Move over cupcakes. Make room for hand pies.

Diese Überschrift ist ein Zitat aus der Washington Post vom Oktober 2011. Ich hätte auch sagen können, daß ich was gaaaaaanz Neues in meiner Küche erfunden hätte: Hand pies.
Es sind ja wirklich seehr leckere, kleine Teilchen diese Hand pies. Und es ist auch hier, wie so oft: jemand findet ein Rezept, probiert es aus, dekoriert es vielleicht auch noch hübsch und läßt es jemand anderes probieren. Der (ist vielleicht besonders hipp und angesagt und kennt auch ganz viele hippe und angesagte andere Menschen) war begeistert und macht es für seine nächste Party. Und schon ist das neue Trendgebäck geboren.
Mich hat es aber dieses Mal interessiert, wer war denn der Erste, der darüber berichtet hat?
Ganz sicher nicht die Washington Post!
Na, was glaubt Ihr? Und vor allem, wann war es?
Stellt Euch vor, in der NY Times wurde im Januar 1988 schon davon berichtet. In diesem Artikel geht es um einen Flugzeugcaterer, der neue Speisen entwickelt hat, unter anderem hand-pies: short for hand-held pies, filled with chicken and mushrooms., also die pikante Variante.
Diese Erwähnung ist natürlich nur eine, die ich im Netz gefunden habe. Viele Dokumente aus der Vor-Internetzeit sind ja gar nicht digitalisiert.
Sicher ist, das Rad,Hand Pies wurden hier nicht neu erfunden.
Egal. Ich will weder das Gebäck an sich, noch den Hype darum kritisieren. Eigentlich wollte ich nur wissen, wie neu diese kleinen, leckeren Teilchen wirklich sind.
Ich habe sie ja schließlich auch gebacken und sie für unbedingt noch mal backenswert befunden!
Bei mir haben sie eine Johannisbeerfüllung bekommen, so wie ich es hier gesehen habe.
Das Rezept habe ich ein klein wenig modifiziert, deswegen schreib ich es noch mal auf:
Johannisbeer Hand Pies

Für ca. 24 Stück mit einem Kreisdurchmesser von 7,5cm:
250g Mehl
60g Zucker
1 Ei
100g Butter
125g rote Johannisbeeren
5 TL Muscovadozucker vermischt mit
1/2 Tl gemahlene Vanille
Puderzucker zum bestäuben
 Mehl, Zucker, Ei und Butter schnell zu einem Mürbeteig verarbeiten.
1h kühlen.
Auf ca. 4mm Dicke ausrollen und Kreise ausstechen.
Ich habe einen Dessertring genommen, ein Glas geht aber genauso.
Auf eine Hälfte des Kreises einen TL Beeren geben und ein bißchen von der Zucker/Vanillemischung geben.
Die andere Hälfte darüber schlagen und mit den Fingern rundherum zusammendrücken.
Mit einer Gabel noch einmal den Rand eindrücken.
Bei ca. 170° 15-20 Minuten knusprig backen.
Mit Puderzucker bestäuben und GENIESSEN!
Und womit füllt Ihr Eure Hand Pies? Nehmt Ihr gar einen anderen Teig? Sie sollen ja auch mit Blätterteig oder Hefeteig gut schmecken! Ich bitte um Berichte!
Grüße
Suse

5 comments On Move over cupcakes. Make room for hand pies.

  • Hey Suse,
    vielen Dank fürs verlinken :-)
    Deine Hand Pies sehen auch wundervoll aus…und ich könnte gerade glatt ein paar verdrücken. Leider sitze ich noch im Büro vor meinem PC :-(
    Zu Hause stehen 500g frische Johannisbeeren, mindestens 250g sollen eigentlich heute noch zu Marmelade verarbeitet werden, aber vielleicht sind ja noch ein paar Hand Pies drin.
    Liebe Grüße und einen schönen sonnigen Abend.
    Simone

  • …..neee, doch nicht Langos, das ist was ganz anderes *g*

    So, jetzt aber Schluss mit dem Thema!

    Habe frische Brombeeren da, yammi.

    LG
    Bettina

    • Argentinien? Kreisch!!
      Was habt Ihr denn da gemacht?
      Ich war noch nie außerhalb von Europa und beneide nach wie vor jeden, der irgendwie im Ausland lebt.
      Neid ist das falsche Wort, ich finde es einfach KLASSE!
      Da kommt man nämlich mal auf den Boden der Tatsachen zurück, daß es woanders zwar sehhhhhr toll sein kann (->NORWEGEN!!), aber daß dort auch nur mit Wasser gekocht wird. Aber auch, daß Deutschland nicht der Nabel der Welt ist!

      Molekulare Küche?? Ich bin ja offen für vieles, aber das???

      Krümel im Bett? Dagegen hilft der Staubsauger *ggg*, notfalls wird halt gewaschen, das ist es uns/mir wert.

      Ganz liebe Grüße
      Suse

  • … Nachtrag zu den Handpies – ich kannte die in meiner jüngsten Kindheit (hüstel, Sixties!) als „Empanadas“, als wir eine Weile in Argentinien wohnten. Wenn du „Empanadas Argentinas“ googelst, siehst du Handpies zum Abwinken ;-)))

    In Ungarn heißen diese Dinger „Langos“ (glaube ich), dort gibbet dat auch „schon immer“, in der pikanten Version allerdings. Wahrscheinlich hat fast jedes Land ihre eigenen Handpie-Rezepte …
    Klar, jeder ist scharf drauf, was Tolles, Neues zu präsentieren, aber im Grunde wandelt man Vorhandenes immer wieder neu ab. Nur die molekulare Küche ist echt was Neues *ggg*

    Viel Spaß weiterhin beim kreativen Kochen
    und jetzt schnell raus in den Garten,
    Bettina

  • Hej Suse,

    sehr schön, sowohl Hefezopf als auch die Hand Pies!
    Im-Bett-Frühstücker waren wir zwar nie (KinderjahrelangimBettyesss), weil mir das ZU krümelig ist ;-D plus umgekippter Kaffee, Fettflecken, Marmeladenkatastrophe … *ächz*

    Pie-Rezept auf alle Fälle abgespeichert, sehr cool, ob neu oder alt!
    Mit *salziger* Füllung kenne ich das, süß ist natürlich auch eine Idee!

    Mal sehen, man kann ja wirklich alles einfüllen, von Äpfeln über Brombeeren bis Marzipan und Schokolade!

    Schönen, sonnigen Montag wünscht dir

    Bettina

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