Januar 2019

Kaffeetasse im Bad
Kaffee im Bad. Am Morgen schleppe ich die Kaffeetasse überal mit hin. Meine Stütze.

Nach der Gassirunde mit meiner “Rentnergang” ist vor dem zweiten Kaffee. Machen das auch noch andere Menschen, daß sie ihrer Kaffeetasse überall mit hinnehmen? Ich finde es sehr gemütlich aus der Dusche zu kommen und gleich den Kaffee parat zu haben.
Könnte jetzt auch komisch wirken.

Duschkopf
Eine warme Dusche nach der Gassirunde

Ein Luxus aus der Kälte von der Hunderunde zu kommen und sich unter die heiße Dusche zu stellen. Andernorts ist Wasser knapp. Nicht nur in Indien oder Afrika ist Wasser eine teuere Ressource. Auch im französischen Vittel haben die Menschen Probleme mit Wassermangel:
In der französischen Gemeinde Vittel sinkt der Grundwasserspiegel jedes Jahr drastisch – weil Nestlé große Mengen Wasser für die Wassermarke „Vittel“ abpumpt. Der Grundwasserspiegel sinkt in der Gegend um ganze 30 Zentimeter pro Jahr. Nestlés Lösungsvorschlag: Eine Pipeline bauen, um mit Steuergeldern Wasser über zig Kilometer aus einer anderen Gegend zu transportieren. Was Menschen sich gegenseitig und der Natur antun ist wirklich unglaublich. Und alles wegen des Geldes. Nicht zum Leben, sondern um sich zu bereichern.

#Pfannkuchenfreitag
Pfannkuchenfreitag. Same procedure as every week.

Nach diesen Gedanken, ein paar Maschinen Wäsche und einer Stunde Arbeit ist es Zeit für den #Pfannkuchenfreitag. Das obige Bild ist so wie es ist, weil ich nicht sehen konnte, was ich fotografiere.
Mein Handy hat sich von mir verabschiedet. Plötzlich hat das Display einen schwarzen Fleck, der sich dann dunkellila ausbreitet. Zumindest telefonieren konnte ich noch. Bis die Große es in die Hand nahm. Was dabei herauskommt, wenn ein Mensch auf dem Weg zum Erwachsenwerden voller Überzeugung ist, daß er alles kann, kann sich der geneigte Leser sicher denken. Das Komische daran: ich glaube ihr durchaus, daß sie keine Sekunde daran gezweifelt hat, das Telefon wieder hinzubekommen. Atmen! Atmen! Das geht vorbei. Ärgerlich ist nur, daß ich mein Handy so lange wie möglich benutzen will. Ich habe es gebraucht gekauft, weil ich vor Jahren beschlossen habe keine neuen Elektrogeräte mehr zu kaufen. Besonders keine Smartphones oder ähnliches. Zum einen, um dem Berg an Elektroschrott nicht noch etwas hinzuzufügen, zum anderen, um den menschenunwürdigen Abbau des seltenen Metalls Coltan nicht zu fördern.
Allerdings weiß ich nicht, ob es nicht besser wäre ein nachhaltig hergestelltes Handy zu kaufen. Neben dem Fairphone gibt es auch das Shiftphone aus der Schweiz. Meine Freundin Rachel hat auf ihrem Blog Mama denkt darüber schon ausführlich berichtet.

Am Wochenende will ich mir Zeit nehmen. Zeit, um in Ruhe zu überlegen was ich will und wie ich das erreichen kann. Aber vorher muß ich mir noch Zeit nehmen ein Projekt endgültig abzuschließen und gehen zu lassen.
Und Bücher lesen, Spazieren gehen, Spiele spielen mit den Kindern und die Seele mal wieder ein bißchen rumbaumeln lassen. Klingt das nach einem Freitagsirrtum? Vielleicht. Aber träumen ist zum Glück erlaubt.